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Thema: Mechanisches Investieren als Invesmentfonds

  1. #1
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    Standard Mechanisches Investieren als Invesmentfonds

    Hallo Volker und Andreas,

    habt ihr einmal darüber nachgedacht, die Strategien von O’Shaughnessy, Sheard, Buffet, Lynch und anderen Großmeistern in Form von Zertfifikaten, ETF´s oder günstigen Fonds abzubilden und damit einem breiten Publikum zu öffnen?

    Diese Produkte würden vielen Anlegern das Investment auch unter Kapitalallokations- und Timinggesichtspunkten riesig erleichtern. Man bedenke nur einmal die sich monatlich ändernden Timing-Einstufungen in der Watchlist von "Strategisches Investieren".

    Gerade vor dem Hintergrund der wohl nicht mehr abzuwendenden Abgeltungssteuer bekommt eine solche Initiative aus meiner Sicht außerordentlichen Charme.

    Bekanntlich müssen Direktanlagen in Aktien und Renten ab 2009 ja vom Privatanleger direkt versteuert werden Eine Fondsanlage jedoch (solange sie vor dem 01.01.2009 getätigt wurde) bleibt bis zum Fondsverkauf steuerfrei. Der Fonds selbst kann im Gegensatz zum Privatanleger unbehelligt vom Finanzplatz Depotpositionen kaufen, verkaufen, umschichten etc.). Besteuert wird erst beim Investor, so dass Fonds gerade unter Berücksichtigung des Steueraspektes aus meiner Sicht langfristig einen erheblichen Vorteil für Privatanleger bieten.

    Besten Gruß
    Fabian

  2. #2
    Administrator Avatar von Andreas Droege
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    Hallo Fabian,

    eine solche Idee hatten wir auch schon vor geraumer Zeit, wir waren sogar in der Schweiz und haben uns dort mit Fachleuten und einen Fachanwalt zusammengesetzt.
    Ich kann nur sagen, so einfach ist ein solches Vorhaben nicht. Zudem muss man einen geeigneten Partner (Emittent, Fondsgesellschaft usw.) finden. Diese tun sich aber noch schwer bei solchen Vorhaben, insbesondere wenn man nicht gleich eine Gruppe von Anlegern im Rücken hat, die einen Teil des Anfangskapitals stellen.

    Ich möchte aber für die Zukunft nicht ausschließen, dass wir doch noch so einen Schritt wagen, man wird sehen.

    Zitat Zitat von Fabian Beitrag anzeigen
    Man bedenke nur einmal die sich monatlich ändernden Timing-Einstufungen in der Watchlist von "Strategisches Investieren".
    Ich finde die Veränderungen gar nicht so gravierend, denn Ziel muss es nicht sein, JEDE Empfehlung auch wirklich zu kaufen. Vielmehr sollte der Leser/Anleger das vorgestellte Unternehmen „toll“ finden, also unsere Meinung teilen und nur solche Unternehmen kaufen, die für ihn nachvollziehbar sind.

    Zudem geben wir ja noch eine Depotaufteilung vor, also der Mix aus den verschiedenen Strategien. Sicherlich wird der ein oder andere Wert auch mal ausgestoppt, denn Kapitalerhalt geht bei uns vor Rendite.

    Im Allgemeinen sind die Bewegungen eines Depot aber überschaubar und unsere Erfahrung zeigt, dass die Leser nun sogar weniger handeln (traden) als sie das vorher ohne Strategisches-Investieren taten.

    Viele Grüße
    Andreas

  3. #3
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    Hallo Andreas,

    danke für die Antwort. Grundsätzlich denke ich auch, dass die Modelle von "Strategisches Investieren" von Privatanlegern nachvollzogen werden könnten - jedoch hat man natürlich in einem Fonds aufgrund des hohen Kapitalstocks ganz andere Diversifikationsmöglichkeiten und aufgrund eurer vorliegenden Datenbasis u. U. auch schnellere Handlungsmöglichkeiten als bei einer monatlichen Erscheinung.

    Bezüglich der Fondsauflegung würde ich mich auch nicht unbedingt in der Schweiz umschauen. Die steht mit Deutschland seit Jahren fiskalisch auf Kriegsfuß und aufgrund der fehlenden EU-Mitgliedschaft gibt es ein Bündel an Regularien.

    Interessant finde ich das jüngst initiierte Luxemburger-Modell. Anbei ein entsprechende Link aus einem Artikel des Manager Magazins:

    "Steuerschlupfloch - Der große Clou"

    http://www.manager-magazin.de/geld/g...466362,00.html

    Obiges Modell bietet eine relativ einfache und unbekratische Möglichkeit für Einzelpersonen oder Gruppierungen, einen in Luxemburg ansässigen Fonds aufzulegen.

    An Eurer Stelle würde ich einmal Kontakt zu Axxion aufnehmen. Das ist ein erst 2001 gegründeter, noch junger Diensleister zur Auflegung von Investmentfonds und hat in dieser Zeit bereits 70 Mandate erhalten:
    http://www.axxion.de/

    Einen anderen Weg ist Sven Lorenz gegangen. Er ist auch ein von mir geschätzter Aktienpublizist, der mit Unterstützung des Bankhauses Hauck und Aufhäuser einen Fonds, den UP Centurion, aufgelegt hat. Dieser ist mit einem Anlagevolumen von ~ 1,5 Millionen € auch äußerst überschaubar:
    http://www.hauck-aufhaeuser.lu/haig/...0207088757.pdf

    Einen anderen Weg ist Stefan Laxhuber gegangen. Er hat den ziemlich erfolgreichen Börsenbrief "Ostinvestor" herausgegeben. Da dieser vor allem in osteuropäischen Ländern anlegt, die dem Privatinvestor teilweise verschlossen bleiben, hat er mit der Oaklet GmbH ein Zertifikat aufgelegt, mit welcher die Investitionen direkt nachvollzogen werden können. Oaklet ist ein auf die Auflegung von Zertifikaten spezialisiertes Unternehmen:
    http://www.oaklet.de/
    http://www.ostinvestor-zertifikat.de/

    Oaklet und Axxion gehören übrigens beide zum Beteiligungskreis von PEH, einem der größten unabhängigen Vermögensverwalter Deutschlands.

    Ebenfalls interessant fand ich diese Diskussion:
    http://www.gomopa.net/Finanzforum/St...ngssteuer.html

    nur mal als kleine Anregung gedacht....

  4. #4
    Valueist
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    Hallo Fabian,

    Die Huber Portfolio AG (http://www.huber-portfolio.de/)
    ,die übrigens im Besitz des ehmaligen PEH-Gründers Peter E. Huber ist, vertreibt den StarCap Priamos - Fonds, der genau die quantitative mechanische Valuestrategien umsetzt, die du suchst.


    Der UP Centurion hat früher schon mal über 4Millionen € verwaltet. Offensichtlich ist Geld abgeflossen. Bei dem derzeitigen Volumen wird die Kostenbelastung extrem sein. Alleine ohne Performancegebühren dürfte die TER (Kostenquoute) über 5% liegen! Die Performancegebühren (im Falle UP Centurion einfach 10% vom Wertzuwachs) dürften die Gesamtkostenbelastung auf beinahe 10% pro Jahr heben. Unter diesen Blickwinkel ist die Performance von Sven Lorzenz gar nicht mal so schlecht

    Gruß tt

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