Hitachi hat im Geschäftsjahr per März 2010 seinen vierten Jahresverlust in Folge erlitten. Der Fehlbetrag belief sich auf 107 Mrd Yen. Das ist aber immerhin eine deutliche Rückführung der Verluste. Hintergrund war die Entwicklung in den beiden Sparten für Automotivesysteme und für Digitalmedia und Konsumelektronik. Der Vorstand will nun im laufenden Geschäftsjahr die erhoffte Rückkehr in die Profitabilität schaffen und einen Nettogewinn von 130 Mrd Yen erwirtschaften.
Dabei hat Hitachi dank der eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen bereits im 1. Geschäftsquartal einen Gewinn von 86,1 Mrd Yen erzielt. Im Vorjahresquartal war noch ein Verlust von 82,7 Mrd Yen angefallen. Alle operativen Segmente haben profitabel gearbeitet. Die stärksten Zuwächse wurden in der Sparte für hochfunktionelle Materialien und Komponenten erzielt. Der operative Gewinn belief sich hier auf 26,2 Mrd Yen. Haupttreiber war die globale Wirtschaftsbelebung im Chemikalien-, Kabel und Materialienbereich für elektroniknahe und Automotive-Produkte. Bei Automotivesystemen hat die verbesserte Kapazitätsauslastung im Zusammenspiel mit der Restrukturierung zum erhofften Turnaround beigetragen.

Starke Zuwächse gab es auch in der Sparte „Teile und Geräte“. Der Gewinn lag hier bei 16,7 Mrd Yen. Hintergrund ist das verbesserte Festplattengeschäft dank der Nachfragebelebung im PC- und Server-Bereich. Der Vorstand strebt langfristig ein stabileres Geschäftsmodell an. Dafür will Hitachi zu einem wahrhaft globalen Konzern heranwachsen und neue Geschäftsfelder erschließen.

Wir erhöhen unser Timing auf 3 Sterne. Analyse: August 2010