Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Die Aktienanalyse
strebelh
25.07.2003, 15:51
Sehr geehrter Herr Gelfarth
Hallo Volker /Filipina
Habe "Die Aktienanalyse" zur Ansicht erhalten. Sieht sehr gut aus. Bei einer ersten Durchsicht habe ich jedoch keine Angaben zum "Inneren Wert" der Unternehmen entdeckt.
Habe ich das übersehen?
Hat das eventuell einen Grund?
Wäre doch eine wichtige Entscheidungshilfe bei der Suche nach "Topqualität zum günstigen Preis" oder?
Kann mir jemand weiterhelfen?
DANKE!
strebelh *http://www.value-analyse.de/iB_html/non-cgi/emoticons/smile.gif
Hallo strebelh
Wie soll den der Wert eines Unternehmens so einfach angegeben werden? Letztendlich kann man doch nur versuchen ihn zu Schätzen. Ich kenne kenne der das genau kann.
Aber darüber Diskutieren wir hier eigentlich die letzen Jahre.
Nim mall die Discounted Cash Flow Methode da können wir über Wachstums Raten Philohofieren und wenden zu keinem Ergebnis kommen. Leder ist z. B. das System bei Banken gar nicht an wend bar.
Grüsse
Jo
strebelh
26.07.2003, 07:54
Hallo Jo
Ich meine nach der "DCF" Methode wie sie auch Volker Gelfarth in seinen Büchern (Kooperationen) beschrieben hat. (Uebrigens auch W. Buffet) Natürlich gibt das keine 100% Sicherheit. Aber es ist zusammen mit anderen Faktoren eine wichtige Entscheidungshilfe, langfristig.
Wenigstens für mich http://www.value-analyse.de/iB_html/non-cgi/emoticons/smile.gif
Gruss
strebelh
PS: Wäre schön hier ein Feedbach von Volker oder Filipina zu lesen, da Sie ja auch Analysen schreibt.
prince of persia
26.07.2003, 12:40
Hallo strebelh,
der faire Wert ist durchaus eine wichtige Entscheidungshilfe. Aber ein fairer Wert kann kaum objektiv beruteilt werden. Je nachdem, welche Wachstumsraten man annimmt oder mit welchen Zinssatz man diskontiert, kann man auf völlig unterschiedliche Werte kommen.
Ich denke es wäre daher Keinem geholfen, wenn Analysten einen fairen Wert ermitteln. In Wirklichkeit muss das wohl Jeder für sich selbst entscheiden. Die Aktien-Analyse bietet alle dafür nötigen Fundamentaldaten. Dann liegt es an Deinem persönlichen Ermessen, was ein Unternehmen für Dich wert ist.
Sollte es noch an der Umsetzung hapern, können wir Dir gerne ein Excel-Sheet zuschicken.
Viele Grüße
Arman
strebelh
26.07.2003, 13:37
==>Ich denke es wäre daher Keinem geholfen, wenn Analysten einen fairen Wert ermitteln
Warum wurde dann eine DCF Methode entwickelt?
Es ist mir klar, dass diese Methode auf den erwarteteten zukünftigen gewinnen basiert.
Daher ist es bei einer Analyse auch wichtig mit welchen Gewinnen und welchem durchschnittlichen KGV gerechnet wurde.
Wenn das offengelegt wird kann ich mir ja immer noch selber überlegen ob die Annahmen realistisch sind, oder?
Gruss
strebelh
PS: Wenn ich die Zeit hätte alles selber zu machen bräuchte ich auch keine "Aktienanalyse" im Abo http://www.value-analyse.de/iB_html/non-cgi/emoticons/smile.gif
borsheims
26.07.2003, 18:16
Hallo strebelh,
bei der Mehrzahl der Unternehmen wird man aufgrund ihres unstetigen Geschäftsverlaufs den den Inneren Wert nicht hinreichend genau bestimmen können. Buffett kann das auch nicht und daher beschränkt er sich auf Unternehmen, bei denen er das kann. Eine grundsätzliche Angabe des Inneren Wertes stellt aus dem genannten Grund auch keine zusätzliche Entscheidungshilfe aus Anlegersicht dar.
Grüße
Borsheim´s
Hallo strebelh
Wie schon Borsheim geschrieben hat, ist es bei den meisten börsennotierten Unternehmen eigentlich nicht möglich, den inneren Wert über den DCF zu bestimmen.
Da man den CF auf Jahre hinaus bestimmen und deshalb auch festlegen will und muss, geht dies natürlich nur bei sehr stabilen Unternehmen.
Wie soll man z.B. bei einem Unternehmen das erst 5 Jahre alt ist, den CF der nächsten Jahrzehnte festlegen?
Oder wie sieht es bei einem Tournaraound aus? Dieses Jahr wächst das Unternehmen mit 100%. Aber wie laufen die nächsten Jahre? Ich kann das nicht für Jahre im voraus planen.
Genau von diesen Wachstumsraten hängt doch aber der abgezinste Wert ab.
Der DCF ist deshalb meiner Meinung nach nur bei wenigen Unternehmen anwendbar. Die AA umfasst aber knapp 500 Unternehmen.
"==>Ich denke es wäre daher Keinem geholfen, wenn Analysten einen fairen Wert ermitteln
Warum wurde dann eine DCF Methode entwickelt?"
Ich denke schon, dass den Anlegern damit geholfen wäre. Genau wie in der AA z.B. die Gewinne der nächsten Jahre geschätzt werden (was ja dem Anlegern helfen soll), so könnte man auch dies angeben.
Wie aber oben geschrieben, wäre dies nur bei wenigen Unternehmen machbar.
Gruß Mitch
filippina
29.07.2003, 15:03
Hallo strebelh,
<Wäre schön hier ein Feedbach von Volker oder Filipina zu lesen, da Sie ja auch Analysen schreibt.>
leider kann ich mich erst jetzt melden. Mein Computer hatte vor zwei oder drei Wochen nun endgültig den Geist aufgegeben. (Er plus mein Netzzugang haben mich seit über einem Jahr beschäftigt) http://www.value-analyse.de/iB_html/non-cgi/emoticons/sad.gif Jetzt habe ich mir eine neue Maschine zugelegt.
@Andreas, danke für Deine Hilfe. Die Maschine ist ne Wucht. Nur der Router ist noch nicht installiert. Im Moment gehe ich über das ADSL-Modem ins Netz.
@strebelh,
danke für Deine Anregungen zur Kommentierung in der Aktien-Analyse. Wie weit sich Deine Anregung realisieren lässt, kann ich Dir nicht direkt beantworten. Einige Probleme haben ja meine Vorschreiber schon angeschnitten. Bestimmt wird man sich darüber bei der AA Gedanken machen.
Meiner Meinung nach besteht die Leistung der AA hauptsächlich in der Bereitstellung eines aufbereiteten Zahlen-und Datenwerks.
Eine Unternehmensstudie der AA enthält die wichtigsten Daten aus den Geschäftsberichten. Damit hast Du auf einem Blick eine Menge Zahlenmaterial, das Du für eine Analyse brauchst. Eine wirklich Zeitersparnis für den Nutzer. Zusätzlich gibt es noch die wichtigsten Rendite- und Wachstumszahlen. Du findest eine kurze Unternehmensbeschreibung, die Adresse, die AR-Beziehungen, Besitzverhältnisse und Bezüge soweit bekannt. Vergleichbar ist nur Valueline.
Mit Hilfe der AA kann man deshalb verschiedene Strategien fahren.
Das Schöne ist jedoch, dass der Chefanalyst und die Analysten Valueisten sind. So wird eben darauf geachtet, dass neu aufgenommene Unternehmen den Value-Kriterien entsprechen. Natürlich müssen aber auch Banken, Versicherungen oder andere bekannte Unternehmen, die eben nicht nach Value-Kriterien zu bewerten sind, untersucht werden, da die AA ist für ein breites Publikum angelegt ist.
Irgendwie klingt das wie ein Werbeschreiben. Lustig. Aber ich habe die Entwicklung der AA seit der Übernahme durch Volker und Andreas miterlebt. Das bisherige Ergebnis begeistert mich schon. Ich hoffe, dass daraus noch mehr gemacht wird.
Vielleicht kommt mal ein strategischer Newsletter heraus. strebelh, da könnte man oder wird man dann ausführlich eine Value-Strategie und auch andere Strategien fahren.
strebelh, wie kommst Du sonst mit dem Datenblatt zurecht?
Viele Grüsse
filippina
Hallo Valueisten
Nun habe ich auch die Aktien-Analyse zur Ansicht erhalten. Das ist ja ein dolles Werk und etwas teuer. Die Aktien-Analyse ist mir schon länger bekannt und mit den neuen Redakteuren ist sie für mich wieder interessant. Die größten Schwierigkeiten habe ich immer mit den Einstiegspunkt und noch wichtiger mit den Ausstiegspunkt bei Aktieninvestitionen. Dieses kommt nach meiner Meinung etwas zu kurz. Was ist eigentlich aus den 3 Signalen geworden oder habe ich das nicht gefunden? * Bisher habe ich meine Investitionsentscheidungen mit Hilfe der Analyse aus „Investieren statt Spekulieren“ getroffen *und wahrscheinlich den Einstiegs- und Ausstiegpunkt nicht richtig bestimmt. Da die Aktien-Analyse ständig aktualisiert wird, hätte ich gedacht, dass dort näher darauf eingegangen wird und man die eigenen Analysen mal *vergleichen kann. Aus dieser Sicht ist die Aktien-Analyse tatsächlich nur eine Zahlen- und Informationssammlung und man steht mit seinen Analysen wie gehabt ohne Vergleichsmöglichkeiten da. *Dadurch ist es manchmal schwer *sich gegen den allgemeinen *Trend *oder den Presseinfos zu entscheiden und man macht Fehler.
Herzliche Grüsse Uwe
hallo zusammen,
wert56:
"sich gegen den allgemeinen Trend oder den Presseinfos zu entscheiden und man macht Fehler"
letztendlich ist ja auch die AA eine zusätzliche "presseinfo" im sinner einer veröffentlichung.
ich gebe zu, ich hätte es auch gerne, dass mir jemand sagt, im moment solltest du in XY investieren, nach value-kriterien ein super-einstiegszeitpunkt usw...
aber wenn man sich die diskussionen im forum ansieht, wird "value" doch noch immer sehr unterschiedlich ausgelegt.
die kriterien sind sicher ähnlich, aber die gewichtung der kriterien legt jede/r anders fest.
nackte zahlen sind eines, das "gute gefühl" etwas anderes.
allein die diskussionen um die diskontierungssätze wird nie abbrechen.
wir dürfen nicht vergessen, dass wir in erster linie in vertrauen auf eine gute zukunft investieren, auch wenn die basis unserer betrachtungen harte zahlen aus der vergangenheit zuzüglich kontinuitäten (charts von unten links nach oben rechts) sind.
und was es bedeutet, analysten zu vertrauen, haben wir in den vergangenen jahren erlebt. die raten eigentlich immer zum kauf...
daher finde ich es nachvollziehbar, dass sich die AA nicht explizit zu "kaufbefehlen" durchringt, sie würde auch ihre glaubwürdigkeit verlieren und im meer der analysten untergehen.
und empfehlungskriterien, by the way, stehen trotzdem eine menge drin.
betrachtet es wie ein maler:
der steht vor einer leeren leinwand (excel), pinselt diese mit diversen farben und formen voll (unternehmenszahlen), ändert hier und da mal ein bißchen rum (diskontierung) und muss sich irgendwann zum letzten pinselstrich (kaufen/halten/verkaufen) entscheiden. wenn er "das gefühl hat" "nu' is' gut", signiert er das bild (order unterschreiben) und hängt es in seine gelerie (die aktie liegt im depot).
...womit wir wieder bei der "kunst des investierens" sind....
viel spaß beim malen wünscht euch
hansi
Volker Gelfarth
31.07.2003, 08:28
Hallo zusammen,
wie Flippi schon sagt ist die Aktien-Analyse (http://www.value-analyse.de/aktien-analyse/) ein Grundlagenwerk, ähnlich ValueLine und S&P, die aber durchaus konkrete Empfehlungen gibt und den Erfolgsnachweis einer Methode leistet. VL und S&P tut dies für den amerikanischen Markt. Die AA für den Weltmarkt.
Wir decken mit unseren 500 Unternehmen den "Weltmarkt" ab und ranken (kein Rating) die Unternehmen nach der Gaußschen-Allgemeinverteilung.
D.h.: 6% aller Werte erhalten 1 bzw. 5 Sterne, 18% erhalten 2 bzw. 4 Sterne und 52% erhalten 3 Sterne.
Wir bringen - genau wie VL oder S&P - alle Aktien in eine Rangfolge. Dh. unsere Sterne müssen relativ zum Markt verstanden werden. Darüber hinaus geben wir aber auch eine grundsätzliche Aussage zur Marktbewertung - ist der Markt derzeit über- oder unterbewertet. *
Mit dieser Methode hat VL, S&P und auch die Aktien-Analyse den Markt deutlich geschlagen. Dies gilt natürlich in beide Richtungen. So sind unsere 5 Sterne Werte deutlich besser als der Markt gewesen und unsere 1 Sterne Werte deutlich schlechter.
Die Aktien-Analyse ist keine reine Value-Analyse. Da aber Value im weitesten Sinne langfristig die erfolgreichste, wahrscheinlich sogar die einzig wirklich funktionierende Investmentmethode ist, muss naturgemäß einiges davon einfließen.
Einfluss auf die Timing-Einstufung haben zu je einem Drittel:
1. Qualität des Unternehmen
- allgemeine Qualitätskriterien
- messbare Kriterien
2. Bewertung des Unternehmens
- die drei Verfahren zur Wertermittlung
3. subjektive Faktoren
- Nachrichtenlage.
- Gewinnwarnungen
- Ratings andere Institute
- etc.
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