Value-Brief anfordern
Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 11

Thema: Zitate Buffett's

  1. #1
    Erfahrener Valueist
    Registriert seit
    21.01.2002
    Ort
    Kiel
    Beiträge
    830

    Standard Zitate Buffett's

    "Intelligentes Investieren ist nicht kompliziert, was aber bei weitem nicht heißt, es sei einfach. Was ein Investor braucht, ist die Fähigkeit, ausgewählte Unternehmen korrekt zu bewerten. Beachten Sie auch das Wort "ausgewählte": Sie müssen kein Experte für jedes Unternehmen sein. Sie müssen nur in der Lage sein, Unternehmen zu bewerten, die sich in Ihrem Kompetenzbereich befinden. Die Größe des Bereichts ist nicht so wichtig, seine Grenzen zu kennen dagegen lebenswichtig."
    \"Price is what you pay, Value is what you get\"

    (Warren Buffett)

  2. #2
    Erfahrener Valueist
    Registriert seit
    21.01.2002
    Ort
    Kiel
    Beiträge
    830

    Standard

    “We have 7% of Coke. There are 660 million 8 ounce servings of Coca Cola products
    being served around the world today, so in effect, we've got a 45 million soft drink business with our 7%. We think of businesses that way. I say to myself "just increase the price a penny and that's another $450,000 a day for Berkshire. When I go to bed at night I figure that by the time I wake up 200 million Coke's will have been consumed. We've got some Gillette too, and every night I think about 2 billion plus men's hair growing and 4 billion women's legs with hair. It goes all night when I sleep.”

    Dieses Zitat ist mir schon zu meiner Anfangszeit als Value-Investor begegnet, aber richtig verstanden habe ich es erst später. Ich meine den letzten Teil davon: Was wollte Buffet damit sagen? Dass er einfache Geschäfte bevorzugt, ja. Dass er die Old-Economy bevorzugt, mit dauerhaften Geschäftsmodellen, ja. Aber was ich mich immer gefragt habe, war, was eigentlich Marken wie Coca-Cola oder Gillette wirklich ausmacht. Für mich war das lange Zeit ein Rätsel. War es der einzigartige Geschmack von Coca-Cola und das behütete Rezept? Nein, das wird wohl kaum eine wesentliche Rolle spielen, denn der Konsument wählt Coca-Cola bei Geschmackstest nachweislich als das schlechtere, wenn er nicht weiß, dass es eine Coke ist. Unterscheiden kann er dies bei Blindtests auch nicht. Das kann es also nicht sein. Was ist es dann? Ist es so geil, eine Coke zu kaufen? Steigt mein Adrenalinspiegel, wenn ich an Coke denke? Kriege ich Gänsehaut? Definiere ich mich über eine Coke? Nö, trifft alles nicht zu. Ich will nur eine Cola trinken. Was also treibt denn so eine Marke? Oder Gillette! Kann ich nicht einfach das Gleiche in Lila verkaufen und zwar 20% billiger? Wieso nicht? Warum sollte ich als Verbraucher am Regal Gillette wählen und nicht irgendeine andere Marke, die ebenfalls vertrauensvoll ist und dazu vielleicht noch günstiger ist? Die Qualität allein kann es ja nicht sein. Für einen gut funktionierenden Rasierer bedarf es so viel ja nicht. Also, was ist es? Warum kriegen nicht auch andere Unternehmen einen Stück vom Kuchen? Die Antwort ist so einfach, ja beinahe ernüchternd, weil eben nicht mehr rätselhaft und mystisch, aber was Marken wie Coca-Cola und Gillette treibt, sind schlicht und einfach: Die Verbrauchergewohnheiten! Wenn du jeden Tag ein Produkt gebrauchst oder verbrauchst läuft dein Kaufverhalten total habitualisiert ab. Man hat gar kein Bedürfnis, sich Gedanken darüber zu machen, welches Produkt man als nächstes kaufen will, sondern man macht einfach immer und immer wieder das Gleiche!

    Etwas anderes kristallisiert sich darin ebenfalls heraus, was sich positiv im Markenwert wiederspiegelt. Damit meine ich nicht die Preismacht, die natürlich eine große Rolle spielt, oder die zahlreichen anderen Wettbewerbsvorteile, die sich direkt oder indirekt im Markenwert wiederspiegeln, sondern eine andere ganz naheliegende Sache. Wenn ich einmal Coke- oder Gillette-Kunde geworden bin, dann werde ich dies wahrscheinlich auch für den Rest meines Lebens bleiben. D.h. dass jeder Kunde für Coke oder Gillette - bei sonst gleichen Bedingungen – einen viel höheren Wert hat für Coke, im Vergleich zu anderen Unternehmen, deren Kunden vielleicht nur fünf bis zehn Jahre abgeschöpft werden können. Letztere müssen ihren Kundenstamm zudem häufig austauschen, was natürlich nachteilig ist. Denn jeder neue Kunde hat noch keine Präferenzen und Loyalität gegenüber einer Marke aufgebaut. Das senkt die Eintrittsbarrieren für neue Wettbewerber, die ebenfalls ein Stück vom Kuchen haben wollen. Das führt wiederum zu mehr Wettbewerb und macht die Margen kaputt. Der Markenwert, der ja nichts als anderes ist als die Summe der diskontierten Zahlungsmittelüberschüsse, die die Marke erzielen kann, wird so untergraben. ...Das weiß übrigens auch Heinz Krogner von Esprit. Ich erinnere mich noch an ein Interview mit ihm vor etwa zwei Jahren, das hier bei Value-Analyse.de gepostet wurde: „Nehmen sie H&M oder Zara. Die sind absolut angesagt bei den Kids zwischen zwölf und 18 Jahren. Und dann? Soll ich etwa alle sechs Jahre meine Zielgruppe zu 100 Prozent austauschen? Esprit begleitet einen Kunden 25 Jahre und länger.“
    \"Price is what you pay, Value is what you get\"

    (Warren Buffett)

  3. #3
    Erfahrener Valueist
    Registriert seit
    05.09.2001
    Ort
    Hannover
    Beiträge
    792

    Standard

    Hallo, Prince,

    zu Deinem letzten Zitat paßt als Ergänzung noch das folgende, das Buffett im Oktober in einem Interview auf Fox zum besten gab:

    Buffett: So the real question is where is this business going to be in five or 10 or 20 years. And what you're looking for is a business with a moat around it that protects it, because in a capitalist world, marauders
    are coming at you all the time, and you're looking for that durable competitive advantage, and you won't find that in a due diligence report by a lawyer.

    CLAMAN: Give me a perfect example of a company like what you just described.

    BUFFETT: Well, we've got a company called See's Candy out in California and See's Candy -- it's not a huge business, but in the end, we've got 37 million or whatever number of Californians and everybody has
    something in their mind about See's Candy and generally it's favorable.

    CLAMAN: Yes, the Bordeaux, they're great.

    BUFFETT: I mean, if you gave a box -- if you're a boy that gave a box to a girl on his first date, she's 17, and she kisses him, we own you. I mean, we own you. That moat will last for 75 years. And then if she slaps you, it's all over.

    So we are looking for the businesses where what's in the mind is she kissed me, not where she slapped me.



    Kann man das besser ausdrücken? Ich glaube nicht...
    "Beware the investment activity that produces applause; the great moves are usually greeted by yawns" -- Warren Buffett

  4. #4
    Erfahrener Valueist
    Registriert seit
    05.09.2001
    Ort
    Hannover
    Beiträge
    792

    Standard

    Aus dem gleichen Interview gibt es noch zwei weitere Zitate, die ich Euch nicht vorenthalten möchte:

    Zunächst ging es um Buffetts Engagement bei PetroChina:

    CLAMAN: Are you looking at other companies in China?

    BUFFETT: I don't -- I don't look based -- no, the answer is pretty much no. But I don't look based on countries or that sort of thing. I just read every report I can and I try and figure out whether something is cheap.

    CLAMAN: But how would you find a report like PetroChina four years ago? This was not a name that maybe a lot of people would...

    BUFFETT: Other guys read "Playboy". I read annual reports.


    Danach ging es um seine Spende an die Gates-Stiftung und warum seine Kinder das Geld nicht erben.

    CLAMAN: Well, listen, your son, Peter, was on Neil Cavuto's show on Monday, and he said, "No, I'm not getting the money. You know, my dad's giving it all away." If I were your kid, I'd be saying, "Dad, where's my part of this?"

    BUFFETT: Well, they got a little part of it, but I don't believe in the divine right of the womb. You know, people complain about welfare children, and they say, "It's terrible to give food stamps to these people, you know, because it creates a cycle of welfare." Well, what does a person that comes out of a rich person's womb get when they get a big trust and they get a trust officer? Call that the welfare officer. They get food stamps. They call them stocks and bonds.

    So I don't believe in making it so that my kids, and my grandkids, and everybody else can forever do nothing and command the resources of society. I believe in leaving them enough so they can do anything,
    but not enough so they could do nothing.


    Ich kann es immer nur wieder sagen: Einfach genial, dieser Mann...
    "Beware the investment activity that produces applause; the great moves are usually greeted by yawns" -- Warren Buffett

  5. #5
    Valueist
    Registriert seit
    07.06.2001
    Ort
    Zarrentin
    Beiträge
    80

    Standard

    Zitat Zitat von prince of persia Beitrag anzeigen
    ...Nö, trifft alles nicht zu. Ich will nur eine Cola trinken. Was also treibt denn so eine Marke? Oder Gillette! Kann ich nicht einfach das Gleiche in Lila verkaufen und zwar 20% billiger? Wieso nicht? Warum sollte ich als Verbraucher am Regal Gillette wählen und nicht irgendeine andere Marke, die ebenfalls vertrauensvoll ist und dazu vielleicht noch günstiger ist? Die Qualität allein kann es ja nicht sein. Für einen gut funktionierenden Rasierer bedarf es so viel ja nicht. Also, was ist es? Warum kriegen nicht auch andere Unternehmen einen Stück vom Kuchen? Die Antwort ist so einfach, ja beinahe ernüchternd, weil eben nicht mehr rätselhaft und mystisch, aber was Marken wie Coca-Cola und Gillette treibt, sind schlicht und einfach: Die Verbrauchergewohnheiten! Wenn du jeden Tag ein Produkt gebrauchst oder verbrauchst läuft dein Kaufverhalten total habitualisiert ab. Man hat gar kein Bedürfnis, sich Gedanken darüber zu machen, welches Produkt man als nächstes kaufen will, sondern man macht einfach immer und immer wieder das Gleiche!

    Etwas anderes kristallisiert sich darin ebenfalls heraus, was sich positiv im Markenwert wiederspiegelt. Damit meine ich nicht die Preismacht, die natürlich eine große Rolle spielt, oder die zahlreichen anderen Wettbewerbsvorteile, die sich direkt oder indirekt im Markenwert wiederspiegeln, sondern eine andere ganz naheliegende Sache. Wenn ich einmal Coke- oder Gillette-Kunde geworden bin, dann werde ich dies wahrscheinlich auch für den Rest meines Lebens bleiben. D.h. dass jeder Kunde für Coke oder Gillette - bei sonst gleichen Bedingungen – einen viel höheren Wert hat für Coke, im Vergleich zu anderen Unternehmen, deren Kunden vielleicht nur fünf bis zehn Jahre abgeschöpft werden können. Letztere müssen ihren Kundenstamm zudem häufig austauschen, was natürlich nachteilig ist. Denn jeder neue Kunde hat noch keine Präferenzen und Loyalität gegenüber einer Marke aufgebaut. Das senkt die Eintrittsbarrieren für neue Wettbewerber, die ebenfalls ein Stück vom Kuchen haben wollen. Das führt wiederum zu mehr Wettbewerb und macht die Margen kaputt. Der Markenwert, der ja nichts als anderes ist als die Summe der diskontierten Zahlungsmittelüberschüsse, die die Marke erzielen kann, wird so untergraben. ...Das weiß übrigens auch Heinz Krogner von Esprit. Ich erinnere mich noch an ein Interview mit ihm vor etwa zwei Jahren, das hier bei Value-Analyse.de gepostet wurde: „Nehmen sie H&M oder Zara. Die sind absolut angesagt bei den Kids zwischen zwölf und 18 Jahren. Und dann? Soll ich etwa alle sechs Jahre meine Zielgruppe zu 100 Prozent austauschen? Esprit begleitet einen Kunden 25 Jahre und länger.“

    Hallo PoP, Hallo Juliapapa,

    eine schöne Zusammenstellung habt ihr hier ;-) Das WB-Zitat hat mich komischer weise auch beschäftigt. Ich bin der Ansicht (und da spieglet sich PoP's Anscht irgendwie wieder), dass bestimmte Verbrauchsgüter einfach in einem Geschäft geführt werden MÜSSEN, ansonsten hat man keine Kunden. Ich kenne Menschen, die ein Lokal verlassen, wenn es keine Coke gibt - kein Witz... Es gibt Menschen (so wie ich auch), die nur Gillette benutzen. Und zwar genau so wie du es sagste - seit dem ersten Bartwuchs (Ok, noch keine 20 Jahre).

    Bei H&M bespielsweise habe ich folgende Beobachtung gemacht: Ein Laden wurde geschlossen und etwas größer - aber etwas weiter weg von der alten Lage wieder aufgemacht. Wenn man jetzt den Laden besucht, ist er wesentlich schlechter besucht als vorher. Ich habe lange überlegt ob es allein an dem Sortiment (neue Trends verpennt oder so) liegt, oder an der schlechteren Lage. Aber ich glaube es ist weder noch der Fall. Im alten Ladenbereich ist irgendein anderer Modeanbieter eingezogen, der in etwa die gleiche Klientel anspricht... Die Menschen folgen hier der Gewohnheit und rennen in diesen Laden - jedenfalls sieht es danach aus...

    So kein Zitat von WB - aber eine kleine Unterstreichung von mir.

    Gruß Thomas

  6. #6
    Erfahrener Valueist
    Registriert seit
    21.01.2002
    Ort
    Kiel
    Beiträge
    830

    Standard

    Hallo,

    @Das WB-Zitat hat mich komischer weise auch beschäftigt. Ich bin der Ansicht (und da spieglet sich PoP's Anscht irgendwie wieder), dass bestimmte Verbrauchsgüter einfach in einem Geschäft geführt werden MÜSSEN, ansonsten hat man keine Kunden. Ich kenne Menschen, die ein Lokal verlassen, wenn es keine Coke gibt - kein Witz... Es gibt Menschen (so wie ich auch), die nur Gillette benutzen. Und zwar genau so wie du es sagste - seit dem ersten Bartwuchs (Ok, noch keine 20 Jahre).

    Was du da mit Coke ansprichst, ist einer der zahlreichen anderen Wettbewerbsvorteile, die ich meinte. Man kann noch trennen zwischen Wettbewerbsvorteil beim Endverbraucher und Wettbewerbsvorteil beim Vertrieb. Eine starke Marke bringt es mit sich, dass man sich Wettbewerbsvorteile im Vertrieb erarbeitet. Wenn ich eine starke Marke führe, habe ich nicht nur ein geringeres Absatzrisiko, sondern verkaufe auch viel davon und mache eine gute Marge (Handelspanne, Skaleneffekte) damit. Dadurch sinkt zum einen das Risiko, und zum anderen führt es zu einem Multiplikatoreffekt, der das Wachstum der Marke fördert, und beides erhöht den Markenwert. Immer neue Abnehmer wollen die Marke listen/verkaufen und sie empfehlen (bei Vertriebspartnern im B2C etwa) oder präsentieren (z.B. am POS) dies entsprechend ihren Kunden. Bei einem Produkt wie Cola oder Wrigley will ich nicht lange nachdenken, sondern nehme bevorzugt das, was mir gerade zuwinkt. Wenn es ein beratungsintenvises Produkt ist, höre ich mir den Rat des Verkäufers an. Auf der anderen Seite gibt es immer mal wieder ein paar Newcomer, die schnell wieder von der Bildfläche verschwinden können, wenn es Probleme bei den Abnehmern gibt, aber die starke Marke wird sich halten, weil er das Überleben des Abnehmers sichert und somit auch sein eigenes.

    @Bei H&M bespielsweise habe ich folgende Beobachtung gemacht: Ein Laden wurde geschlossen und etwas größer - aber etwas weiter weg von der alten Lage wieder aufgemacht. Wenn man jetzt den Laden besucht, ist er wesentlich schlechter besucht als vorher. Ich habe lange überlegt ob es allein an dem Sortiment (neue Trends verpennt oder so) liegt, oder an der schlechteren Lage. Aber ich glaube es ist weder noch der Fall. Im alten Ladenbereich ist irgendein anderer Modeanbieter eingezogen, der in etwa die gleiche Klientel anspricht... Die Menschen folgen hier der Gewohnheit und rennen in diesen Laden - jedenfalls sieht es danach aus...

    Oder im Nahrungsmittelbereich. Die Discounter hier haben eine Riesenmarktmacht und wenn man erstmal Marktanteile von 50% hat und die Verbraucher regelmäßig dort einkaufen, kaufen sie auch allerlei andere Sachen dort. Das kann selbst eine Coca-Cola in Bedrängnis bringen! Ich lese gerade ein Buch, in dem geschildert wird, wie es ein Einzelhändler in UK fertig brachte, mit einer Cola-Eigenmarke das Original in punkto Marktanteile zu überrunden! Natürlich auch mit einer entsprechen Präsentation am POS und niedrigeren Preisen. Oder wenn ich daran denke, was mit den Weinen in DE geschehen ist. Jede zweite geht inzwischen über die Ladentheke von Aldi und Co. und die Preise haben sich so in ein paar Jahren mehr als halbiert. Wenn Coca-Cola nicht den Vorteil hätte, dass der Lebensmitteleinzelhandel nur ein relativ kleiner Bereich des Vertriebs ist, dann hätte es nicht gut ausgesehen mit Cola!

    @Buffett: "So we are looking for the businesses where what's in the mind is she kissed me, not where she slapped me."

    Das zeigt auch wie wichtig ein gutes Marketing ist. Alles wissen das - der Kunde muss zufrieden sein - aber die wenigsten beherrschen das, wie man selbst im Alltag immer wieder feststellen muss. Die wirklich erfolgreichen Unternehmen sind Meister darin. Nachfolgend füge ich einen Link zu einem Artikel aus dem Brand Eins Magazin ein, das ich sehr interessant fand. Es zeigt, wie man sich Wettbewerbsvorteile über ein richtiges Marketingkonzept erarbeiten kann - hier speziell mit dem Direktvertrieb - was zuallererst auch immer eine Frage des Managements ist.

    Link: http://www.brandeins.de/home/inhalt_...45122861051563
    \"Price is what you pay, Value is what you get\"

    (Warren Buffett)

  7. #7
    Erfahrener Valueist
    Registriert seit
    21.01.2002
    Ort
    Kiel
    Beiträge
    830

    Standard

    Und so dürfte Buffet mit der aktuellen Situation umgehen. Das folgende Zitat stammt aus 1991:

    The first question was "does the current recession change our attitude toward investing?" Doesn't changes it a nickel's worth. It will be by exactly the same yardsticks I used whenever the business cycle was at its peak. If the Chairman of the Federal Reserve called me tonight and said "I am really panicking and things are terrible" I don't care. We will do exactly what we were going to do tomorrow morning. The truth is, on balance, we will do more business when people are pessimistic. Not because we like pessimism, but because it makes for prices that are much more attractive. If you all have filling stations to sell in South Bend, I want to do business with whomever is most negative about filling stations. And that's were I'm gong to make the best buy. Times are really good, and times are really bad, over a period of time. We don't quit selling candy in July just because it isn't Christmas. We pay NO attention to economic forecasts. I don't' read anything. I read annual reports. But I don't read anybody.s opinion about what's going to happen next week, or next month, or next year.
    \"Price is what you pay, Value is what you get\"

    (Warren Buffett)

  8. #8
    Erfahrener Valueist
    Registriert seit
    21.01.2002
    Ort
    Kiel
    Beiträge
    830

    Standard

    Der Versuch Buffett's seine Investmentphilosophie in drei Worte runterzubrechen, hatte das Ergebnis: "Margin Of Safety". Ich glaube fest, dass die erfolgreichen Value-Investoren nicht deshalb so erfolgreich sind, weil sie die "besten" Investments machen. Sicher haben sie dank ihres Wissens, ihrer Urteilskraft und Geduld sehr gute Investments gemacht, aber was ist "gut"? Es gibt zahlreiche Investments, die gemessen an der Rendite besser waren. Ein wichtiger Punkt scheint mir der zu sein, dass diese Investoren wenig Fehler begangen haben. Das Vermeiden von Verlusten macht überdurchschnittlichen Renditen über längere Zeiträume erst möglich - kein Zufall, dass vom Zocken noch Niemand reich geworden ist. Dazu passen auch die zwei goldenen Regeln des Investierens von Warren Buffett: "Rule No. 1: Never loose money. Rule No. 2: Never forget rule No. 1." Und dazu gehört auch die Diszpliniertheit von Buffett, nur in das zu investieren, was er auch versteht und demnach einschätzen kann. Risikoneutralität führt also in die Sackgasse. Ein kluger Rat, den mir ein User von Value-Analyse mal gegeben hat, war der, dass ich als risikoaverser Anleger zuallererst die Risiken eines Investments betrachten muss, und dass ich, sofern ich die These nicht widerlegen kann, dass das Risiko zu meinen Ungunsten ausfällt, das Risiko auch zu meinen Ungunsten auslegen muss. Soll heißen, dass ich mich immer für das schlechtere zwischen zwei Szenarien entscheiden muss, wenn ich das schlechte Szenario nicht hinreichend widerlegen kann. Davor lief das bei mir so ab: Ich kaufte eine Aktie und wurde mit den Risiken konfrontiert, die dahinter steckten. Ich hatte mir auch meine Gedanken darüber gemacht, konnte die These für mich nicht widerlegen, und blieb weiter investiert. Anstatt zu verkaufen, ging ich folgendermaßen vor. Ich recherchierte weiter und weiter und fand allerlei positive Dinge zu dem Unternehmen, die mich in einem Halten/Kaufen noch bestärkten. Das fatale dabei: Ich hatte mit diesem Verhalten in die Rolle eines Verkäufers anstatt die eines Käufers begeben! Rödenthal sei dank, wurde ich eines besseren belehrt. Zum erfolgreichen Investieren gehören m.E. auch charakterliche Eigenschaften. Fehler sollte man dankbar annehmen, sein eigenes Handeln und Denken immer wieder überprüfen, gut zuhören und Eitelkeiten in Schach halten.
    \"Price is what you pay, Value is what you get\"

    (Warren Buffett)

  9. #9
    Neuer Benutzer
    Registriert seit
    13.04.2012
    Beiträge
    29

    Standard

    Hammer wie dieser Mann es immer wieder auf den Punkt bringt. Schuster bleib bei deinen Leisten!

  10. #10
    Neuer Benutzer
    Registriert seit
    19.04.2012
    Beiträge
    17

    Standard

    Lest unbedingt sein neustes Buch. Gibt zwar viele Sachen die er schon geschrieben hat, aber ein bisschen Repetition schadet ja nie.

Ähnliche Themen

  1. Zitate
    Von Dieter im Forum Small Talk
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 06.05.2002, 20:03

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •