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Thema: PC-Spezialist

  1. #1
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    Hallo Board,

    bin eher zufällig auf diese Internetseite gestossen und bin echt begeistert von den Informationen und dem Umgang der Leute untereinander. Endlich mal eine vernünftige Plattform mit vernünftigen Leuten und dem gleichen Ziel *

    Nun, ich habe einige Bücher über fundamental-Analysen gelesen und denke das dies ein vernünftiger Ansatz zur Bewertung von Aktien ist. Allerdings, möchte ich mich mal eher als Anfänger dieser Materie bezeichnen.

    Gleichzeitig möchte ich euch aber auch eine für mich interessante Aktie vorstellen. Es handelt sich hierbei um einen Neuen Markt-Titel, der da meiner Meinung nach wenig zu suchen hat – PC-Spezialist.
    _

    Wahrscheinlich passt dieses Unternehmen nicht in dieses Board da die Daten „nur“ bis 1996 zurückreichen (6 Jahre) und mann die vergangene Unternehmensleistung nicht unbedingt auf die Zukunft übertragen sollte.

    Habe trotzdem mal versucht unter Value Aspekte die PC-Spezialist (Abk. PCS) zu untersuchen.

    Die EKR bewegte sich von 1996-2001 zwischen 13% und 89%. Die durchschnittliche EKR beträgt 27,75 % (höchsten und niedrigsten Wert habe ich dabei ausgeschlossen).

    Die Eigenkapitalquote beträgt derzeit rund 80% und das Unternehmen ist nahezu schuldenfrei.
    Leider habe ich keine Angaben zu den Sachinvestitionen. (Diese dürften meiner Ansicht nach nicht sonderlich hoch sein, da es sich um kein produzierendes Unternehmen handelt).

    Die Umsatzrendite (netto) beträgt 23,9% was mir als ausgesprochen hoch erscheint (Vorjahr 11,7%). Der gemittelte Wert beträgt 14,15% (wobei der Höchst- als auch der Niedrigstwert wieder ausgeklammert wurde)

    Das geometrische Gewinnwachstum beträgt 33%

    Die Aktie wird meiner Ansicht viel zu niedrig gehandelt so beträgt das KGV von 2001 gerade mal 10,8 bei einem Kurs von 9,5 Euro.

    Insgesamt hat in Deutschland jeder 3te einen Computer. Dies ist im Ländervergleich geradezu niedrig. PCS will seine Stores nun auch Europaweit ausbreiten. In Deutschland sind sie nach eigenen Angaben marktführend. Vor allem von dem Einkaufsverbund erwarte ich eine weiterhin starke Zuwachsrate. Zudem handelt es sich bei Computer um relativ schnellebige Güter (Gleichstand = Rückschritt), so dass auch hier weiterhin mit Nachfrage gerechnet werden kann.

    Was meint Ihr zu diesem Unternehmen?

  2. #2
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    Hier noch eine Beschreibung zu PCS von Marketone:

    Die Tätigkeit der PC- Spezialist Franchise AG konzentriert sich auf zwei Geschäftsbereiche: Das Franchising und die Einkaufsgemeinschaft Microtrend.

    PC-Spezialist fungiert als IT- Dienstleister für seine Kunden, den Franchise-Nehmern. Die Leistungen der Gesellschaft drücken sich darin aus, daß auf der einen Seite die Marketing- und Vertriebsaktivitäten der Franchise-Nehmer unterstützt werden und auf der anderen Seite bei den Herstellern von PC Soft- und Hardware die Einkaufskonditionen der PC-Spezialist Franchise-Nehmer und Microtrend Partner optimiert werden.

    Unter der Dachmarke "PC-Spezialist" vergibt sie Franchise-Lizenzen im Computereinzelhandel an Existenzgründer und Fachhändler und liefert ein vollständiges Konzept für die Beschaffung und den Absatz von Personalcomputern, Notebooks, sonstiger Hardware, Software sowie Zubehör einschließlich eines Organisationskonzepts.

    Franchising ist ein vertikal/kooperativ organisiertes Absatzsystem rechtlich selbständiger Unternehmer. Dieses System tritt am Markt einheitlich auf und wird einerseits durch das arbeitsteilige Leistungsprogramm der einzelnen Systempartner und andererseits der Gesellschaft sowie durch ein Weisungs- und Kontrollsystem eines systemkonformen Verhaltens geprägt.

    In den Franchiseverträgen sichert sich die Gesellschaft weitgehende Steuerungs- und Kontrollmöglichkeiten und räumt den Franchise-Partnern Nutzungsrechte an Schutzrechten und Know-how ein. Im Gegenzug verpflichtet sich die Gesellschaft zur Ausbildung, zur laufenden aktiven Unterstützung des Franchise-Partners und zur ständigen Weiterentwicklung des Konzeptes.

    Die Franchise-Partner sind in eigenem Namen und auf eigene Rechnung tätig. Sie sind berechtigt und verpflichtet, das Franchise-Paket gegen Entgelt zu nutzen. Der Vertrieb der genannten Produkte erfolgt bundesweit in Franchise-Stores sowie in einem Franchise-Store in Luxemburg. In den Betrieben der Franchise-Partner werden auf dem Franchisekonzept basierend Computer Hardware und Zubehör kundengerecht und individuell erstellt und konfiguriert.

    Neben dem Unternehmensbereich Franchising betreibt die Gesellschaft unter dem Namen "Microtrend" eine Einkaufsgemeinschaft für in Deutschland ansässige IT-Markteilnehmer. Wesentlichstes Merkmal für die Mitglieder von Microtrend ist der Bezug von Waren zu den von der Gesellschaft mit den Lieferanten ausgehandelten Einkaufspreisen. Die Bündelung von Einkaufsbestellungen ermöglicht der Gesellschaft, Verträge zu Großhandelspreisen ohne Mindestabnahmemengen abzuschließen.

  3. #3
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    Hallo,

    hat sich sonst nochmal einer die Mühe gemacht diesen Wert zu beobachten.
    Bei dieser Aktie gab es wirklich sehr günstige Einstiegsgelegenheiten. Mittlerweile hat Sie ein Alltime-Hoch erreicht. Das KGV und die Wachstumsaussichten sind immer noch hervorragen.

    Die Aktie ist nu breit gestreut, da in den letzten Wochen viele Institutionelle gekauft haben.

    Eure fachkundige Meinung würde mich interessieren

    Grüsse
    Claus

  4. #4
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    hallo claus,

    wo siehst du die wachstumsaussichten ?

    gruß

  5. #5
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    Ich persönlich beurteile die Wachtumsaussichten nach wie vor als gut.
    Die Eintrittbarieren in diesen Markt sind sehr hoch. Der Einkaufsverbund sorgt für günstige Preise und hält somit Wettbewerber fern.
    Man darf hier nicht den Fehler machen, die Computer mit Aldi-Rechnern zu vergleichen. Nicht das die Computer bei PCS besser sind, aber hier wird eben noch eine vernünftige Dienstleistung angeboten. Und nicht jeder Verbraucher ist ein Experte.
    Grundsätzlich ist alles eine Frage der Vermarktung.
    Weiterhin sollte man auch bedenken das die PCS nicht nur Rechner vertreibt. Es entwickelt sich jetzt gerade ein kleiner Boom mit Beamern für Kinofeeling zu Hause.
    Ich denke es wird in Zukunft immer wieder irgendwelche Dinge geben, welcher der Verbraucher haben will.

    Aber interessant finde ich vor allem die Bilanz und das eigenständige Auftreten am Markt. Ich kenne kaum ein Unternehmen welches so vorsichtig agiert. Während der Boomzeit, wollte jedes Unternehmen durch Zukäufe schnell wachsen. Dies hat in den meisten Fällen nicht geklappt.
    Ich denke das ist ein Pluspunkt für das Management.

    Gruss
    Claus

  6. #6
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    Habe mir heute auch mal die Bilanzen aus 2003 angeschaut.
    Auffallend ist der gestiegene Umsatz um ca 25%. Der Gewinn aus dem operativen Geschäft ist dagegen gerade ma 1,9% gewachsen.
    Die Personalkosten und Materialkosten sind gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen und haben das Ergebnis maßgeblich beeinflusst
    So wie ich aus der Bilanz ersehen konnte hatte PC-Spezialist auch Rückstellungen aufgelöst und hat (meiner Meinung nach)damit den Gewinn im Rahmen des erlaubten etwas modifiziert. Auch die Verbindlichkeiten und Forderungen sind deutlich angestiegen. Die liquiden Mittel betragen rund 33% der Bilanzsumme. Insgesamt ist PCS sehr solide finanziert. Die EK-Quote beträgt 81%.
    Die messbaren Qualitätskriterien werden fast alle erreicht. Die EKR beträgt rund 19%.
    PCS muss nicht viel investieren um Gewinne zu erwirtschaften. Das Verhältnis Sachinv/Cashflow beträgt 9,75%.

    Eigentlich ist PCS ein solides Unternehmen. Jedoch ist das Gewinnwachstum sehr gering und beträgt durchschn. 5% (letze 3 Jahren). Und hat sich somit deutlich abgeschwächt.
    Betrachtet man den geo Wachstum aus den letzten 5 Jahren so ist ein Wachstum von 25% ersichtlich.

    Ob PCS bei besserer Konjunktur Ihre Gewinne nachhaltig steigern kann ist hier wohl die entscheidende Frage. Dies wird zukünftig sicherlich nicht einfach sein.



    Gruß
    Claus

  7. #7
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    Nun ich habe etwas an der Analyse weitergearbeitet.
    Die aktuelle Sicherheitmarge beträgt rund 52%

    Folgende Werte wurden zugrundgelegt
    NCF 2624
    NCF-Wachstum: 10%
    Diskontsatz: 8%

    Damit liegt die Sicherheitmarge im Mittel. Es gab in 2002 eine Sicherheitmargen von 246%
    Und im Jahr 2001 eine Sicherheitsmarge von 103%

    Das Signal 2 beträgt 7%
    Gewinn (erwartet) 0,8
    Wachstumsrate 10%
    KGV: 12

    das durchschnittliche KGV aus der Vergangenheit lag alllerdings um einiges höher (22,9). Da der Kurs vor allem in der Boomphase sehr schwankte. Aus diesem Grunde habe ich das KGV aufgrund der beschränkten Wachstumsaussichten auf 12 gesenkt.

    Das Signal 3 (EKR): ergibt einen Wert von 29%.
    dEKR: 19%
    EK/Aktie: 4,2
    einbehaltene Gewinne 60%

    Auch hier habe ich eher konservativ bewertet.

    Es wir deutlich das PCS vor allem in 2001 und 2002 ein Kauf war. Derzeit würde ich PCS als Halteposition sehen.

    Grüße Claus

  8. #8
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    Hallo,

    es wurde ja bereits Einiges über PC-Spezialist gesagt, dennoch genießt dieser Thread ein Schattendasein. Zu Unrecht, wie ich finde. Mit dieser Kurzanalyse möchte ich mein neues Investment PC-Spezialist vorstellen:

    Profil: Die PC-SPEZIALIST Franchise AG hat zwei Geschäftszweige. Zum einen ist das Unternehmen im IT-Franchising (PC-Spezialist) tätig und zum anderen auch Systemzentrale der größten PC-konzentrierten Handelskette in Deutschland (Microtrend).

    1) PC-Spezialist:

    Im Franchise-Bereich werden Franchise-Lizenzen an selbstständige Unternehmer vergeben, die unter der Marke PC-Spezialist, IT-Stores eröffnen können. Die PCS-Franchisenehmer haben Wettbewerbsvorteile gegenüber dem Groß des IT-Fachhandels (z.B. in der Beschaffung durch Einkaufsvorteile und Verhandlungsmacht gegenüber Lieferanten, keine Lagerhaltung, fachliche Kompetenz, guter Kundenservice, die Marke usw.), was sich in einer deutlich unterdurchschnittlichen Insolvenzquote von ca. 5% zeigt, bezogen auf die PCS-Stores in Deutschland ohne Stützpunkthändler müsste sie eher bei 2 bis 3% liegen. Im IT-Fachhandel liegt die Insolvenzquote bei 15%. Franchisenehmer können zwar nicht reich werden, aber sie verdienen i.d.R. Geld, das so wörtlich „in Bezug auf den Aufwand angemessen“ ist und wenn sich der Store behauptet, was zu mehr als 95% der Fall ist, haben die Franchisenehmer einen Job auf Lebenszeit und sind dann m. E. ihr eigener Chef. Es gibt also durchaus Gründe, sich PC-Spezialist anzuschließen, jährlich gehen etwa 3.000 Bewerbungen ein). Das hat sich in der Vergangenheit in einem mehr oder weniger starkem Wachstum manifestiert, was zusätzlich durch den Boom von 99 - 01 angeheizt wurde sowie durch eine Übernahme in Österreich, der sich als fehlgriff erwiesen hat. Dann ist jedoch eine Bereinigung eingetreten und die Partnerzahlen haben sich in den vergangenen Jahren verringert.

    Partnerzahlen von PC-Spezialist:

    1995: 50
    1996: 48
    1997: 64
    1998: 81
    1999: 98
    2000: 142
    2001: 130
    2002:126
    2003: 115 (ohne Mover)
    2004e: 101 (o. M.)

    Wenn man genauer hinschaut sind es jedoch zum Großteil Stützpunkthändler (übernehmen das PCS-Geschäftsmodell nur z. T. auf Zeit) gewesen, die für die AG wenig wirtschaftlich sind und hinzu kommen die übernommenen Stores in Österreich. Bezogen auf Deutschland haben sich die Partnerzahlen in den vergangenen drei Jahren wie folgt entwickelt:

    -------------------------------------------2001--2002--2003--2004e
    N-Stores (1,5 – 2,5 Mio Umsatz):-----40-----45----51-----60
    C-Stores (2,0 – 4,0 Mio Umsatz):-----27-----23----25-----25
    XL-Stores (3,5 – 6,0 Mio Umsatz):-----5-----5-----5------4
    Gesamt: --------------------------------72-----73----81-----89

    Außerdem:
    Stützpunkthändler:--------------------58-----53----23-----9
    Stores in Österreich: ------------------22-----25----8------2

    In Luxemburg müsste auch noch ein Laden sein. Hinzu kommen auch noch die sog. Mover, die ich erstmal nicht weiter beachte und folglich in den obigen Zahlen nicht drin hab.

    Für Deutschland sind langfristig rund 300 Stores geplant, was nicht unrealistisch ist, wobei dieses Ziel bei einem Store-Wachstum von derzeit rund 8% in Deutschland jedoch noch länger auf sich waten lassen sollte. In diesem Jahr wird zudem der Startschuss für die Auslandsexpansion fallen, wenn PC-Spezialist zunächst unter eigener Führung einen Laden in Wien eröffnet, der dann als Vorzeigeobjekt für weitere Stores dienen soll. Es handelt sich hierbei jedoch um einen neuen Store-Typen, der neben PCs auch Produkte rund um das Thema Unterhaltungselektronik anbietet. Diese beiden Segmente wachsen ja zunehmend zusammen und die Sache wird zunehmend komplexer, was ein Store in dieser Richtung nicht abwegig erscheinen lässt. Zudem hätte so ein Store eventuell den Vorteil von Cross-Sellings, wenn sich die loyale Kundschaft, die sich ein Store erarbeitet, auch für andere Produkte interessiert und nicht nur für den PC. In der Theorie klingt das nicht schlecht, aber ob das ein Erfolg wird steht wohl noch in den Sternen. Sobald der Store rentabel ist, ist dann der Eintritt in einem anderen europäischen Land nach dem selben Muster geplant. Aufgrund der Unklarheit der Wachstumsperspektiven im Ausland habe ich diese in meinen Prognosen nicht weiter beachtet.

    2) Microtrend:

    MIcrotrend ist Marktführer (-> Wettbewerbsvorteil) im Segment der Einkaufskooperationen für den IT-Fahchandel. Microtrend bietet seinen Mitgliedern Wettbewerbsvorteile in der Beschaffung sowie Marketing-Dienstleitungen, was die angeschlossenen Stores wettbewerbsfähiger macht und das Insolvenzrisiko von derzeit 15% im IT-Fachhandel erwiesenermaßen (Studien) schmälert. Die Leistungen von Microtrend werden nun deutlich ausgebaut werden (EGIS). Derzeit zählt Microtrend 1.122 Partner. Das Partnerwachstum hat sich enorm verlangsamt, nachdem PC-Spezialist die Zugangsbedingung verschärft hat. Man will nun verstärkt qualitativ wachsen. Die langfristigen Wachstumsperspektiven stehen aber außer Frage, da rund 80% aller IT-Fachhändler unorganisiert sind und der Druck auf den IT-fahchandel stetig zunimmt (derzeit haben wir z.B. ein Negativ-Saldo von rund 7% p.a. bezogen auf die Anzahl der IT-Läden in Deutschland, sprich 15% werden insolvent, aber nur 8% kommen nach). Im Bereich der Unterhaltungselektronik dagegen liegt die Quote der unorganisierten Fachhändler bei gerade mal 15%.

    Die Partnerzahlen von Microtrend haben sich wie folgt entwickelt.

    1995: 34
    1996:108
    1997:138
    1998: 251
    1999: 396
    2000: 574
    2001: 784
    2002: 900
    2003: 1.117
    2004e: 1225

    Fundamentals:

    Die PC-Spezialist Franchise AG arbeitet hochprofitabel. So belief sich die Netto-Gewinnmarge in den vergangenen 7 Jahren auf durchschnittlich 25%.
    Die Kapitalrendite (RoIC) liegt bei phänomenalen 90%! Das Unternehmen kann daher einen Großteil seiner Gewinne an die Aktionäre ausschütten. Rund 90% der Gewinne sind frei, was so viel heißt, dass sich die Free Cash Flow Marge mehr als 20% beträgt, ne achte Cash-Maschine also. Im letzten Jahr wurden 89 Cent je Aktie (bereinigt um einmalige Steuereffekte) verdient, wovon 40 Cent ausgeschüttet wurden. Zudem wurden bereits 10% der Aktien in diesem Jahr zurückgekauft. Ich rechne damit, dass sich die Ausschüttungsquote für dieses Jahr erhöht und noch einmal bis zu 10% der Aktien zurückgekauft werden, was PC-Spezialist locker aus dem Cash Flow und Barmitteln finanzieren kann. Zu welchem Preis das Unternehmen Aktie zurückkaufen kann zeigt folgende DCF-Prognose:

    Gewinn je Aktie in 2004e: 80 Cent
    Free Cash Flow je Aktie in 2004: 80 Cent * 0,9 = 72 Cent

    Wachstum FCF 1 -6 Jahre: 7%
    Wachstum FCF 7 -12 Jahre: 4%
    Wachstum FCF ewig: 1,5%

    Diskontierungsfaktor: 9%

    Barwert der FCFs: 14 Euro je Aktie
    Bankverbindlichkeiten: Keine
    Überschüssige Liquide Mittel: ca. 1 Eur je Aktie

    Innerer Wert: 15 Eur je Aktie


    Grüße
    PoP
    \"Price is what you pay, Value is what you get\"

    (Warren Buffett)

  9. #9
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    Hallo Prince,

    mittlerweile sehe ich PCS nicht mehr ganz so positiv. Zwar ist die Bilanz eine Augenweide. Aber das Management lässt bei mir Zweifel aufkommen. Ich habe meinen Aktienbestand deshalb aufgelöst.
    Wie Du an den unteren Postings siehst war ich recht früh in PCS investiert. Ein Grund war das bisherige Gewinnwachstum. Irgendwie hat da PCS in letzter Zeit etwas verschlafen. Das Wachstum ist praktisch null.
    Allerdings glaube ich, sind Kurse um die 8,00 Euro recht günstig.

    Das Managment täte jedoch gut daran, das Kapital an die Anleger auszuschütten, da es PCS bisher nicht gelungen ist das EK weiter sinnvoll einzusetzen.
    Seit Jahren hat PCS einen großem Teil in der Kasse. Da frage ich mich, kann man das nicht besser einsetzen?
    Statt dessen wird nun versucht sich selber zu belohnen (mit Hilfe von Aktienoptionen. Dies kann nicht im Interesse der Anleger sein. Mir ist das Management nur wenig vertrauenswürdig.

    Was hat PCS in den letzten 24 Monaten erreicht?

  10. #10
    Erfahrener Valueist
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    Hallo ClausJ,

    ich hatte PCS vor ein paar Monaten schon für 12,x gekauft und danach ebenfalls recht schnell wieder verkauft. Die Gründe waren dieselben, die Du nanntest.

    Zum Management: Ich denke man sollte da unterscheiden. Ich habe mich da inzwischen etwas schlauer gemacht und betrachte die Sache etwas differenzierter. Ich würde heute nicht mehr sagen, dass das Management nicht vertrauenswürdig ist. Der Führungsstil ist nur bislang nicht ganz im Einklang mit den Aktionärsinteressen gewesen. Ich glaube jedoch nicht, dass dies so weitergeht. Zur Gewinnverwendung erzählte mir der Vorstand von einigen Projekten, darunter EGIS, die Pilotstores im Ausland, eine mögliche Akquisition im Bereich der Einkaufkooperationen etc. Nach diesen Investitionsprojekten bleibt aber immer noch Cash übrig, die das Management für Dividenden und Aktienrückkäufe benutzen kann. Ich glaube nicht, dass das Management weiter daran interessiert ist, Bankkontorenditen zu erzielen. Wie Du siehst haben sie schon den 1. Schritt gemacht und 10% der Aktien eingezogen. Auch kann ich mir gut vorstellen, dass sie die Ausschüttungsquote erhöhen oder eine Sonderdividende zahlen und nächstes Jahr weiter Aktien einziehen. Betrachtet man z.B. das Aktienoptionsprogrammen etwas differenzierter, kann man darauf schließen, dass sich das Management in puncto Gewinnverwendung schon anstrengen muss, da der Ausübungspreis 12 Euro je Aktie beträgt. Zu guter Letzt hat man eine neue Aktionärstruktur, die selbst auf eine Änderung der Gewinnverwendung drängt und wenn es darauf ankommt auf der Hauptversammlung das Ein oder Andere bewirken kann. Letzen Endes gäbe es die Aktie auch nicht so billig, wenn der Führungsstil schon immer anders gewesen wäre.

    Zur Performance: Das Gewinnwachstum der letzten Jahre war in der Tat praktisch gleich null. Wie ich dargestellt habe waren zum einen die Partnerzahlen bei PC-Spezialist rückläufig und zum anderen lief es bei Microtrend mit dem Ertragswachstum nicht mehr so dolle, weshalb die Zugangsbedingungen verschärft wurden. Zu diesem Umstand kam noch erschwerend hinzu, dass die Umsätze in der gesamten IT-Branche vom Jahr 2000 bis zum Jahr 2003 um 30% gesunken sind und erst seit 2003 wieder einen Boden gefunden haben. Das lässt PCS natürlich nicht kalt.
    Ohne Wachstum ist PCS nun recht anfällig auf weiteren Umsatzschwund, der sich ja im Einzelhandel aufgrund der miserablen Konsumstimmung erneut abzeichnet, zumal die Fixkosten auch nicht gering sind - daher auch die "halbe" Gewinnwarnung. Mit 9 Stores haben wir jedoch ein Storewachstum von 8% bzw. ein Umsatzwachstum von ca. 6% bezogen auf den Franchisebereich und da ist auf der Ertragsseite auch wieder Luft nach oben. Erschwerend kommt für dieses Jahr hinzu, dass die Storeeröffnungen in das 4. Quartal fallen, aber es kommt ja auch nicht auf einen Jahresabschluss an. Mit diesem Storewachstum kann PCS schwächere Konsumjahre überkompensieren und auch Microtrend hat nach wie vor Wachstumspotenzial. Vom Partnerwachstum abgesehen dürfte es bei Microtrend schon im nächsten Jahr zu einer spürbaren Ertragsbelebung kommen. Bei Microtrend wird ein Großteil der Lieferantenprovisionen einfach nicht erfasst. Nun bietet Microtrend seinen Partnern ein neues Online Informationssystem (EGIS) an, mit dem sie tagesaktuelle Preis und Verfügbarkeiten abfragen können. Für die Partner bedeutet das teilweise eine enorme Zeitersparnis, weil sie sich bislang durch verschiedenste Systeme der verschiedenen Lieferanten durchwühlen müssen um die günstigsten Angebote zu bekommen. Bestellungen die über EGIS laufen werden auch erfasst. Die Lieferanten sind schon angeschlossen und ich bin zuversichtlich, dass sich auch viele Partner anschließen. Der Grund für meine Zuversicht: der Service ist kostenlos!

    Grüße
    PoP
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    (Warren Buffett)

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