Hochprozentiges von Zwack Unicum war im vergangenen Jahr weniger gefragt. Der Umsatz schrumpfte um 16,2%, der Gewinn sogar um ein Viertel, fiel damit aber besser aus als von uns geschätzt. Die Erlöse aus dem Export sanken um 8%. Hauptgrund waren die schwächer als erwartet ausgefallenen Verkäufe in den USA. Schlecht entwickelten sich auch die Geschäfte in Italien, Rumänien und der Slowakei. Nur in Deutschland konnte das Unternehmen Umsatz und Absatz steigern.

Die Aufwendungen für Personal sanken um 22,2%, die Materialkosten aber nur um 9,3% und damit weniger stark als der Umsatz. Dieser relative Anstieg beruht auf der schwachen Heimatwährung, die den Einkauf von Rohstoffen im Ausland verteuerte. Zudem haben sich die Zinserträge angesichts der niedrigen Leitzinsen in Ungarn mehr als halbiert. Aus all diesen Gründen ist der Nettogewinn stärker gesunken als der Umsatz. Dennoch ist Zwack im Branchenvergleich immer noch hochprofitabel. Unverändert solide ist die Bilanz. Das Unternehmen hat kaum langfristige Schulden, die Eigenkapitalquote liegt bei komfortablen 73,1%. Die liquiden Mittel erhöhten sich im Jahresvergleich sogar um nahezu die Hälfte auf 4,4 Mrd HUF. Der Lagerbestand verringerte sich dagegen um 6%. Zum Halbjahr sahen diese Werte noch deutlich schlechter aus.
Auch die Cashflow-Entwicklung hat überzeugt und ermöglicht damit hohe Dividendenausschüttungen. Wir erwarten dieses Jahr einen leichten Gewinnrückgang und Umsätze auf Vorjahresniveau. 2011 dürfte es wieder aufwärts gehen.

Timing weiterhin 4 Sterne. Die Aktie sollte sich auch langfristig überdurchschnittlich entwickeln. Analyse im Juli 2010