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Thema: SKW Stahl-Metallurgie Holding AG

  1. #1
    Erfahrener Valueist
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    Standard SKW Stahl-Metallurgie Holding AG

    Guten Morgen,

    heute habe ich eine kurze Einschätzung vom "DaxVestor" zu einer meiner "neuen" Aktien, der SKW Stahl-Metallurgie Holding AG gelesen. Da diese Einschätzung auch eine kurze Vorstellung der Gesellschaft beinhaltet, stelle ich sie hier kurz rein.
    ____

    Die Stahlbranche hat während der letzten Jahre enorm vom Boom der Weltwirtschaft profitiert. Vor allem die schier unersättliche Nachfrage aus den aufstrebenden Märkten wie China und Indien haben die Branche nach oben getrieben. Kein Wunder also, dass die Aktien von ThyssenKrupp, Salzgitter und anderen Stahlherstellern kräftig nach oben anziehen konnten. Während aber die klassischen Stahlhersteller ein zyklisches Investment darstellen, dessen Wohl und Wehe vom Konjunkturzyklus abhängt, gibt es auch Aktueure, die von diesem Zusammenhang weniger abhängig sind.

    Eine dieser Firmen ist die SKW Stahl-Metallurgie. Das aus der SKW Trostberg, eine Degussa-Tochter, hervorgegangene Unternehmen produziert Entschwefelungs- und Sekundärmetallurgielösungen für die Stahlindustrie. Nach eigenen Angaben ist die SKW Stahl-Metallurgie Weltmarktführer bei der Entwicklung und Herstellung industrieller Fülldrähte mit Spezialchemikalien zur Herstellung von besonders hochwertigem Stahl. Der Konzern ist seit über 50 Jahren in diesen Geschäftsfeldern aktiv und unterhält Kundenbeziehungen in 35 Ländern, darunter in den wichtigen Wachstumsmärkten Russland, China, Indien und kleineren Zukunftsmärkten wie in der Türkei.
    Erst im Juli erfolgte mit dem Kauf des US-Mitbewerbers ESM Group ein wichtiger Meilenstein, mit dem SKW die Marktführerschaft in den Kernbereichen weiter ausbauen konnte. Die Erstkonsolidierung von ESM ist einer der Hauptumsatztreiber. Daneben soll das organische Wachstum in Russland und der Türkei einen weiteren Schub erzeugen. Bis 2009 soll der Umsatz um 28 Prozent p.a. zulegen.

    Die ESM-Aquisition war nicht der einzige Coup im Juli. Der bisherige Hauptaktionär, Arques Industries mit einem Anteil von 50,1 Prozent, hat am letzten Freitag mitgeteilt, dass sämtliche Aktien an institutionelle Investoren zum Kurs von 37 Euro je Aktie verkauft wurden. Die Nachfrage bei den Investoren sei außerordentlich hoch gewesen. Durch die vom Umfang her überraschende Transaktion steigt der Free Float der SKW-Aktien. Die Chancen auf eine Aufnahme in den Nebenwerteindex SDAX haben damit ebenfalls zugelegt.

    Seit Dezember 2006 ist SKW Stahl-Metallurgie im Prime Standard notiert. Seitdem konnte der Aktienkurs von 29 auf zeitweise über 42 Euro zulegen. SKW Stahl-Metallurgie ist ein interessantes Investment im Stahlsektor. Durch die Marktstellung und die Technologie ist die Zyklik im Vergleich zu den Stahlherstellern weniger ausgeprägt.
    _________

    Mit den Gewinnschätzungen aus dem Nebenwerte-Journal beträgt das KGV für 2008 nur rund 8. Darin sind die Effekte aus dem ESM-Deal noch nicht berücksichtigt.

    Aus meiner Sicht ein durchaus interessantes Investment.


    Gruß,
    JuliaPapa
    "Beware the investment activity that produces applause; the great moves are usually greeted by yawns" -- Warren Buffett

  2. #2
    Erfahrener Valueist
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    Standard

    Hallo, zusammen,

    aus dem tiefsten Bayern kommen gute Nachrichten:

    SKW Stahl-Metallurgie Holding AG: SKW Metallurgie mit dynamischem Wachstum im 2. Quartal

    Unterneukirchen, 14. August 2007. Die SKW Stahl-Metallurgie Holding AG konnte im 2. Quartal 2007 das dynamische Wachstum aus dem Vorquartal fortsetzen. Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahresquartal um 11% auf 56,1 Mio. EUR. Das EBIT (Ergebnis vor Steuern und Zinsen) wurde mit plus 17% überproportional stark von 3,8 Mio. EUR auf 4,5 Mio. EUR verbessert. Zum Halbjahr weist der Konzern kumuliert einen Umsatzanstieg von 7% auf 106,0 Mio. EUR und eine Verbesserung des EBITs um 78% auf 10,5 Mio. EUR aus.

    Dank des guten Geschäftsverlaufs im 1. Halbjahr und der sich abzeichnenden Fortsetzung des dynamischen Wachstumsverlaufs in der zweiten Jahreshälfte bestätigt der Vorstand die bereits kommunizierten Unternehmensziele (ohne Neuakquisition ESM). Diese liegen beim Umsatz in einer Spanne zwischen 210 und 230 Mio. EUR für 2007 und bei über 300 Mio. EUR für 2011. Beim EBITDA liegen die Erwartungen (ebenfalls ohne ESM) bei 18,5 bis 19,5 Mio. EUR für 2007 und bei 27 bis 33 Mio. EUR für 2011.

    Deutliches Umsatzplus trotz negativer Währungseffekte Der Konzernumsatz der SKW Metallurgie legte im 2. Quartal von 50,3 Mio. EUR auf 56,0 Mio. EUR zu. Ohne Währungseffekte hätte er sogar noch deutlich höher gelegen.

    ''SKW Metallurgie hat sein deutliches Umsatz- und Ergebniswachstum im 2. Quartal fortgesetzt. Auch für die 2. Jahreshälfte sind wir sehr zuversichtlich. Bereits ohne die für das 3. Quartal erwartete Erstkonsolidierung von ESM sieht SKW Metallurgie für das Gesamtjahr signifikante Verbesserungen'', so die Vorstandsvorsitzende der SKW Metallurgie, Ines Kolmsee.

    Die deutliche Steigerung des operativen Ergebnisses zeigt sich insbesondere in der von 21,3% auf 24,3% erhöhten Brutto-Marge des Konzerns. Das Ergebnis vor Abschreibungen, Ertragssteuern und Zinsen (EBITDA) wurde im 2. Quartal um 22% von 4,3 Mio. EUR auf 5,2 Mio. EUR erhöht. Zu dieser Steigerung trugen alle drei Segmente mit zum Teil deutlichen operativen Verbesserungen bei.

    Das EBIT lag mit 4,5 Mio. EUR um 17% über Vorjahr (3,8 Mio. EUR). Der kumulierte Halbjahreswert stieg dank der operativen Verbesserungen und des ''Bargain Purchase''-Effekts aus dem Quab-Erwerb um 78% auf 10,5 Mio. EUR und wäre ohne negative Währungseffekte sogar um 0,4 Mio. EUR höher ausgefallen. Der Vorsteuergewinn im 2. Quartal stieg von 3,7 Mio. EUR auf 4,4 Mio. EUR, und der Nachsteuergewinn erhöhte sich von 2,6 Mio. EUR auf 3,2 Mio. EUR. Bezogen auf 4.422.250 SKW Metallurgie Aktien ergibt sich hieraus ein Ergebnis je Aktie von 0,72 EUR für das 2. Quartal und von 1,91 EUR für das gesamte 1. Halbjahr. Ein sinnvoller Vorjahresvergleich ist nicht möglich, da SKW Metallurgie erst seit Mitte 2006 in der Rechtsform einer Aktiengesellschaft organisiert ist.

    Die Fokussierung auf margenstarke Geschäfte schlägt sich wie im Vorquartal im Segment ''Fülldrähte'' in einem leichten Umsatzrückgang um 1,5 Mio. EUR auf 37,5 Mio. EUR nieder. Dafür wurden das bereinigte EBIT um rund ein Drittel auf 3,3 Mio. EUR und die entsprechende EBIT-Marge von 6,4% auf 8,8% erhöht. Im Segment ''Pulver und Granulate'' stieg der Umsatz von 11,3 Mio. EUR auf 11,9 Mio. EUR. Der Segmentgewinn kletterte um rund 25% auf 0,8 Mio. EUR. ''Quab'' trug mit einem EBIT von 0,9 Mio. EUR im 2. Quartal ebenfalls zum positiven Konzernergebnis bei.

    Bilanzqualität im 2. Quartal verbessert SKW Metallurgie weist trotz der im 1. Halbjahr getätigten Akquisition von Quab für ein Industrieunternehmen eine überdurchschnittlich hohe Eigenkapitalquote von 58,4% (31.12. 2006: 59,6%) aus. Der Brutto-Cash-Flow wurde dank der guten Geschäftsentwicklung von 4,7 Mio. EUR auf 5,8 Mio. EUR verbessert.

    Anpassung der Jahresprognose für Mitte November vorgesehen SKW Metallurgie gab am 12. Juli den Erwerb der US-amerikanischen ESM Group bekannt. Durch diese Transaktion steigt das Unternehmen zum Weltmarktführer bei der Roheisenentschwefelung auf. Der Jahresumsatz von ESM beträgt rund 150 Mio. US-$ (davon rund 10 Mio. US-$ mit SKW Metallurgie). Der genaue Umsatz- und Ergebnisbeitrag von ESM für das Geschäftsjahr 2007 hängt jedoch von Zeitpunkt und Ergebnis der Erstkonsolidierung des Unternehmens ab. Diese kann erst nach dem Closing der Transaktion erfolgen, das für das 3. Quartal 2007 erwartet wird.

    SKW Metallurgie plant, seine Umsatz- und Ergebnisprognosen für dieses Geschäftsjahr mit der Bekanntgabe der Zahlen für das 3. Quartal - in denen ESM voraussichtlich erstmalig konsolidiert sein wird - am 12. November 2007 anzupassen.

    Dank des guten Geschäftsverlaufs im 1. Halbjahr und der sich abzeichnenden Fortsetzung des dynamischen Wachstumsverlaufs in der zweiten Jahreshälfte bestätigt der Vorstand die bereits kommunizierten Unternehmensziele (ohne ESM). Diese liegen beim Umsatz in einer Spanne zwischen 210 und 230 Mio. EUR für 2007 und bei über 300 Mio. EUR für 2011. Beim EBITDA liegen die Erwartungen (ebenfalls ohne ESM) bei 18,5 bis 19,5 Mio. EUR für 2007 und bei 27 bis 33 Mio. EUR für 2011. Den kompletten Quartalsbericht finden Sie auf der Internetseite: www.skw-steel.com

    Ansprechpartner: SKW Stahl-Metallurgie Holding AG Christian Schunck Fabrikstraße 6 84579 Unterneukirchen Deutschland Tel.: +49 8634-617596 Fax: +49 8634-617594 E-Mail: schunck@skw-steel.com Internet: www.skw-steel.com

    Über SKW Stahl-Metallurgie Holding AG SKW Metallurgie ist nach eigenen Marktstudien der Weltmarktführer bei zahlreichen chemischen Zusatzstoffen für die Roheisenentschwefelung und bei der Sekundärmetallurgie. Die Produkte des Unternehmens ermöglichen Stahlproduzenten die effiziente Herstellung hochwertiger Stahlprodukte. Zu den Kunden zählen die weltweit führenden Unternehmen der Stahlbranche. Der SKW Metallurgie Konzern kann auf mehr als 50 Jahre metallurgisches Know-how zurückblicken und ist heute in mehr als 35 Ländern aktiv. Ca. 47% der Umsätze werden in Europa, ca. 43% in der NAFTA-Region generiert. Die Gesellschaft ist außerdem ein führender Anbieter von Quab-Spezialchemikalien, die vorrangig in der weltweiten Produktion industrieller Stärke für die Papierindustrie eingesetzt werden. Das operative Geschäft der Gesellschaft gliedert sich in die drei Geschäftsbereiche ''Fülldrähte'', ''Pulver und Granulate'' und ''Quab''. Standorte des SKW Metallurgie Konzerns befinden sich in Deutschland, Frankreich, den USA, Südkorea, Japan und Indien (Joint-Venture). Am 12. Juli 2007 hat der Konzern die Übernahme der US-amerikanischen ESM Group bekannt gegeben; das Closing wird für das dritte Quartal 2007 erwartet. Die Aktien der SKW Stahl-Metallurgie Holding AG notieren seit dem 1. Dezember 2006 im Prime Standard der Wertpapierbörse in Frankfurt/M., Deutschland (ISIN DE000SKWM013).

    Wichtige Kennzahlen SKW Stahl-Metallurgie Holding AG (in Mio. EUR, soweit nicht anders angegeben)

    Q2 2007 Q2 2006 H1 2007 H1 2006 Umsatz 56,1 50,3 106,0 99,3 Gesamtleistung 56,8 49,7 107,9 100,3 Brutto-Marge 24,3% 21,3% 23,6% 20,0% EBITDA 5,2 4,3 11,8 6,8 EBIT 4,5 3,8 10,5 5,9 EBIT-Rendite 8,0% 7,6% 9,9% 6,0% Ergebnis vor Steuern 4,4 3,7 10,5 5,6 Nachsteuergewinn 3,2 2,6 8,4 3,8 Ergebnis je Aktie (EUR) 0,72 n/a 1,91 n/a Brutto-Cash-Flow zum 30.06. 5,8 4,7 30.6.2007 31.12.2006 Bilanzsumme 131,4 112,1 Eigenkapital 76,8 66,8 Nettofinanzvermögen 8,8 19,4 Eigenkapitalquote 58,4% 59,6% Q2 2007 Q2 2006 Mitarbeiter (Durchschnitt) 233 224


    Das liest sich doch gut, oder?

    Einen schönen Abend noch,
    JuliaPapa
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  3. #3
    Erfahrener Valueist
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    Auf der seite SES-Research gibt es eine neue Analyse zur SKW-Stahl-Metallurgie. Die Fundamentaldaten scheinen mir eher schwach zu sein. Von 2005 bis 2007 wurde im Durchschnitt ein Cashflow von nur 4 bis 5 Mio € erwirtschaftet. Das RoIC liegt bei 9%, was mit einiger Sicherheit darauf hindeutet, dass keine signifikanten Wettbewerbsvorteile bestehen.

    Hat jemand ne Ahnung, wie sich die hohen "Adj. Free Cashflow"-Zahlen herleiten? Das ist für mich nachvollziehbar.
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    (Warren Buffett)

  4. #4
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    Das Geschäft an sich ist zukunftsträchtig. Die Tonnagegschäfte mit Stahl waren in letzter Zeit eingebrochen. Hingegeben Bereiche mit Stahlanarbeitung und auch Forschung wie eben Metallurgie sind davon weitgehend unberührt, da sie komplex sind und für den wachsenden High-Tech-Bereich eine Rolle spielen.
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