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Value Analyse
20.10.2001, 18:10
HELSINKI (dpa-AFX)

"Der finnische Handy-Hersteller Nokia hat im dritten Quartal einen Pro-Forma Gewinn je Aktie von 0,16 Euro erwirtschaftet, nach 0,19 Euro im Vorjahr. Damit sei das Profitabilitätsziel erreicht worden, teilte der Konzern am Freitag in Helsinki mit. Die von AFX News befragten Analysten hatten mit 0,15 Euro Gewinn je Anteilsschein gerechnet. Für das vierte Quartal erwartet Nokia (Frankfurt: 870737.F, Nachrichten) einen Gewinn je Aktie von 0,18 bis 0,20 Euro.
Der operative Gewinn ging im dritten Quartal um 21 Prozent auf 1,071 Milliarden Euro zurück. Besonders stark war hierbei der Rückgang in der Sparte Netzwerke, die ein Minus von 57 Prozent auf 155 Millionen Euro verzeichnete. Die operative Gewinnmarge lag bei 15,2 Prozent.

Umsatz bei Netzwerken sinkt um 14 Prozent auf 1,659 Milliarden Euro

Der Gewinn vor Steuern und Minderheitsbeteiligungen fiel im Berichtszeitraum den Angaben zufolge um 22 Prozent auf 1,068 Milliarden Euro. Der Nettoumsatz sank um 7 Prozent auf 7,05 Milliarden Euro.

In der Sparte Netzwerke erwirtschaftete Nokia 1,659 Milliarden Euro Umsatz, ein Minus von 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im umsatzträchtigsten Segment Mobiltelefone gingen die Erlöse um 3 Prozent auf 5,269 Milliarden Euro zurück.

NOKIA-CHEF: KONZERN BEHAUPTET TROTZ SCHWIERIGEM UMFELDES MARKTFÜHRERSCHAFT

Mit diesen Zahlen habe der Konzern trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes seine Marktführerschaft behauptet, sagte Nokia-Chef Jorma Ollila. Ziel von Nokia sei es weiterhin, sich einen Marktanteil von 40 Prozent zu sichern. Im vierten Quartal werde der Handyabsatz um 25 Prozent über dem des dritten Quartals liegen. Damit werde das Vorjahresniveau beinahe erreicht, sagte Ollila.

Im erfahrungsgemäß stärkeren vierten Quartal erwartet der Mobilfunkkonzern einen Umsatzplus von rund 20 Prozent. In 2002 soll sich die Wachstumsrate bis auf 35 Prozent verbessern, hieß es.

HANDYINDUSTRIE WIRD IM GESAMTJAHR WELTWEIT 390 MIO MOBILTELEFONE VERKAUFEN

Die Handyindustrie wird nach den Prognosen von Nokia im Gesamtjahr weltweit 390 Millionen Mobiltelefone verkaufen. Damit liegen die Finnen auf einer Linie mit Motorola . Der US-Konkurrent hatte vergangene Woche eine Schätzung von 380 bis 400 Millionen Handys abgegeben.

Den Markt für Netzwerk-Infrastrukturen wird laut Nokia auch noch im ersten Quartal des nächsten Jahr angespannt bleiben. Zwar hatten die Umsätze in dieser Sparte im dritten Quartal gegenüber dem zweiten Quartal zulegen können. Im Vergleich zum Vorjahr verbuchte das Segment aber immer noch ein Minus von 14 Prozent."

Jovel
02.11.2001, 11:24
Hallo Valuisten,
in diesen Krisenzeiten findet man Bestärkung für eine Haltung, so penibel auf gute Bilanz- und Wachstumszahlen zu achten. Die Firmen, die wenig Schulden, volle Kassen haben und ihre Margen halbwegs halten können, nutzen die Gunst der Stunde ihre Position auszubauen und zu festigen. Nokia ist ein gutes Beispiel. Heute fand ich eine News, die zumindest die Position in einem Teilbereich betrifft.
[hr]
Nokia ist schon wieder Tabellenführer
[01.11.2001 14:30 ]

Nokia hat nicht nur bei den reinen Mobiltelefonen die Nase vorn. Das
finnische Telekommunikationsunternehmen übernimmt in Westeuropa zum ersten
Mal nun auch die Tabellenführung in der Liga der Handhelds und Handys mit
Organizer-Funktionen. Damit verwies der finnische Telekommunikationskonzern
im dritten Quartal 2001 die bisherigen Marktführer Palm und Compaq auf die
Plätze zwei und drei. Dies ergibt eine am Donnerstag veröffentlichte Studie
des britischen Marktforschungsunternehmens Canalys[1].

In der Studie wurden die Verkaufszahlen für Handhelds, Smartphones und
Handys mit erweiterten Funktionen zusammengefasst. Canalys nennt diese
Geräteklasse "mobile devices". Hier verkaufte Nokia mit 152.335 Geräten
fast doppelt so viele wie im dritten Quartal 2000 und hat jetzt einen
Marktanteil von 28,3 Prozent. Palm hingegen verkaufte mit 108.445 Geräten
nur noch etwas weniger als die Hälfte und rutschte beim Marktanteil von
37,9 auf 20,2 Prozent ab. An dritter Stelle steht Compaq mit 12,4 Prozent
Marktanteil, das sind 6,7 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Insgesamt
schrumpften die Verkaufszahlen um 16 Prozent gegenüber dem dritten Quartal
2000. Allerdings wurden in den ersten drei Quartalen 2001 33 Prozent mehr
Geräte verkauft als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Nokias Erfolg sei Ergebnis der Markteinführung des Smartphones "9210
Communicator[2]" im Juli. Zudem seien Nokia-Produkte bei Unternehmen wie
bei privaten Verbrauchern in gleicher Weise beliebt. Der Markt für
Erstkäufer von Organizern sei nahezu gesättigt, meinen die Analysten. Viele
Palm-Kunden würden auf weitere Zusatzfunktionen warten. Nutzer der Geräte
mit Microsofts Betriebssystem hätten auf die Markteinführung des "Pocket PC
2002" von Anfang Oktober gewartet.

Betrachtet man nur die Handhelds und PDAs ohne eingebaute
Kommunikationsfunktion, dann ist Palm allerdings weiterhin Marktführer. In
diesem Segment konnte der PDA-Hersteller nach einer Analyse von Gartner
Dataquest[3] seinen Marktanteil um 5,6 Prozentpunkte steigern. (anw[4]/c't)

Jovel
05.11.2001, 12:32
Hallo Leute,
neuere Zahlen der Aktienanalyse erlauben es mir Nokia mit Ericsson zu vergleichen, die lange als Hauptkonkurrenten galten.
[hr]
<span style='font-family:courier'>Vergleich Nokia-Ericsson
------------------------
Nokia Ericsson
messbare Qualitätskriterien 2000 2001 2000 2001
----------------------------------------------------------------------------
Eigenkapitalquote: &gt; 30% 54,3% 49,1% 36,6% 30,3%
Eigenkapitalrendite: &gt;25% 36,4% 24,9% 22,9% -17,7%
durch. Eigenkapitalrendite: &gt;25% 29,3% 28,7% 15,5% 12,5%
Umsatzrendite: &gt;10% 13,0% 10,3% 7,7% -5,2%
Cash - Flow - Marge: &gt;15% 16,7% 19,9% 7,5% -1,5%
Anteil Sachinvestitionen v. CF: &lt; 40% 31,1% 34,6% 59,8% k.A.
durch. einbehaltene Gewinne: &gt;50% 85% 83% 38% 46%
Rendite d. einb. Gewinne: &gt;15% 24% k.A.
Gewinnwachstumsrate: &gt;15% 53% -19% 73% k.A.
geo. Gewinnwachstum: &gt;15% 35% 25% 42% k.A.
geo. Gewinnwachstum (5 J.): &gt;15% 60% 42% 31% k.A.
----------------------------------------------------------------------------
Signale 2000 02.11.01 2000 02.11.01
----------------------------------------------------------------------------
1) Sicherheits-Marge -6% 351% -45% 123%
geforderte Sicherheit 200% 200% 100% 100%

2) KGV-Signal 15% 35% 23% 54%

3) EK/KGV-Signal 8% 23% -8% 10%
---------------------------------------------------------------------------- </span>
[hr]

Bei den 2001er Zahlen handelt es ich von der Aktien-Analyse geschätzte Zahlen. Während Nokias Gewinne und CashFlow noch deutlich im positiven Bereich und die meisten messbaren Qualitätskriterien erfüllt sind, sind die Gewinne bei Ericsson deutlich ins Minus gerutscht, kaum ein messbares Qualitätskriterium ist erfüllt. Ericssons Finanzstruktur und -kraft erweist sich in diesem Vergleich mit Nokia als sehr schwach und anfällig. Nokia erwirtschaftet 72% des Umsatzes mit Mobilfunkgeräten, Ericsson hingegen 71% mit Netzwerktechnologie. Nokias Geschäfte zeigen sich als deutlich lukrativer. Ericssons Finanzzahlen sind so abgerutscht, dass ich keine langfristige Prognose wage. Nokias Range würde ich mit 26 bis 77 EURO ansetzten.

Biotech World
06.11.2001, 21:17
Hallo und guten Tag liebe Valueisten.

Ich hatte mich hier bereits vor einigen Wochen zu Wort gemeldet, allerdings sozusagen incognito eingeschlichen und mich zu EMC charttechnisch geäußert, auf die recht positive Resonanz hin habe ich mich nun unter meiner wirklichen Identität registriert, ich bin einer der Techniker aus dem Bord der http://www.biotech-world.de/ und darf *mich hier hin und wieder äußern.
Nun liegt mir nichts ferner als den Sinn der Fundamentalanalyse und schon gar nicht den Value Ansatz in Frage zu stellen, bewege ich mich doch auf einem völlig anderen Boden, denn die technische Analyse bewertet nicht das Unternehmen, sondern beobachtet den Markt und findet heraus welche Aktie im Moment gefragt ist.
Ich denke schon es macht Sinn sich um einen geschickten Einstiegszeitpunkt Gedanken zu machen, nachdem man sich für einen Wert entschieden hat, denn was schmerzt mehr als die getroffene Entscheidung nach kürzester Zeit durch einen herben Verlust in Frage gestellt zu wissen.
Nun kann die technische Analyse nicht vor Verlusten schützen, sie kann allerdings das Risiko minimieren.
Der verantwortungsbewußte Techniker wird seinen Leser niemals in eine Position schicken ohne ihm verständlich gemacht zu haben : ** Charttechnik ist keine Wissenschaft sondern Zukunftsvermutung **. Auch sind seine Ergebnisse in der Regel in kürzester Zeit zu überprüfen, zudem läßt ein Chart sich nicht schön reden, er ist wie er ist.

Nun will ich Euch hier nicht mit gräulichen Formeln oder komplizierten Indikatoren schikanieren, sondern einfach ein wenig über Formationen plaudern und den ein oder anderen Einstieg finden, denn wann, wenn nicht vor Beginn einer Hausse sollten wir Aktien erweben.


Ich möchte auch gleich einsteigen und mit NOKIA beginnen.
Nokia folgte seit 1992 einem Aufwärtstrend, der in 2001 erstmals gebrochen wurde. Bereits in 1995 löste sich der Chart vom Trend in eine Übertreibung, die allerdings in 1995 in einer Seitwärtsbewegung konsolidiert wurde.

http://www.biotech-world.de/luci/NOKIA.06.11.1L.png

Was geschah im Einzelnen,
unter einem mächtigen Rundbogen fand der Chart sein All Time High in einer Doppelspitze, deren zweites Top das erste nicht übertreffen konnte--erstes Warnsignal--

Nach einem Absturz auf 35 € kam es zu einer Zwischenrallye, deren Top das ATH nicht bestätigte --zweites Warnsignal--.

Danach Bruch des Trendes mit Absturz auf 22 €, dann Pull-Back über den Trend, spätestens beim zweiten Bruch des Langfristtrendes sollte auch der Langfristanleger verkauft haben, da waren immerhin noch 35 € übrig, während das Tief erst bei 14 € erreicht war.

Wer nun feste Nerven hatte und bei 14 gekauft hat, der hat bereits schöne Gewinne zu Buche stehen, ein wirkliches Kaufsignal auf Grund einer Umkehrformation steht aber noch aus.
Die Chancen auf eine schöne Schulter-Kopf-Schulter Formation stehen allerdings gut, und dann melde ich mich hier mit weniger Worten wieder.

Grüße, luci.

Diese Betrachtung wurde zur Verfügung gestellt durch


http://www.biotech-world.de/



http://www.biotech-world.de/luci/NOKIAa.06.11.1L.png


(Geändert von Biotech World um 6:05 am am Nov. 7, 2001)

Jovel
07.11.2001, 08:20
Hallo Luci (?) /BiotechWorld,
danke für die interessanten Ausführungen. Als Ergänzung zu unseren langfristigen Valuesignalen, halte ich die Chattechnik durchaus für sinnvoll. Die Frage ist dann, wenn ich zu Kauf- oder Verkaufabsichten komme, ob die Zeitpunkte noch zu optimieren sind. Zuviel Kaffesatzleserei liegt mir nicht, mir reicht schon ein Lineal und eine Trendlinie. Aber bestimmt kann ich hier noch dazulernen.
Zu Nokia: Nach meinen Berechnungen lag Nokias "fairer Wert" nach dem 1. Signal im Jahr 2000 bei ca. 46 EUR. Man kann ja mit den Absolutwerten unterschiedlich verfahren, was aber auf jeden Fall im Vergleich der Jahre sichtbar wurde, ist die Übertreibung in 1999 und 2000. Ein Ausstieg um die Mitte 45 Euro wäre natürlich klasse gewesen. So schlau war ich im Jahr 2000 noch nicht, leider. Ich halte mich aber für lernfähig und bin mir sicher, dass ich nicht mehr in so risikoschwangeren Titeln (ohne Sicherheitsmarge) hängen bleibe. Mit der Value-Analyse haben wir ein Instrumentarium sehr klar Einstiegschancen und Übertreibungen zu erkennen. Wenn auch nicht bei jedem Unternehmen 100% treffsicher, so ist aber wichtig, was unter'm Strich bleibt.

Jovel
07.11.2001, 08:40
Hallo Leute,
noch ein kleiner Nachtrag (kann ich auch mit Charts ;-). Mein grober Chart stellt einen mittleren Jahreskurs (zuletzt aktuell vom 2.11.) im Vergleich mit einem nach DNCF (1. Signal) berechneten fairen Kurs und einem Kaufkurs bei Forderung einer 200% Sicherheit, dar.
http://xwer.de/wava/chart/nok0110.gif

Value Analyse
12.12.2001, 09:18
Helsinki, 11. Dez (Reuters)

"Der weltgrößte Mobiltelefon-Hersteller Nokia hält ein Übertreffen der eigenen Gewinnprognosen für das vierte Quartal für möglich und baut dabei unter anderem auf das Weihnachtsgeschäft mit seinen neuen Internet-Handys. Im laufenden Vierteljahr, der wichtigsten Zeit für den Verkauf elektronischer Konsumgüter, solle der Marktanteil deutlich gesteigert werden, teilte der finnische Konzern am Dienstag in Helsinki weiter mit. "Nokia hat eine angeborene Leistungsfähigkeit in schwierigen Märkten, und das hat die Gruppe heute wieder gezeigt", sagte Jamie Wood, Analyst bei JP Morgan. "Diese Erklärung hat den Märkten Vertrauen zur Verlängerung der Rally bei Technologietiteln gegeben." Nokia-Aktien drehten am Dienstag ins Plus und zogen europaweit Technologieaktien mit.

Für das vierte Quartal erwartet das Unternehmen, das jedes dritte weltweit verkaufte Mobiltelefon herstellt, eigenen Angaben zufolge einen Pro-Forma-Gewinn je Aktie am oberen Ende der früher genannten Bandbreite von 0,18 bis 0,20 Euro oder darüber (Vorjahresquartal: 0,25 Euro). Nokia habe seine Gewinnschätzung dank gesunder durchschnittlicher Absatzpreise, Kostenkontrolle und größerer Marktanteile optimieren können, sagte Finanzchef Olli-Pekka Kallasvuo.

Mit Blick auf neue Produkte und die lebhafte Nachfrage in Europa und den USA rechnet Nokia für das vierte Quartal beim Umsatz weiterhin mit einem Plus von 20 Prozent im Vergleich zu 7,1 Milliarden Euro Umsatz im Vorquartal. Im Jahresvergleich werde der Umsatz der Handy-Sparte allerdings auf dem Niveau des vierten Quartals 2000 stagnieren, während der Umsatz in der Netzwerk-Sparte um 20 Prozent niedriger ausfallen werde, bekräftigte der Konzern. Im Vergleich zum Vorquartal mit einem Umsatz von 5,27 Milliarden Euro werde der Umsatz bei Mobiltelefonen dank neuer Modelle aber um etwa 25 Prozent steigen. Unter anderem profitiere das Unternehmen vom Verkaufsstart seines internet-fähigen Handy-Modells 8310, hieß es.

Der Markt für Mobiltelefone habe sich erwartungsgemäß entwickelt. Im vierten Quartal werde Nokia etwa 105 bis 110 Millionen Geräte absetzen, gab der finnische Konzern weiter bekannt. Dabei würden die Herstellerpreise leicht unter Vorjahresniveau liegen, teilte Kallasvuo mit. Im vergangenen Monat hatte Nokia seine Absatzprognose für den weltweiten Handymarkt für 2001 auf 380 Millionen Mobiltelefone von 400 Millionen im vergangenen Jahr reduziert.

Nokias Zuversicht für das vierte Quartal werteten Branchenexperten als weiteres Anzeichen für eine Wiederbelebung des Handymarkts. "Die Anleger sind erleichtert, dass Nokia die positiven Aussagen nicht zurücknahm, die es kürzlich (...) gemacht hatte", sagte Analystin Susan Anthony von Credit Lyonnais Securities. Analyst Einar Haydon von Alfred Berg sagte, die vorgelegten Zahlen ließen zudem auf zunehmende Margen schließen.

Die globale Wirtschaftsschwäche traf neben Nokia auch den US-Konkurrenten Motorola und die schwedische Ericsson. Mobilfunknetz-Betreiber stornierten teilweise ihre Bestellungen für Mobiltelefone und Ausrüstung, denn auch Endkunden hatten in Erwartung neuer schnellerer Dienste ihre Käufe verschoben. Zudem hatten viele Netzbetreiber Milliardenkredite aufgenommen, um Lizenzen für den Mobilfunk der dritten Generation nach dem UMTS-Standard zu erwerben.

Nokias Marktanteil lag im dritten Quartal bei über 33 Prozent nach zuvor 35 Prozent, nachdem Wettbewerber wie Motorola und Ericsson mit ihren neuen Internet-Handy-Modellen Boden gutgemacht hatten. SonyEricsson, die Nummer drei unter den größten Handyherstellern, kündigte unterdessen an, 2002 keine Marktanteile abzugeben. Das Gemeinschaftsunternehmen werde vielmehr seinen Anteil von rund acht Prozent kräftig steigern, hieß es. Ericsson und die japanische Sony hatten angesichts des harten Wettbewerbs ihre Handy-Sparten zusammengelegt.

Nokia-Titel notierten am Dienstagabend 4,4 Prozent im Plus bei 28,64 Euro. Auch die Aktien der Mobilfunk-Ausrüster Siemens (Frankfurt: 723610.F, Nachrichten) und Ericsson sowie des Zulieferers Epcos drehten ins Plus.

akl/mer"

frank
12.03.2002, 17:12
Nokia verfehlt heute bei einer Pressekonferenz die Erwartungen. Der Kurs gibt nach.
Wie geht es weiter? Wie zu erwarten, blieb der Markt nicht unbeeinflusst.

Gruss,
Frank.

Value Analyse
26.03.2002, 05:20
Heute gibt es unter:

http://research.businessweek.com/spreports_files/report_free.asp?

den kostenlosen S&P-Report.

frank
02.04.2002, 17:50
Habe den Report von Nokia leider verpasst. Koennte mir jemand den Report mailen ?
Vielen Dank.

Frank. http://www.value-analyse.de/iB_html/non-cgi/emoticons/sad.gif

Value Analyse
03.04.2002, 07:51
Hallo Frank,

an welche Email soll er gehen?

Fabule
03.04.2002, 15:10
Hallo, zusammen&#33;

Ich habe gestern im Fernsehen in der Sendung "Plusminus" einen Bericht über das Nokia 8210 (?) gesehen. Es wurde in diesem Bericht über die hohe Ausfall-/Fehlerquote dieses Handys im Displaybereich, einem Konstruktionsfehler, schlechtem Kundendienst und fehlender Einsicht des Nokia-Vertriebs gesprochen. Ein Handyversicherer (ich wusste gar nicht, dass es so etwas gibt) gab sogar an, dass er dieses Handy und drei weitere von Nokia aufgrund der häufigen Reklamationen gar nicht mehr versichern würde.
Insgesamt warf der Bericht ein ziemlich schlechtes Licht auf Nokia, den Vertrieb und die Qualität der Handys und den Umgang mit Reklamationen.

Viele Grüße

Fabule

lekcin
03.04.2002, 18:49
...dazu kann ich nur sagen, dass es kein geheimnis ist, dass nokia-handys von der technischen seite und vom service her miserabel sind...dazu gab es sogar schon 2 stündige diskussionsabende im berliner-radio ....

im meinem bekanntenkreis wird die mehrheit der bisherigen nokia-user sich eine handy einer anderen firma holen ...

frank
04.04.2002, 13:17
E-Mail: fpa_ba@yahoo.de

Vielen Dank für den Report.

Gruss,
Frank.

Dieter
18.04.2002, 09:25
@all

Dieser Bericht passt auch noch zu dem Qualitätsproblem. Die Reparatur/Austauschzeiten betragen derzeit ca. 2 Wochen.

Gruß

Dieter

Quarter of Nokia phones in Finland faulty - survey
Reuters, 16 April 2002

Nokia rejects poll findings on high level of faults in its phones.

A quarter of Nokia mobile phones sold in its home country Finland so far this year have been returned to shops because of faults, a survey of Finnish retailers published on Tuesday showed.

The poll by research firm Naniga Oy, which surveyed around 100 mobile phone retailers across the country, comes a week after the world&#39;s largest mobile phone maker said some of its phones in Europe, North America and Asia had been sold with faulty screens.

At the time Nokia declined to say how many units were defective, except to say that significantly less than 10 percent of overall production was affected. Overall production last year amounted to 140 million units.

"After recent reports of malfunctions we wanted to find out the situation in Finland," Naniga Oy managing director Kristian Juvonen told Reuters.

He said that the survey carried out on April 11 showed that on average 24 percent of Nokia phones sold had been returned to retailers, most often because of a software problem or a faulty screen.

The range in the poll was wide, with some saying only a few percent had been faulty and others saying the majority of phones sold had been returned.

Analysts said the usual number of faulty phones from a particular manufacturer should not exceed five percent of total production.

Nokia Mobile Phones spokesman Tapio Hedman dismissed the survey.

"The real failure rate is significantly lower than what this study ended up with. This does not portray a realistic picture of the failure rate of our products," he told Reuters.

"People replying to this study have given their answers from the top of their heads, relying on memory."

Last week Nokia said that some of the handsets in its expensive 8000-series had been produced in late 2001 with defective displays from an unnamed component manufacturer. It said the component maker would bear the cost for this.

The cheaper 3000-series phones, including the 3330 model catering for the youth market, were the models most often returned to stores, the Naniga survey showed.

Nokia is believed to control over 70 percent of the mobile phone market in Finland, where the handset user penetration rate is among the highest in the world.

Wolfgang Werminghausen
19.04.2002, 12:06
Hallo Leute,
Nokia braucht wohl noch einige Geduld.
Some news in german:
[hr]
Aus der FTD vom 19.4.2002 www.ftd.de/nokia
Nokia sieht noch kein Ende der Handykrise
Von Andreas Krosta, Hamburg

Der finnische Telekomausrüster Nokia hat gestern mit einer unerwartet pessimistischen Prognose seine Aktien und die seiner Konkurrenz auf eine rasante Talfahrt geschickt. Auch das Geschäft mit Mobilfunknetzen soll sich 2002 schlechter entwickeln als erwartet.

Nokia ist unangefochtener Marktführer bei Handys
Nokia-Chef Jorma Ollila senkte gestern die Erwartung für den weltweiten Verkauf von Mobiltelefonen aller Handyhersteller auf 400 bis 420 Millionen Stück, Anfang des Jahres hatte er einen Absatz von 420 bis 440 Millionen Geräten prognostiziert. Der Umsatz von Nokia wächst im Gesamtjahr nach den Worten Ollilas um fünf bis neun Prozent statt der angepeilten 15 Prozent. Die Nokia-Aktie gab gestern um 12,6 Prozent auf 20,49 E nach und zog die Papiere der Konkurrenz mit in den Keller. Ericsson-Aktien verloren sieben Prozent auf 38,4 schwedische Kronen, Motorola 3,9 Prozent auf 15,7 &#036;, Siemens 2,07 Prozent auf 69 Euro. Der DJ-Stoxx- Index der europäischen Technologietitel verlor fast sechs Prozent.

Die schlechten Nachrichten von Nokia sind ein Zeichen dafür, dass sich die Lage in der Telekommunikationsindustrie in diesem Jahr kaum bessern wird. Die Mobilfunkanbieter haben sich noch nicht zu höheren Investitionen in Technik durchringen können. Der von den Zulieferern erhoffte Ausbau der Netze für die neue Mobilfunktechnik UMTS läuft langsamer als erwartet; die Konsumenten verschieben den Kauf neuer Handys.

Ollila senkte zum fünften Mal in Folge die Prognose für den Handyabsatz: "Wir waren früher in der gesamten Branche überoptimistisch. Jetzt sind wir vorsichtig geworden." Grund für die zurückgeschraubte Erwartung sei, dass die Telefonkunden langsamer als gedacht alte Handy durch neue ersetzen. "Die Branche bleibt in einer Übergangsphase." Dies liegt vor allem daran, dass Handys mit Farbbildschirmen nur schleppend auf den Markt kommen.

Nokia, größter Handyhersteller mit einem Anteil von rund 35 Prozent am Weltmarkt, hatte als letzter ein solches Gerät vorgestellt. Sony Ericsson verkauft das Handy bereits, allerdings ohne stark zu Nokia aufzuschließen. Ollila rechnete damit, dass die Preise für Mobiltelefone gleich bleiben oder leicht fallen. Die Gewinnmarge kann Nokia deshalb nur halten, wenn das Unternehmen weiter die Kosten senkt. "Die Wende auf dem Markt kommt erst 2003", sagte Ollila.

Schlechte Vorzeichen für Ericcson

Die Prognose wirft einen Schatten auf das Quartalsergebnis von Ericsson, das die Schweden am Montag vorlegen. Nokia geht davon aus, in diesem Jahr den Marktanteil auf 37 Prozent steigern zu können und setzt damit die Konkurrenz unter Druck. Das Netzgeschäft entwickelt sich in Europa und China schlecht, nur in den USA wächst Nokia. Bei der UMTS-Technik sieht Ollila einen Strategiewechsel der Netzbetreiber: "Die Telefonunternehmen versuchen, die GPRS-Technologie länger zu nutzen." GPRS ist bereits eingeführt und erlaubt raschere Datenübertragung als die herkömmliche Technik, ist aber nicht so schnell wie UMTS.

Außerdem schmerzt Nokia, dass die Netzbetreiber ihre Verträge mit den Lieferanten nachverhandeln, um Geld zu sparen - das britische Mobilfunkunternehmen mmO2 hat so etwa 600 Mio. Euro eingespart. Für das erste Quartal 2002 berichtete Nokia ein Umsatzminus im Vergleich zum Vorjahreszeitraum: Der Umsatz fiel um 12 Prozent auf sieben Mrd. Euro, das Geschäft mit Mobiltelefonen ging um sieben Prozent auf 5,4 Mrd. Euro zurück, der Netzverkauf sank um 29 Prozent auf 1,4 Mrd. Euro. Die Finanzmärkte hatten mit einem Einbruch von 25 Prozent gerechnet.

Der operative Gewinn stagnierte in der Handysparte bei 1,21 Mrd. Euro, im Netzgeschäft brach er um 60 Prozent auf 146 Mio. Euro ein. Nokia überraschte aber mit einem Gewinn vor Steuern von 1,3 Mrd. Euro oder 0,19 Euro pro Aktie - höher als von Analysten erwartet. Die Finanzmärkte honorierten den höheren Gewinn aber nicht und wendeten ihren Blick auf den pessimistischen Ausblick. "Nokia wird an seinem Wachstum und an seiner Profitabilität gemessen. Das Wachstum als Orientierungsgröße fällt nun weg", sagte Roland Pitz, Analyst bei der HypoVereinsbank.

frank
19.04.2002, 12:32
Hallo,
ich habe direkt bei Nokia wegen der Qualitäts-und service Probleme nachgefragt. Dies ist die Antwort:

Nokia has identified a component quality issue with one of our display
suppliers, posing an alleged problem to the display performance of some
of our phone models. The affected phones, that were in production
between October 2001 and January 2002, may eventually exhibit unusual
display behavior that occurs as a dark or blank screen.

Nokia has isolated all suspect components received from the supplier
that have been identified as the root cause and an alternate process to
remedy the known root cause has also been put in place.

The products that have been manufactured between October 2001 - January
2002, and in which the defective display has malfunctioned, Nokia will
repair the defective terminal free of charge during Nokia&#39;s normal
warranty period and during an additional 12-month period following the
warranty period. In Europe Nokia follows the EU consumer protection
directive and national mandatory consumer protection laws.

Nokia is committed to maintaining high quality in its products and
processes. Customer satisfaction is always our main objective, and we
apologize for any inconveniences to you or your customers.

The issue does not impact Nokia&#39;s financial results as all costs
involved are borne by the component supplier.


Gruss,
Frank.

Dieter
19.04.2002, 20:21
Hallo Wolfgang,

&lt;Nokia braucht wohl noch einige Geduld&gt;

Geduld ist die eine Sache, aber Wachstum die andere. Vielleicht müssen wir uns eingestehen, dass Nokia kein Wachstumsunternehmen mehr ist und die Aussichten nur noch bei 7% bis 9% liegen.

Ich habs mal durchgerechnet, Du wahrscheinlich auch schon, aber dann ist eher eine geduldige Wartezeit angesagt http://www.value-analyse.de/iB_html/non-cgi/emoticons/sad.gif .

Viele Grüße

Dieter

Wolfgang Werminghausen
22.04.2002, 08:54
Geduld ist die eine Sache, aber Wachstum die andere. Vielleicht müssen wir uns eingestehen, dass Nokia kein Wachstumsunternehmen mehr ist und die Aussichten nur noch bei 7% bis 9% liegen.

Hallo Dieter,
wer ahnt schon die Wachstmszahlen der nächsten Jahre. Ich glaube erst recht bei einem Technologieunternehmen, dass bisher solche erheblichen Gewinn- und NCF-Schwankungen aufweiset, ist das kaum möglich.
Insofern hat man zwei Alternativen: 1) Kann ich nicht prognostizieren, lasse ich die Finger von. 2) (Volkers Devise) Ich gucke nicht so sehr auf die absoluten Zahlen, sondern gucke wie sich Unternehmenswert und Kurs bei einer gleichen angenommen Wachstumsrate (bei möglichem Irrtum) relativ entwickelt haben. Auch bei Nokia war die 99er und 2000er Übertreibung deutlich zu erkennen. (Hatte ich leider nicht). Wenn die Geschäfte nich vollends aus dem Ruder laufen, ist man hier schon mal relativ zu 1999 und 2000 gesehen auf der sicheren Seite.
Schau&#39;mer&#39;ma wie&#39;s weitergeht.

Dieter
22.04.2002, 10:15
Hallo Wolfgang,

gerade eben kam noch Artikel zu Nokia, der so in etwa in das Stimmungsbild passt.

Volker&#39;s Devise beherzige ich ja auch, die Übertreibung habe ich mitgemacht, aber mangels Valuewissen bin ich nicht ausgestiegen, genau wie bei den anderen Technos. Es bleibt die Frage offen, ob man wirklich komplett ausgestiegen wäre.

Viele Grüße

Dieter

Nokia bleibt extrem teuer

·Nachdem die Einnahmen der Finnen seit drei (die Gewinne seit vier) Quartalen sinken, sollen sie im laufenden Vierteljahr um zwei bis sieben Prozent zulegen.
·Nokia hat inzwischen so viele Gewinn- oder Umsatzwarnungen ausgegeben, dass man sie nicht mehr zählen will.
·Spätestens ab dem dritten Quartal wird Nokia wieder wachsen. Doch die Firma notiert nur noch wie ein echtes Wachstumsunternehmen, ist es aber nicht mehr in hinreichendem Maße.
·Dass Nokia im ersten Quartal fast die Hälfte weniger investiert hat als im Vorjahr, spricht nicht gerade dafür, dass sich die Firma auf stürmisches Wachstum einstellt.
·Immerhin sind die Ausgaben für Sachanlagen schon 2001 um ein Drittel gesunken. Der hervorragende Cash-Flow hinterlässt insofern einen bitteren Beigeschmack.
·Überhaupt bleibt es schwer für das Unternehmen, die Bewertung in Höhe des dreifachen Umsatzes zu verdienen.
·Das laufende geschätzte KGV von knapp 25 mag nicht besonders anspruchsvoll anmuten. Aber wer so denkt, hat nach der Blase immer noch nicht zur Realität zurück gefunden.
·Eine Firma, die mit der Wirtschaft wächst, ist fair etwa mit dem 17fachen Gewinn zu bewerten, sofern man mit einer Aktienrisikoprämie von drei Prozent rechnet.
·Man kann darauf bauen, dass dieser Multiplikator irgendwann auf Nokia angewendet wird.
[B]

dak429
28.04.2002, 22:08
Hallo,

zum Thema "ob man bei Nokia wirklich ausgestiegen wäre"

Manchmal hilft einem eine grobe Abschätzung des möglichen Umsatzes und eine daraus errechneter Nettogewinn weiter um eine krasse Fehlbewertung zu erkennen und bei Nokia war das gar nicht so schwer. Ich habe im April 2000 eine solche Abschätzung gemacht und war zu dem Entschluss gekommen dass Nokia überbewertet war bei 60Euro pro Aktie. Ist noch nachzulesen unter wallstreet-online.de, Forum: Telekommunikation, Thema "NOKIA überbewertet&#33;" user dak429

Dies hat mich dann dazu bewogen ca. 80% meiner Nokia Aktien zu ca. 53 Euro zu verkaufen.

Dieter
29.04.2002, 14:23
Hallo dak429,

Du hast ja recht, mitlerweile bediene ich mich auch der verschiedensten Modelle, auch abhängig von der Branche.

Nur zum Zeitpunkt der Übertreibung hatte ich von der Valueanalyse und den Bewertungsmodellen nicht so richtige Ahnung.

Aus heutiger Sicht war das Signal 1 bei Nokia bereits Ende &#39;99 negativ, hatte also keine Sicherheit mehr. Im Frühjahr 2001 war bei einem Kurs von € 34,5 für mich ausreichende Sicherheit vorhanden und eine Gelegenheit zum Nachkauf. Wie auch in meiner Analyse beschrieben, hätte man auch noch auf € 20 warten können, die wir vielleicht aber nie gesehen hätten. Also, was wäre zu tun gewesen. Ich weiß es nicht. Nur eins ist sicher, für € 62 hätte ich Nokia nicht mehr gekauft und es gab ganz bestimmt auch bei diesem Kurs sehr viele Analystenempfehlungen.

Nun, bei Nokia handelt es sich ja auch nicht um irgendein Unternehmen, sondern um eines, das es immerhin schon seit 1865 gibt und bis heute offensichtlich eine gewinnbringende Strategie verfolgt und hat es im Handysegment geschafft, Nokia zu einem Markennamen zu machen.

Anfang der 90iger Jahre hat Nokia&#39;s CEO seinem schwedischen Erzrivalen Ericsson ein Angebot gemacht und nachgefragt, ob ein Kaufinteresse an Nokia besteht. Die Schweden lehnten dankend ab. Dumm gelaufen, heute kontrolliert Nokia 37% des Handymarktes. Und Ericsson?

Bis auf ein reduziertes Wachstum hat sich ja an den Fundamentaldaten nichts geändert, andere Unternehmen wachsen auch nur noch im Gleichschritt mit der Wirtschaft.
Durch den verzögerten UMTS-Netzausbau und er ist nur verzögert, kommt bezüglich neuer Handys eine gewisse Kaufträgheit dazu.

Genauso wie die A, B und C-Netze abgeschaltet wurden, wird auch GSM nicht auf Dauer am Netz bleiben.

In Japan betreibt J-Phone bereits ein UMTS-Netz, allerdings mit einem modifizierten Standard.

Für uns ist 3G eigentlich schon so gut wie gegessen und man macht sich bereits über den 4G-Standard Gedanken. Es wird keinen Stillstand geben.

Viele Grüße

Dieter

dak429
29.04.2002, 20:26
Hallo Dieter,

zur Geschichte von Nokia, ist zu sagen, dass Nokia vor 1990 und Nokia in den 90er im Prinzip zwei verschiedene Firmen sind, Nokia vor 1990 (Gemischtwarenladen) dümpelte nämlich so vor sich hin, ich hatte noch Autoreifen von Nokia, so dass ich nicht schlecht staunte als sie plötzlich BasisStationen und Handies verkauften.

Der kometenhafte Aufschwung von Nokia kam daher, dass Ollila wirklich alles aus dem alten Geschäft verkauft hat und sich voll auf den Mobilfunk konzentrierte.

Also Nokia hat zwar eine lange Geschichte ist aber auf keinen Fall eines a la Buffet/Munger mit einer langen Vorgeschichte bei gleichem Geschäftsmodell.
(Vielleicht hat das auch niemand hier behauptet, wollte es aber nur nocheinmal hervoheben)

Nokia würde ich mit Dell oder Sony vergleichen, alles hervorragende Firmen vor allem im operativen Geschäft, aber ich würde z.B. Nokia nicht als starke Marke anerkennen.
Ich habe mir desöfteren überlegt, ob Nokia Handies Markenartikel sind, und bin zu dem Schluss gekommen dass sie es nicht sind, oder nur ganz schwach. Dies hat mich dann bewogen die restl 20% auch noch zu verkaufen so für 27Euro, muss auch schon einige Tage her sein ;-)

Dieter
29.04.2002, 21:01
Hallo dak429,

mir ist bekannt, dass Nokia vorher Gummistiefel verkauft hat. Um so erstaunlicher finde ich, was ein excellentes Management bewirken kann.

Vielleicht staunen wir beide, wenn Nokia eines Tages wieder ganz was anderes verkauft.

Auch wenn Du Nokia nicht als starke Marke anerkennst (ich übrigens auch nicht, stehe total auf Siemens), sehen das immerhin 37% der Handybesitzer offensichtlich völlig anders. Für den einen ist Camel ein Kamel und für den anderen eine Zigarettenmarke, es kommt immer auf den Standpunkt an.

Da Du jetzt aber sozusagen "nokiafrei" bist, interessiert mich, ob Du Nokia noch einmal ins Depot nehmen würdest.

Viele Grüße

Dieter

dak429
29.04.2002, 22:12
Hallo Dieter,

ob ich nocheinmal Nokia kaufen würde ? Tja, ab einem gewissen Preis finde ich alles interessant, (leider, denn oft sind Scnäppchen aus gutem Grund so billig)

Nokia ist sicher eine hervorrangende Firma und bei Preisen unter 15 Euro könnte ich es mir überlegen.
Im Jahr 2000 hätte ich allerdings eher 30 Euro für angemessen empfunden. So ändern sich die Einschätzungen.

Meiner Meinung nach hat Nokia noch eine grosse Chance. Spätestens im Zuge von UMTS gilt es eine wichtige Sache zu entscheiden. Wie heiss das Betriebssystem auf den UMTS/internetfähigen Handhelds. Denn diese Generation von Handhelds wird ein Betriebssystem brauchen.
Wenn sich Nokia / Ericsson mit Epoc durchsetzen könnte wird das die Marktmacht von Nokia gewaltig stärken. Auf der anderen Seite gibt es mächtige Gegner wie z.B. Microsoft, die da versuchen mitzumischen, aber selbst Linux scheint noch möglich.

Falls es keinen klaren Sieger geben sollte wird das wahrscheinlich die Entwicklung beträchtlich bremsen.

Wird es einen klaren Sieger geben kann dieser aus den vollen schöpfen, wahrscheinlich nicht so wie Microsoft bei den PCs in den letzten 15 Jahren, aber doch beträchtlich.
Die Entwicklung von Microsoft ist ja nun bekannt und so wird es eher Bestrebungen und geben solch eine Monopolstellung zu verhindern. Aber vielleicht macht ja auch wieder Microsoft das Rennen.


Zum Thema Marken habe ich noch eine Theorie:
Eine Marke im Sinne von Kundenbindung funktioniert am besten bei Dingen, die ich immer wieder kaufe (kaufen muss) und die eher wenig kosten (also keine grosse Anschaffung darstellen).
Bei teuren langlebigen Anschaffungen wird das schwieriger.

Z.B kaufe ich bei Duschgel und Shampoo fast ausschliesslich von Nivea, denn bei solchen Sachen hat man sich einmal entschieden (noch ausgeprägter wird ist das bei Zigaretten) und möchte dann nicht jede Woche neue Entscheidungen anstellen, was man den nun kauft.
Und irgendwann wird es zur Gewohnheit.

Steht eine grössere Anschafung an stellt man eher einmall Vergleiche auf, informiert sich, etc.

Irgendwie haben es Hesrsteller von langlebigen Gütern schwer...
O.K Handhels liegen so in der Mitte.

Gruss
dak

JuliaPapa
30.04.2002, 12:53
Hallo, dak429 und alle anderen,

&gt;&gt;Zum Thema Marken habe ich noch eine Theorie:
Eine Marke im Sinne von Kundenbindung funktioniert am besten bei Dingen, die ich immer wieder kaufe (kaufen muss) und die eher wenig kosten (also keine grosse Anschaffung darstellen).
Bei teuren langlebigen Anschaffungen wird das schwieriger.

Z.B kaufe ich bei Duschgel und Shampoo fast ausschliesslich von Nivea, denn bei solchen Sachen hat man sich einmal entschieden (noch ausgeprägter wird ist das bei Zigaretten) und möchte dann nicht jede Woche neue Entscheidungen anstellen, was man den nun kauft.
Und irgendwann wird es zur Gewohnheit.

Steht eine grössere Anschafung an stellt man eher einmall Vergleiche auf, informiert sich, etc.

Irgendwie haben es Hesrsteller von langlebigen Gütern schwer...&gt;&gt;

Was Du hier schreibst, ist Buffett in Reinkultur. Preiswerte und einfache Konsumgüter mit starken Marken sind ja sein absolutes Steckenpferd. Man kann relativ hohe Preise verlangen, hat aber wenig Kosten, weil F&E u.ä. nicht so sehr betrieben werden müssen (eine Rasierklinge ist seit 50 Jahren eine Rasierklinge).
Buffett mag aus dem gleichen Grund keine Maschinen- oder Autobauer. Hier sagt er, daß ein großer Teil der Gewinne wieder investiert werden muß, um neue Autos zu entwickeln und dafür wieder neue Maschinen anzuschaffen.

Was den Handy-Markt angeht, so bin ich als bekennender Handy-Hasser nicht übermäßig gut informiert. Der einst als Heilsbringer gepriesene UMTS-Standard verzögert sich weiter. Und ganz ehrlich - ich kann es mir nicht vorstellen, auf einem Handy-Display zu surfen oder Filme anzugucken. Ich habe große Zweifel, ob UMTS so der große Renner wird. Viele Kunden werden die Kosten gegen den Nutzen (s.o.) abwägen und bei Ihrem alten Handy bleiben. Und die neuesten Zahlen von Nokia, Ericsson und Siemens scheinen da ja zu bestätigen.

Ciao,

JuliaPapa

Dieter
05.07.2002, 09:17
Noch etwas zum Thema Marken. Das Ranking hätte ich so nicht erwartet.

Dieter

NOKIA IS MOST WELL-RESPECTED COMPANY

BMW is the top-ranked company in Germany in terms of being considered a brand, ahead of Sony, Nokia, Audi, Porsche and Volkswagen, survey of 1609 decision makers carried out by Capital magazine.
Nokia ranks first as the most well-respected company in Germany, ahead of BMW, Sony, Audi, Hewlett-Packard and Volkswagen.
Nokia also ranks first as the company which is considered to be the most innovative in Germany, ahead of Sony, BMW, Hewlett-Packard and Audi.

dak429
07.07.2002, 13:33
interessanterweise stehen da Porsche und Volkswagen auf vergleichbaren Rängen, die Gewinne, Profitmargen etc. dieser beiden Firmen waren zumindestens in den letzen Jahren doch recht verschieden.

Wenn man Marken nur anhand des Bekanntheitsgrades misst, stösst man wahrscheinlich nicht direkt auf die profitabelsten Firmen. Man sollte da eher in Richtung Kundenbindung, Ansehen der Marke (Luxusgüter bringen nunmal höhere Gewinnspannen), Branche (Konsumgüter des täglichen Gebrauchs sind meist profitabler zu verkaufen als langlebige) oder hohe Umstellungskosten (Microsoft und Intel sind eben nicht Marken im Sinne von CocaCola und McDonalds, sondern können sich aufgrund der enormen Umstellungskosten und Kompatibilitätsproblemen auf andere Systeme so gut behaupten ) schauen.

Fabule
03.12.2002, 21:56
Hallo, zusammen&#33;

Für alle, die Nokia noch im Depot haben, hier der Link zum Business-Week-Report:

http://research.businessweek.com/sprepor....mbol=MO (http://research.businessweek.com/spreports_files/report_free.asp?Symbol=MO)

Gruß,

Torsten

hans.i
21.05.2004, 13:48
hallo zusammen,

seit ende 2002 hat sich hier bez. nokia nüscht jetan.

habt ihr mal auf den heutigen kurs geschaut? 10,94 euro

hat sich jemand in der letzten zeit mal mit nokia beschäftigt?

fragt hansi mit gruss aus berlin

JanHendrik
22.05.2004, 18:42
hi hansi,
bei www.focusinvestor.com läuft gerade ne discussion üba nok.
Ich bin da auch aktiv, würd mich freun, wenn mal vorbeischaust.

cya,
jan

prince of persia
22.05.2004, 21:44
Moin JanHendrik&#33;

woraus leitest Du ein faires KGV von 16,5 ab?

Grüße
PoP

JanHendrik
23.05.2004, 19:23
hallo prince,
Ich habe das K/OE von nok subjektiv geschätzt.
Es ist ja ziemlich egal, ob ich das Wachstum prognostiziere, oder einen Kapitalisierungsfaktor suche.
M.E. ist nokia eben bei ca. 16,5 fair bewertet, das entspricht bei einem Zins von 10% ja "ewiges" Wachstum von ca. 4%.
Das ist auf ganz lange sicht, sicher ok für nok.
cya,
jan

Dieter
24.05.2004, 19:50
Am Anfang des Jahres hatte ich dem CEO noch geglaubt und nicht den Zweiflern. Das Vertrauen ist nun hinfällig. Die Preiserosion trifft Nokia genauso wie alle anderen Hersteller. Das ist für die Wirtschaft insgesamt bitter, aber leider ein unumstößlicher Fakt. Dazu kommt noch, dass Nokia nicht mehr so richtig trendy ist.

Gruß
Dieter

It now appears that Nokia’s strong finish to 2003 was more the result of handset competitors being component or capacity constrained, rather than a vindication of Nokia’s competitive strength

· As supply constraints eased into Q104, we believe a truer competitive picture has emerged i.e. Nokia’s product weakness resulted in a significant share loss, which in turn caused management to launch an aggressive campaign to stabilise share causing at least (near term) margin pressure

· the challenges Nokia is seeing are structural, meaning that while share may stabilise in handsets at some point, the company will need to accept lower handset margins medium term (we now assume device margins of 15% medium term compared with 22% previously)

· Nokia will be forced to make a share versus margin trade-off beyond just the near term while Nokia has few product gaps (i.e. clamshell), it suffers from weaknesses in several segments and in particular at the high-end colour screen market

· these weaknesses maytake at least six months to amend
· while Nokia’s strategic approach of only timing the introduction of additional functionality on devices (i.e. GPRS, colour screens, cameras, W-CDMA) when the mass market is approaching has proved appropriate in maximising margins, this is no longer relevant in light of the innovation being shown at competitors such as Samsung, Motorola and Sony Ericsson

· even though Nokia invested €2.0bn in R&D for the device businesses in 2003, the competitiveness of Nokia’s portfolio still has been materially eroded

· Motorola, Samsung, SEMC and Siemens seem to be simultaneously executing operationally (i.e. on profitability, time to market etc) as well as launching competitive products at least over 2004, this competitive situation may even intensify

· We are raising our industry unit forecasts by 4% for 2004 and 4% for 2005, and are now estimating a total market size of 620mn phones this year and 673mn next year

· However our full year 2004 growth estimate of 19% would imply that growth slows to 6% by the year-end
· Given there are still well over 50 handset manufacturers globally there is a significant risk in terms of oversupply if growth rates slow down quicker than we expect

Acquisition strategy needs to alter?
· for the Nokia devices business we believe the medium term outlook offers at best 2-3% sales growth
· This would in turn mean that Nokia need to consider more actively external opportunities
· the most obvious area for such acquisition activity is the Enterprise business, but we also see the potential for additional opportunities in software

· it is in the crucial areas of software and security where we believe the major impediments to success may lie
Software – need more commercial opportunities.
· Nokia’s decision to sell its Series 60 platform is very much an attempt to thwart Microsoft’s forays in to the mobile device market, our concern is that the company aim to resell it at cost

· even if Nokia were to see significant volume shipments to the external customers of this product (such as Siemens, Sendo, and LG Electronics), the commercial value would be limited

· Gaming. Nokia are seeking to make a success in mobile gaming, but we believe that the internally driven efforts have been lacklustre (witness the slow take-up of the NGage) and the externally driven efforts have been minimal (sega.com)

· Multimedia. Even beyond the gaming arena, Nokia’s stated intention is also to capture media type content revenues through relationships with content providers

· we believe currently its revenue opportunity is very limited with additional alliances required
Looking for new sources of value – so far limited success
· Club Nokia was targeted to achieve €1bn in revenues by 2004, but Nokia’s ambitions were significantly scaled down, largely due to operator objections.

· Gaming. Nokia’s entry into the gaming market has so far been met with limited success with the initial N-Gage model having a poor design and lacking decent operator support.

· New operating structure: medium term benefits but difficult to see for now
Margins or share – no longer both
· such is the competitive environment and the extent of Nokia’s product weakness, that share and margin may for a time at least offset each other

· although we expect market share to stabilise at 31%, we believe that margins in devices will trend towards 15%.
· Nokia’s market share should remain above 30% medium term
· While we believe thatpressures in developed market share could remain high, such is Nokia’s prowess in emerging markets (with an average share of 38% which ultimately will drive the handset market medium term), that overall share is unlikely to dip materially below 30%.

Product weakness looks extensive
· many of Nokia’s issues seem to stem from Western Europe, where we believe that in a highly subsidised market, price responsiveness may be more limited than other areas

Agio
30.05.2004, 16:39
Genau das ist es, Nokia ist derzeit nicht trendy, dafür hat sich zum Beispiel Samsung klammheimlich nach oben katapultiert. Ich habe mir vor kurzem ein neues Handy gekauft und kann das absolut bestätigen. Siemens kommt demnächst mit einer neuen Handy-Serie heraus, auch hier droht Ungemach. Nokia hat mehrere Spiele verloren, ist aber noch immer oben mit dabei. Ein Platzhirsch wird nicht so schnell aufgeben. Was kommen muss ist eine Produktoffensive die sich am Markt orientiert. Aber jeder weiß, dass es der doppelten und dreifachen Anstrengung bedarf, verlorene Marktanteile wieder zu erobern. Es bleibt spannend.

Grüsse Agio

klaus
18.06.2004, 21:37
Hallo Freunde des Value,
ich bin skeptisch, was die weiteren Aussichten von Nokia angeht.
Ich teile die Auffassung, daß NOK es schwer haben wird, die Ver- luste aufzuholen.
Leider habe ich keine Stopp-Loss-Kurse nach dem letzten Hoch gesetzt.

Ferner habe ich vor einiger Zeit gelesen, daß der Markt in China mit von chinesischen Firmen produzierten Geräten bestückt werden soll.
Da NOK keine so starke Marke wie Coca Cola ist, dürfte NOK (wie andere auch ) es schwer haben, gegen die in China selber produzierten Geräte anzukommen.

Ich hoffe aber weiterhin - und hoffentlich nicht vergebens -, daß NOK sich wieder erholt.

Klaus

JanHendrik
19.06.2004, 14:24
@ all,

M.E. ist Nokia immer noch DIE Marke unter jungen Leuten.
Wenn sie aus ihrer "Technik- Delle" herausgekommen sind, werden sie sicher wieder marktanteile jenseits von 35% inne haben.

cya,
jan

JanHendrik
15.07.2004, 19:12
Hallo,

aufgrund der heutigen Gewinnwarnung und der Diskussion auf www.focusinvestor.com möchte ich einige fragen aufwerfen, auf die ich keine Antworten finde.Sollte sich herausstellen, dass Nokia die Kriterien erfüllt, kann man auf dem jetzigrn Niveau sicher an einen Kaufe denken.

-" Durch welche Art von Produktmerkmalen ist es Nokia möglich, höhere Preise (und Margen...) durchzusetzen?"

-Wenn zu o.g. Mermalen der "first-mover&#39;s advantge" zählt:
"Wie produktiv ist die Forschung und Entwicklung von Nokia?"

- Sollte der Verkauf von handys außschließlich über den Preis laufen:
"Wie hoch sind die Markteintrittshürden für Billigproduzenten?"

-"Ist es wahrscheinlich, dass Nokia besondere Wertschöpfung wie über maintenance oder "Club Nokia" entdeckt?"

Vielen Dank,
Jan-Hendrik

Dieter
15.07.2004, 21:17
Hallo JanHendrik,

&lt;-" Durch welche Art von Produktmerkmalen ist es Nokia möglich, höhere Preise (und Margen...) durchzusetzen?"&gt;

Das war einmal und ist nicht mehr.

&lt;-Wenn zu o.g. Mermalen der "first-mover&#39;s advantge" zählt:
"Wie produktiv ist die Forschung und Entwicklung von Nokia?"&gt;

Leider war Nokia beim letzten Handyhype Last Mover

&lt;- Sollte der Verkauf von handys außschließlich über den Preis laufen:
"Wie hoch sind die Markteintrittshürden für Billigproduzenten?"&gt;

Einem Chinesen ist es egal von wem das Handy kommt, hauptsache es ist klappbar. Hat Nokia verpennt.

&lt;-"Ist es wahrscheinlich, dass Nokia besondere Wertschöpfung wie über maintenance oder "Club Nokia" entdeckt?"&gt;

Nokia braucht eine excellente Maintenance, weil die Dinger dauernd ausfallen. Club Nokia ist oder war was für Kids. Meine Tochter (15) war bereit für ein Nokia 350,- DM zu bezahlen. Nu ist es hin und siehe da, ein Siemens geht auf einmal auch. Nokia trifft jetzt das gleiche Problem wie alle anderen auch, nur etwas verzögert. Konkurrenzdruck und schwindende Marktanteile - die über den Preis zurückerobert werden sollen.

Gruß
Dieter

JanHendrik
16.07.2004, 15:46
Hallo Dieter,

ich bin dir sehr dankbar für die Antwort, schließlich kennst du dich in der Branche aus.
Da selbiges für mich nicht gilt, muss ich noch einmal um Verständnis fragen:
Gibt es gar keine Chance für einen Handyhersteller ein "no- commodity- product" herzustellen?
Wenn ja, dann dürfte es für auch für Siemens&#39; Handysparte schwer sein, dauerhaft die Kapitalkosten zu verdienen.

Vielen Dank im Voraus,
jan

JuliaPapa
05.01.2005, 16:20
Hallo, zusammen,

bei Businessweek Online gibt es zur Zeit einen kostenlosen Bericht über Nokia:

http://research.businessweek.com/sprepor....bol=NOK (http://research.businessweek.com/spreports_files/report_free.asp?Symbol=NOK)

Gruß,
JuliaPapa

JanHendrik
02.01.2007, 22:50
Mir ist aufgefallen, dass Nokia in Relation zum Wachstumspotential ziemlich günstig bewertet ist. Hat sich jemand das Unternehmen einmal genauer angeschaut?

Ich werde mich wohl mal an eine Analyse machen, aber vielleicht kam mir ja jemand zuvor http://www.value-analyse.de/iB_html/non-cgi/emoticons/smile.gif

Gruß,

Jan

Dieter
08.01.2007, 13:03
Hallo Jan Hendrik,

Nokia war meine 1. VA - das war vor 6 Jahren. Über die Wachstumsraten und das Für und Wider gab es eine fruchtbare Diskussion zwischen AndreasL33 und mir. Ich denke die müßte hier noch zu finden sein. Kann aber auch sein, dass es noch im IV Board war. Die Analyse habe ich noch - du müßtest sie nur aktualisieren.

Aus heutiger Sicht sind Technologieunternehmen für mich keine Valueunternehmen. Ich hatte mich von den damaligen Highflyern getrennt - obwohl es schmerzlich war.

Gruß
Dieter

JanHendrik
08.01.2007, 21:27
Dieter,

danke für deine Antwort&#33;

Ich habe mir NOK etwas genauer angeschaut und sie erscheinen relativ zum Wachstumspotential doch noch nicht unterbewertet. Zwar liegt dieser Einscätzung keine genaue Analyse zu Grunde, doch die ungefähre Richtung kann man ja aus EV/FCF usw. erkennen...

Ich warte vorerst auf niedrigere Kurse.

Jan

gavino
18.05.2012, 15:34
Nokia ist angeschlagen. Sie haben zum Jahresauftakt einen Verlust von fast einer Milliarde Euro verzeichnet. Sie machten Angesichts der scharfen Konkurrenz in der Branche machten im ersten Quartal von Januar bis März ein Minus von 929 Millionen Euro.. Der Umsatz ging um 30 Prozent auf knapp 7,4 Milliarden Euro zurück.
In Europa fiel der Umsatz um 35 Prozent, in China brachen die Einnahmen im Jahresvergleich sogar um 70 Prozent ein.

Bereits in der vergangenen Woche hatte das finnische Unternehmen einen Sparkurs angekündigt um aus der Krise rauszukommen.