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Thema: Wieviel Werte im Depot

  1. #21
    mike_N
    Gast

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    @pop
    Ich habe zurzeit auch das Problem des Geld "parkierens".
    Nur finde ich deine Variante mit den 5-6%igen Aktien schön und gut, aber was machst du bei einem "Absturz" des Gesamtmarktes (analog Irakkrieg etc)?

    Da werden deine Aktien mit grösster Wahrscheinlichkeit auch ordentlich an Wert einbüssen, womit du dann für die entstandenen Gelegenheiten viel weniger übrig hast, als wenn du bei sicheren 1-2% parkiert hättest...

    No Risk no Fun?

  2. #22
    Erfahrener Valueist
    Registriert seit
    21.01.2002
    Ort
    Kiel
    Beiträge
    830

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    Ich kann mich Deiner Sichtweise nicht anschließen. Vielleicht liegt das daran, dass Du auf die Kurse fixiert bist, während ich eher auf die Erträge fixiert bin.
    Nehmen wir eine Aktie die ewig 1 Eur Gewinn je Aktie macht und vollausschüttet. Wenn ich 9% Rendite erwarte, dürfte ich 11,1 Eur dafür bezahlen. Fordere ich nun noch 40% Sicherheitsmarge, dann betrüge die Rendite in diesem Fall 15%. Was der Markt nun macht ist für mich insofern relevant, als ich bei steigenden Kursen verkaufen kann, um in rentierlichere Werte umzutauschen, oder aber, wenn die Kurse fallen, ich beim Kauf eine noch höhere Rendite machen kann bzw. die Wahrscheinlichkeit steigt, dass ich noch mehr unterbewerte Aktien finde. In letztem Fall würde ich nachkaufen und wenn der Markt blind wäre und keine Kurskorrektur eintrifft, umso besser denn dann kann ich noch längere Zeit noch mehr davon kaufen. Es sei denn natürlich der Kursverfall wäre fundamental begründet und der Gewinn je Aktie würde sinken, aber Du sprichst ja von einem Gesamtmarkt-Effekt. Nun wirst Du Dir sicher denken, das ist ja Alles schön und gut, aber wann haben wir denn schon Vollausschüttung? Das macht theoretisch keinen Unterschied. Denn wenn das Management mit dem 1 Eur Gewinn je Aktie eine Rendite von 9% macht, dann kann es im Jahr darauf, 1,09 Eur Gewinn je Aktie vollausschütten, wenn es dann keine Reinvestitionsmöglichkeiten mehr gibt. Das hätte dann den gleichen Barwert: 1 Eur / 1,09 = (1 Eur*1,09) / 1,09^2. Das kann beliebig viele Jahre so weitergehen und es hätte immer den gleichen Barwert. Und die Gewinnsteigerung von 9% p.a. wird sich i.d.R. auch in eienr Kurssteigerung von 9% p.a. wiederspiegeln, weil ja der Gewinn je Aktie steigt und damit der Betrag den das Management ausschütten kann, wenn es keine rentierlicheren Investitionsalternativen hat. Also geht man in der Zwischenzeit von X Jahren mit Sicherheit nicht leer aus, nur weil keine Dividende gezahlt wird, sofern natürlich eine angemessene Rendite erwirtschaftet wird. So, und der Gesamtmarkt wirkt sich auf den Kurs aus, den Du dafür bezahlen willst bzw. im Umkehrschluss auf die Rendite, die Du auf Basis des Kaufpreises erzielen kannst - nicht mehr, nicht weniger. Ein sinkender Markt ist für meine Begriffe sehr vorteilhaft. Und politische Börsen haben kurze Beine. Ich würde doch nicht mein sauer verdientes Geld an der Börse anlegen, wenn ich einen Herzinfarkt kriegen müssen, wenn Alan Greenspan pupst oder Ahmadinedschad den Bush anpupst.

    Grüße
    PoP
    \"Price is what you pay, Value is what you get\"

    (Warren Buffett)

  3. #23
    mike_N
    Gast

    Standard

    @Pop
    Da habe ich dich missverstanden... Du redest von langfristigen Anlagen und ich dachte es gehe um's reine kurz/mittelfristige Geldparken um dann bei Kaufgelegenheit umzuschichten.

    Unter diesen Umständen ist deine Idee natürlich nachvollziehbar.

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