PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : PC-Spezialist



quax1968
11.04.2002, 13:39
Hallo Board,

bin eher zufällig auf diese Internetseite gestossen und bin echt begeistert von den Informationen und dem Umgang der Leute untereinander. Endlich mal eine vernünftige Plattform mit vernünftigen Leuten und dem gleichen Ziel *

Nun, ich habe einige Bücher über fundamental-Analysen gelesen und denke das dies ein vernünftiger Ansatz zur Bewertung von Aktien ist. Allerdings, möchte ich mich mal eher als Anfänger dieser Materie bezeichnen.

Gleichzeitig möchte ich euch aber auch eine für mich interessante Aktie vorstellen. Es handelt sich hierbei um einen Neuen Markt-Titel, der da meiner Meinung nach wenig zu suchen hat – PC-Spezialist.
_

Wahrscheinlich passt dieses Unternehmen nicht in dieses Board da die Daten „nur“ bis 1996 zurückreichen (6 Jahre) und mann die vergangene Unternehmensleistung nicht unbedingt auf die Zukunft übertragen sollte.

Habe trotzdem mal versucht unter Value Aspekte die PC-Spezialist (Abk. PCS) zu untersuchen.

Die EKR bewegte sich von 1996-2001 zwischen 13% und 89%. Die durchschnittliche EKR beträgt 27,75 % (höchsten und niedrigsten Wert habe ich dabei ausgeschlossen).

Die Eigenkapitalquote beträgt derzeit rund 80% und das Unternehmen ist nahezu schuldenfrei.
Leider habe ich keine Angaben zu den Sachinvestitionen. (Diese dürften meiner Ansicht nach nicht sonderlich hoch sein, da es sich um kein produzierendes Unternehmen handelt).

Die Umsatzrendite (netto) beträgt 23,9% was mir als ausgesprochen hoch erscheint (Vorjahr 11,7%). Der gemittelte Wert beträgt 14,15% (wobei der Höchst- als auch der Niedrigstwert wieder ausgeklammert wurde)

Das geometrische Gewinnwachstum beträgt 33%

Die Aktie wird meiner Ansicht viel zu niedrig gehandelt so beträgt das KGV von 2001 gerade mal 10,8 bei einem Kurs von 9,5 Euro.

Insgesamt hat in Deutschland jeder 3te einen Computer. Dies ist im Ländervergleich geradezu niedrig. PCS will seine Stores nun auch Europaweit ausbreiten. In Deutschland sind sie nach eigenen Angaben marktführend. Vor allem von dem Einkaufsverbund erwarte ich eine weiterhin starke Zuwachsrate. Zudem handelt es sich bei Computer um relativ schnellebige Güter (Gleichstand = Rückschritt), so dass auch hier weiterhin mit Nachfrage gerechnet werden kann.

Was meint Ihr zu diesem Unternehmen?
http://www.value-analyse.de/iB_html/non-cgi/emoticons/smile.gif

quax1968
11.04.2002, 13:42
Hier noch eine Beschreibung zu PCS von Marketone:

Die Tätigkeit der PC- Spezialist Franchise AG konzentriert sich auf zwei Geschäftsbereiche: Das Franchising und die Einkaufsgemeinschaft Microtrend.

PC-Spezialist fungiert als IT- Dienstleister für seine Kunden, den Franchise-Nehmern. Die Leistungen der Gesellschaft drücken sich darin aus, daß auf der einen Seite die Marketing- und Vertriebsaktivitäten der Franchise-Nehmer unterstützt werden und auf der anderen Seite bei den Herstellern von PC Soft- und Hardware die Einkaufskonditionen der PC-Spezialist Franchise-Nehmer und Microtrend Partner optimiert werden.

Unter der Dachmarke "PC-Spezialist" vergibt sie Franchise-Lizenzen im Computereinzelhandel an Existenzgründer und Fachhändler und liefert ein vollständiges Konzept für die Beschaffung und den Absatz von Personalcomputern, Notebooks, sonstiger Hardware, Software sowie Zubehör einschließlich eines Organisationskonzepts.

Franchising ist ein vertikal/kooperativ organisiertes Absatzsystem rechtlich selbständiger Unternehmer. Dieses System tritt am Markt einheitlich auf und wird einerseits durch das arbeitsteilige Leistungsprogramm der einzelnen Systempartner und andererseits der Gesellschaft sowie durch ein Weisungs- und Kontrollsystem eines systemkonformen Verhaltens geprägt.

In den Franchiseverträgen sichert sich die Gesellschaft weitgehende Steuerungs- und Kontrollmöglichkeiten und räumt den Franchise-Partnern Nutzungsrechte an Schutzrechten und Know-how ein. Im Gegenzug verpflichtet sich die Gesellschaft zur Ausbildung, zur laufenden aktiven Unterstützung des Franchise-Partners und zur ständigen Weiterentwicklung des Konzeptes.

Die Franchise-Partner sind in eigenem Namen und auf eigene Rechnung tätig. Sie sind berechtigt und verpflichtet, das Franchise-Paket gegen Entgelt zu nutzen. Der Vertrieb der genannten Produkte erfolgt bundesweit in Franchise-Stores sowie in einem Franchise-Store in Luxemburg. In den Betrieben der Franchise-Partner werden auf dem Franchisekonzept basierend Computer Hardware und Zubehör kundengerecht und individuell erstellt und konfiguriert.

Neben dem Unternehmensbereich Franchising betreibt die Gesellschaft unter dem Namen "Microtrend" eine Einkaufsgemeinschaft für in Deutschland ansässige IT-Markteilnehmer. Wesentlichstes Merkmal für die Mitglieder von Microtrend ist der Bezug von Waren zu den von der Gesellschaft mit den Lieferanten ausgehandelten Einkaufspreisen. Die Bündelung von Einkaufsbestellungen ermöglicht der Gesellschaft, Verträge zu Großhandelspreisen ohne Mindestabnahmemengen abzuschließen.

ClausJ
12.11.2003, 10:29
Hallo,

hat sich sonst nochmal einer die Mühe gemacht diesen Wert zu beobachten.
Bei dieser Aktie gab es wirklich sehr günstige Einstiegsgelegenheiten. Mittlerweile hat Sie ein Alltime-Hoch erreicht. Das KGV und die Wachstumsaussichten sind immer noch hervorragen.

Die Aktie ist nu breit gestreut, da in den letzten Wochen viele Institutionelle gekauft haben.

Eure fachkundige Meinung würde mich interessieren

Grüsse
Claus

lekcin
12.11.2003, 17:44
hallo claus,

wo siehst du die wachstumsaussichten ?

gruß

ClausJ
14.11.2003, 10:19
Ich persönlich beurteile die Wachtumsaussichten nach wie vor als gut.
Die Eintrittbarieren in diesen Markt sind sehr hoch. Der Einkaufsverbund sorgt für günstige Preise und hält somit Wettbewerber fern.
Man darf hier nicht den Fehler machen, die Computer mit Aldi-Rechnern zu vergleichen. Nicht das die Computer bei PCS besser sind, aber hier wird eben noch eine vernünftige Dienstleistung angeboten. Und nicht jeder Verbraucher ist ein Experte.
Grundsätzlich ist alles eine Frage der Vermarktung.
Weiterhin sollte man auch bedenken das die PCS nicht nur Rechner vertreibt. Es entwickelt sich jetzt gerade ein kleiner Boom mit Beamern für Kinofeeling zu Hause.
Ich denke es wird in Zukunft immer wieder irgendwelche Dinge geben, welcher der Verbraucher haben will.

Aber interessant finde ich vor allem die Bilanz und das eigenständige Auftreten am Markt. Ich kenne kaum ein Unternehmen welches so vorsichtig agiert. Während der Boomzeit, wollte jedes Unternehmen durch Zukäufe schnell wachsen. Dies hat in den meisten Fällen nicht geklappt.
Ich denke das ist ein Pluspunkt für das Management.

Gruss
Claus

ClausJ
27.04.2004, 16:13
Habe mir heute auch mal die Bilanzen aus 2003 angeschaut.
Auffallend ist der gestiegene Umsatz um ca 25%. Der Gewinn aus dem operativen Geschäft ist dagegen gerade ma 1,9% gewachsen.
Die Personalkosten und Materialkosten sind gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen und haben das Ergebnis maßgeblich beeinflusst
So wie ich aus der Bilanz ersehen konnte hatte PC-Spezialist auch Rückstellungen aufgelöst und hat (meiner Meinung nach)damit den Gewinn im Rahmen des erlaubten etwas modifiziert. Auch die Verbindlichkeiten und Forderungen sind deutlich angestiegen. Die liquiden Mittel betragen rund 33% der Bilanzsumme. Insgesamt ist PCS sehr solide finanziert. Die EK-Quote beträgt 81%.
Die messbaren Qualitätskriterien werden fast alle erreicht. Die EKR beträgt rund 19%.
PCS muss nicht viel investieren um Gewinne zu erwirtschaften. Das Verhältnis Sachinv/Cashflow beträgt 9,75%.

Eigentlich ist PCS ein solides Unternehmen. Jedoch ist das Gewinnwachstum sehr gering und beträgt durchschn. 5% (letze 3 Jahren). Und hat sich somit deutlich abgeschwächt.
Betrachtet man den geo Wachstum aus den letzten 5 Jahren so ist ein Wachstum von 25% ersichtlich.

Ob PCS bei besserer Konjunktur Ihre Gewinne nachhaltig steigern kann ist hier wohl die entscheidende Frage. Dies wird zukünftig sicherlich nicht einfach sein.



Gruß
Claus

ClausJ
28.04.2004, 13:02
Nun ich habe etwas an der Analyse weitergearbeitet.
Die aktuelle Sicherheitmarge beträgt rund 52%

Folgende Werte wurden zugrundgelegt
NCF 2624
NCF-Wachstum: 10%
Diskontsatz: 8%

Damit liegt die Sicherheitmarge im Mittel. Es gab in 2002 eine Sicherheitmargen von 246%
Und im Jahr 2001 eine Sicherheitsmarge von 103%

Das Signal 2 beträgt 7%
Gewinn (erwartet) 0,8
Wachstumsrate 10%
KGV: 12

das durchschnittliche KGV aus der Vergangenheit lag alllerdings um einiges höher (22,9). Da der Kurs vor allem in der Boomphase sehr schwankte. Aus diesem Grunde habe ich das KGV aufgrund der beschränkten Wachstumsaussichten auf 12 gesenkt.

Das Signal 3 (EKR): ergibt einen Wert von 29%.
dEKR: 19%
EK/Aktie: 4,2
einbehaltene Gewinne 60%

Auch hier habe ich eher konservativ bewertet.

Es wir deutlich das PCS vor allem in 2001 und 2002 ein Kauf war. Derzeit würde ich PCS als Halteposition sehen.

Grüße Claus

prince of persia
05.09.2004, 13:31
Hallo,

es wurde ja bereits Einiges über PC-Spezialist gesagt, dennoch genießt dieser Thread ein Schattendasein. Zu Unrecht, wie ich finde. Mit dieser Kurzanalyse möchte ich mein neues Investment PC-Spezialist vorstellen:

Profil: Die PC-SPEZIALIST Franchise AG hat zwei Geschäftszweige. Zum einen ist das Unternehmen im IT-Franchising (PC-Spezialist) tätig und zum anderen auch Systemzentrale der größten PC-konzentrierten Handelskette in Deutschland (Microtrend).

1) PC-Spezialist:

Im Franchise-Bereich werden Franchise-Lizenzen an selbstständige Unternehmer vergeben, die unter der Marke PC-Spezialist, IT-Stores eröffnen können. Die PCS-Franchisenehmer haben Wettbewerbsvorteile gegenüber dem Groß des IT-Fachhandels (z.B. in der Beschaffung durch Einkaufsvorteile und Verhandlungsmacht gegenüber Lieferanten, keine Lagerhaltung, fachliche Kompetenz, guter Kundenservice, die Marke usw.), was sich in einer deutlich unterdurchschnittlichen Insolvenzquote von ca. 5% zeigt, bezogen auf die PCS-Stores in Deutschland ohne Stützpunkthändler müsste sie eher bei 2 bis 3% liegen. Im IT-Fachhandel liegt die Insolvenzquote bei 15%. Franchisenehmer können zwar nicht reich werden, aber sie verdienen i.d.R. Geld, das so wörtlich „in Bezug auf den Aufwand angemessen“ ist und wenn sich der Store behauptet, was zu mehr als 95% der Fall ist, haben die Franchisenehmer einen Job auf Lebenszeit und sind dann m. E. ihr eigener Chef. Es gibt also durchaus Gründe, sich PC-Spezialist anzuschließen, jährlich gehen etwa 3.000 Bewerbungen ein). Das hat sich in der Vergangenheit in einem mehr oder weniger starkem Wachstum manifestiert, was zusätzlich durch den Boom von 99 - 01 angeheizt wurde sowie durch eine Übernahme in Österreich, der sich als fehlgriff erwiesen hat. Dann ist jedoch eine Bereinigung eingetreten und die Partnerzahlen haben sich in den vergangenen Jahren verringert.

Partnerzahlen von PC-Spezialist:

1995: 50
1996: 48
1997: 64
1998: 81
1999: 98
2000: 142
2001: 130
2002:126
2003: 115 (ohne Mover)
2004e: 101 (o. M.)

Wenn man genauer hinschaut sind es jedoch zum Großteil Stützpunkthändler (übernehmen das PCS-Geschäftsmodell nur z. T. auf Zeit) gewesen, die für die AG wenig wirtschaftlich sind und hinzu kommen die übernommenen Stores in Österreich. Bezogen auf Deutschland haben sich die Partnerzahlen in den vergangenen drei Jahren wie folgt entwickelt:

-------------------------------------------2001--2002--2003--2004e
N-Stores (1,5 – 2,5 Mio Umsatz):-----40-----45----51-----60
C-Stores (2,0 – 4,0 Mio Umsatz):-----27-----23----25-----25
XL-Stores (3,5 – 6,0 Mio Umsatz):-----5-----5-----5------4
Gesamt: --------------------------------72-----73----81-----89

Außerdem:
Stützpunkthändler:--------------------58-----53----23-----9
Stores in Österreich: ------------------22-----25----8------2

In Luxemburg müsste auch noch ein Laden sein. Hinzu kommen auch noch die sog. Mover, die ich erstmal nicht weiter beachte und folglich in den obigen Zahlen nicht drin hab.

Für Deutschland sind langfristig rund 300 Stores geplant, was nicht unrealistisch ist, wobei dieses Ziel bei einem Store-Wachstum von derzeit rund 8% in Deutschland jedoch noch länger auf sich waten lassen sollte. In diesem Jahr wird zudem der Startschuss für die Auslandsexpansion fallen, wenn PC-Spezialist zunächst unter eigener Führung einen Laden in Wien eröffnet, der dann als Vorzeigeobjekt für weitere Stores dienen soll. Es handelt sich hierbei jedoch um einen neuen Store-Typen, der neben PCs auch Produkte rund um das Thema Unterhaltungselektronik anbietet. Diese beiden Segmente wachsen ja zunehmend zusammen und die Sache wird zunehmend komplexer, was ein Store in dieser Richtung nicht abwegig erscheinen lässt. Zudem hätte so ein Store eventuell den Vorteil von Cross-Sellings, wenn sich die loyale Kundschaft, die sich ein Store erarbeitet, auch für andere Produkte interessiert und nicht nur für den PC. In der Theorie klingt das nicht schlecht, aber ob das ein Erfolg wird steht wohl noch in den Sternen. Sobald der Store rentabel ist, ist dann der Eintritt in einem anderen europäischen Land nach dem selben Muster geplant. Aufgrund der Unklarheit der Wachstumsperspektiven im Ausland habe ich diese in meinen Prognosen nicht weiter beachtet.

2) Microtrend:

MIcrotrend ist Marktführer (-> Wettbewerbsvorteil) im Segment der Einkaufskooperationen für den IT-Fahchandel. Microtrend bietet seinen Mitgliedern Wettbewerbsvorteile in der Beschaffung sowie Marketing-Dienstleitungen, was die angeschlossenen Stores wettbewerbsfähiger macht und das Insolvenzrisiko von derzeit 15% im IT-Fachhandel erwiesenermaßen (Studien) schmälert. Die Leistungen von Microtrend werden nun deutlich ausgebaut werden (EGIS). Derzeit zählt Microtrend 1.122 Partner. Das Partnerwachstum hat sich enorm verlangsamt, nachdem PC-Spezialist die Zugangsbedingung verschärft hat. Man will nun verstärkt qualitativ wachsen. Die langfristigen Wachstumsperspektiven stehen aber außer Frage, da rund 80% aller IT-Fachhändler unorganisiert sind und der Druck auf den IT-fahchandel stetig zunimmt (derzeit haben wir z.B. ein Negativ-Saldo von rund 7% p.a. bezogen auf die Anzahl der IT-Läden in Deutschland, sprich 15% werden insolvent, aber nur 8% kommen nach). Im Bereich der Unterhaltungselektronik dagegen liegt die Quote der unorganisierten Fachhändler bei gerade mal 15%.

Die Partnerzahlen von Microtrend haben sich wie folgt entwickelt.

1995: 34
1996:108
1997:138
1998: 251
1999: 396
2000: 574
2001: 784
2002: 900
2003: 1.117
2004e: 1225

Fundamentals:

Die PC-Spezialist Franchise AG arbeitet hochprofitabel. So belief sich die Netto-Gewinnmarge in den vergangenen 7 Jahren auf durchschnittlich 25%.
Die Kapitalrendite (RoIC) liegt bei phänomenalen 90%! Das Unternehmen kann daher einen Großteil seiner Gewinne an die Aktionäre ausschütten. Rund 90% der Gewinne sind frei, was so viel heißt, dass sich die Free Cash Flow Marge mehr als 20% beträgt, ne achte Cash-Maschine also. Im letzten Jahr wurden 89 Cent je Aktie (bereinigt um einmalige Steuereffekte) verdient, wovon 40 Cent ausgeschüttet wurden. Zudem wurden bereits 10% der Aktien in diesem Jahr zurückgekauft. Ich rechne damit, dass sich die Ausschüttungsquote für dieses Jahr erhöht und noch einmal bis zu 10% der Aktien zurückgekauft werden, was PC-Spezialist locker aus dem Cash Flow und Barmitteln finanzieren kann. Zu welchem Preis das Unternehmen Aktie zurückkaufen kann zeigt folgende DCF-Prognose:

Gewinn je Aktie in 2004e: 80 Cent
Free Cash Flow je Aktie in 2004: 80 Cent * 0,9 = 72 Cent

Wachstum FCF 1 -6 Jahre: 7%
Wachstum FCF 7 -12 Jahre: 4%
Wachstum FCF ewig: 1,5%

Diskontierungsfaktor: 9%

Barwert der FCFs: 14 Euro je Aktie
Bankverbindlichkeiten: Keine
Überschüssige Liquide Mittel: ca. 1 Eur je Aktie

Innerer Wert: 15 Eur je Aktie


Grüße
PoP

ClausJ
14.09.2004, 08:19
Hallo Prince,

mittlerweile sehe ich PCS nicht mehr ganz so positiv. Zwar ist die Bilanz eine Augenweide. Aber das Management lässt bei mir Zweifel aufkommen. Ich habe meinen Aktienbestand deshalb aufgelöst.
Wie Du an den unteren Postings siehst war ich recht früh in PCS investiert. Ein Grund war das bisherige Gewinnwachstum. Irgendwie hat da PCS in letzter Zeit etwas verschlafen. Das Wachstum ist praktisch null.
Allerdings glaube ich, sind Kurse um die 8,00 Euro recht günstig.

Das Managment täte jedoch gut daran, das Kapital an die Anleger auszuschütten, da es PCS bisher nicht gelungen ist das EK weiter sinnvoll einzusetzen.
Seit Jahren hat PCS einen großem Teil in der Kasse. Da frage ich mich, kann man das nicht besser einsetzen?
Statt dessen wird nun versucht sich selber zu belohnen (mit Hilfe von Aktienoptionen. Dies kann nicht im Interesse der Anleger sein. Mir ist das Management nur wenig vertrauenswürdig.

Was hat PCS in den letzten 24 Monaten erreicht?

prince of persia
14.09.2004, 10:32
Hallo ClausJ,

ich hatte PCS vor ein paar Monaten schon für 12,x gekauft und danach ebenfalls recht schnell wieder verkauft. Die Gründe waren dieselben, die Du nanntest.

Zum Management: Ich denke man sollte da unterscheiden. Ich habe mich da inzwischen etwas schlauer gemacht und betrachte die Sache etwas differenzierter. Ich würde heute nicht mehr sagen, dass das Management nicht vertrauenswürdig ist. Der Führungsstil ist nur bislang nicht ganz im Einklang mit den Aktionärsinteressen gewesen. Ich glaube jedoch nicht, dass dies so weitergeht. Zur Gewinnverwendung erzählte mir der Vorstand von einigen Projekten, darunter EGIS, die Pilotstores im Ausland, eine mögliche Akquisition im Bereich der Einkaufkooperationen etc. Nach diesen Investitionsprojekten bleibt aber immer noch Cash übrig, die das Management für Dividenden und Aktienrückkäufe benutzen kann. Ich glaube nicht, dass das Management weiter daran interessiert ist, Bankkontorenditen zu erzielen. Wie Du siehst haben sie schon den 1. Schritt gemacht und 10% der Aktien eingezogen. Auch kann ich mir gut vorstellen, dass sie die Ausschüttungsquote erhöhen oder eine Sonderdividende zahlen und nächstes Jahr weiter Aktien einziehen. Betrachtet man z.B. das Aktienoptionsprogrammen etwas differenzierter, kann man darauf schließen, dass sich das Management in puncto Gewinnverwendung schon anstrengen muss, da der Ausübungspreis 12 Euro je Aktie beträgt. Zu guter Letzt hat man eine neue Aktionärstruktur, die selbst auf eine Änderung der Gewinnverwendung drängt und wenn es darauf ankommt auf der Hauptversammlung das Ein oder Andere bewirken kann. Letzen Endes gäbe es die Aktie auch nicht so billig, wenn der Führungsstil schon immer anders gewesen wäre.

Zur Performance: Das Gewinnwachstum der letzten Jahre war in der Tat praktisch gleich null. Wie ich dargestellt habe waren zum einen die Partnerzahlen bei PC-Spezialist rückläufig und zum anderen lief es bei Microtrend mit dem Ertragswachstum nicht mehr so dolle, weshalb die Zugangsbedingungen verschärft wurden. Zu diesem Umstand kam noch erschwerend hinzu, dass die Umsätze in der gesamten IT-Branche vom Jahr 2000 bis zum Jahr 2003 um 30% gesunken sind und erst seit 2003 wieder einen Boden gefunden haben. Das lässt PCS natürlich nicht kalt.
Ohne Wachstum ist PCS nun recht anfällig auf weiteren Umsatzschwund, der sich ja im Einzelhandel aufgrund der miserablen Konsumstimmung erneut abzeichnet, zumal die Fixkosten auch nicht gering sind - daher auch die "halbe" Gewinnwarnung. Mit 9 Stores haben wir jedoch ein Storewachstum von 8% bzw. ein Umsatzwachstum von ca. 6% bezogen auf den Franchisebereich und da ist auf der Ertragsseite auch wieder Luft nach oben. Erschwerend kommt für dieses Jahr hinzu, dass die Storeeröffnungen in das 4. Quartal fallen, aber es kommt ja auch nicht auf einen Jahresabschluss an. Mit diesem Storewachstum kann PCS schwächere Konsumjahre überkompensieren und auch Microtrend hat nach wie vor Wachstumspotenzial. Vom Partnerwachstum abgesehen dürfte es bei Microtrend schon im nächsten Jahr zu einer spürbaren Ertragsbelebung kommen. Bei Microtrend wird ein Großteil der Lieferantenprovisionen einfach nicht erfasst. Nun bietet Microtrend seinen Partnern ein neues Online Informationssystem (EGIS) an, mit dem sie tagesaktuelle Preis und Verfügbarkeiten abfragen können. Für die Partner bedeutet das teilweise eine enorme Zeitersparnis, weil sie sich bislang durch verschiedenste Systeme der verschiedenen Lieferanten durchwühlen müssen um die günstigsten Angebote zu bekommen. Bestellungen die über EGIS laufen werden auch erfasst. Die Lieferanten sind schon angeschlossen und ich bin zuversichtlich, dass sich auch viele Partner anschließen. Der Grund für meine Zuversicht: der Service ist kostenlos!

Grüße
PoP

prince of persia
09.11.2004, 23:03
PC-SPEZIALIST eröffnet 1. Pilot-Store für digitalen Lifestyle

DIGITAL INC. wird nach Erfolg in Wien als neues Franchiseangebot für Europa etabliert

Wien, 9. November 2004 - Neuer Name und neues Store-Konzept: Die PC-SPEZIALIST Franchise AG, Deutschlands größter IT-Franchisegeber, startet jetzt ihre Expansion in Richtung Europa. Mit dem Pilot-Store "Tempel des Digitalen" im SCS Multiplex in Wien öffnet ein Geschäft, das ausschließlich Produkte des digitalen Lifestyles anbietet.
"Wir verkaufen nicht nur ein Produkt, sondern zeigen die Möglichkeiten der Anwendung dieser Geräte," erklärt Vorstandssprecher Frank Roebers. "Unsere Kunden können die Waren nicht nur anschauen, sondern auch anfassen und erleben, das ist ein großer Unterschied zum Wettbewerb."

DIGITAL INC. - ein klares Bekenntnis zum Digitalen
Der Fan des Digitalen will im Geschäft innovative und trendige Produkte kaufen, die Design und Funktion perfekt vereinen. Er bekennt sich klar zur Qualität seiner Hard- und Software. Im DIGITAL INC. Store wird er Personal finden, das seine Begeisterung für diese Produkte und Anwendungen teilt. "Beratung heißt bei uns, das Gespräch auf Augenhöhe zu führen," betont Frank Roebers. "Unsere Mitarbeiter verstehen, welche Ansprüche der Kunde hat und können schnell eine Lösung anbieten."
Das Sortiment bei DIGITAL INC. umfasst über 1000 Produkte. In der WLAN Lounge gibt es genug Platz zum Ausprobieren und ausführlichem Austausch mit Gleichgesinnten - das Surfen im Web ist hier kostenlos möglich.

Abtauchen in die Welten des Digitalen
Die Innenausstattung von DIGITAL INC. ist in schwarzen, roten und grauen Farbwelten gestaltet. In dieser trendigen Atmosphäre können die Kunden sofort in ihre Welt des Digitalen "eintauchen". Hier finden sie Produkte aus den Bereichen PCs, Notebooks, Home Entertainment, Digital Imaging & Printing, Mobility & Communication sowie Games World & Modding. Das Geschäft präsentiert Neuheiten, Trends und Produkte, die sowohl den Digital-Einsteiger als auch den Profi-User begeistern. Im Technikbereich rüsten die Fachleute den Alt-PC so um, dass er auch für neue Spiele oder DVD-Abende geeignet ist. Der Spielefan, der das neueste Game ausprobieren will, findet bei DIGITAL INC. auch Updates und Lösungstipps. "Bei uns sollen sich Menschen treffen und wohlfühlen, die wissen, dass ein Bit keine Biermarke ist," betont Frank Roebers.

Die PC-SPEZIALIST Franchise AG ist Franchisegeber und Systemzentrale der größten IT-Einkaufskooperation in Deutschland. 1.200 Partner verkaufen unter den Marken PC-SPEZIALIST und MICROTREND Produkte und Anwendungen rund um den PC. Mit DIGITAL INC. geht PC-SPEZIALIST jetzt einen neuen Weg. Nach der erfolgreichen Etablierung am Markt sollen weitere Stores in Europa folgen. Diese werden zunächst als Company-Stores geführt und nach der erfolgreichen Etablierung im Markt startet DIGITAL INC. dann im jeweiligen Land als Franchisesystem.

Kontaktinformationen:

DIGITAL INC.
Public Relations
Alexandra Linck
fon: 0521-9696 292
fax: 0521-9696 296
email: ir@pcspezialist.de
Fotos und Pressearchiv unter www.pcspezialist.de


Quelle: www.news-ticker.org, erhalten über Google-Alert. Dort kann man sich automatisch die neuesten Nachrichten über XY zuschicken lassen. Dazu auf Google-News-Suche gehen einen Suchbegriff eingeben und dann unten auf "Erhalten Sie mit Google Alerts die neuesten Nachrichten über XY" klicken.

prince of persia
11.11.2004, 14:00
Medion hat heute mit seinen Quartalszahlen einen schlechten Vorgeschmack auf die Zahlen von PCS geliefert. Wie es aussieht hält der Käuferstreik in Deutschland weiter an, genauso wie die Preise weiter sinken. Für das Gesamtjahr erwartet der Vorstand ein um mehr als 40% verringertes operatives Ergebnis, ohauaha. Für die Zukunft wird u.a. "eine Normalisierung" des Konsumverhaltens in Deutschland relevant sein. Fazit: "Normal ist das nicht" !? Na ja, vielleicht sehen wir PCS ja noch günstiger. Außerdem habe ich so die Hoffnung, dass das Geschäft im Schlussquartal besser ausfällt. Die Umsätze und Gewinne im gesamten Einzelhandel scheinen sich weiterhin zum Schlussquartal zu verschieben. Zudem besteht hier anscheinend Nachholbedarf bei langlebigen Gütern.

Fabule
23.11.2004, 21:35
Hallo, zusammen!

Die Zahlen sind (wie erwartet nicht berauschend, aber) da:

>PC-SPEZIALIST Franchise AG, ISIN DE0006873805 / WKN 687 380
Ad hoc-Mitteilung gemäß §15 WpHG

PC-SPEZIALIST Franchise AG Neunmonatszahlen 2004
Ergebnis je Aktie auf Vorjahresniveau / Umsatz und Vorsteuerergebnis unter Vorjahr

Bielefeld, 23. November 2004: Der Jahresüberschuss lag zum 30.09.2004 mit 1.809 TEUR um 6,5% unter dem Vorjahresergebnis von 1.934 TEUR. Das Ergebnis je Aktie entsprach mit 0,51 EUR dem Vorjahreswert. Das EBIT ging auf 2.679 TEUR zurück (Vorjahr: 3.440 TEUR). Die EBIT-Marge lag zum Stichtag bei 25,9%.
Der Konzernumsatz ging auf 10.358 TEUR zurück (Vorjahr: 11.534 TEUR). Im Umsatz enthalten sind zentrale Warenumsätze in Höhe von 2.567 TEUR (Vorjahr: 2.297 TEUR). Bereinigt um den zentralen Warenumsatz lag der Konzernumsatz mit 7.791 TEUR um 15,7% unter dem Vorjahreswert von 9.237 TEUR.

Zum 30.09.2004 wies die Konzernkapitalflussrechnung einen operativen Cash flow in Höhe von 2.404 TEUR aus (Vorjahr: 2.031 TEUR). Der Finanzmittelbestand lag mit 11.633 TEUR unter dem Vorjahreswert von 14.251 TEUR. Dies war im Wesentlichen durch den Aktienrückkauf bedingt. Zum 30.09.2004 betrug der Kurswert der eigenen Aktien 3.244 TEUR.

Zum 30.09.2004 zählte der PC-SPEZIALIST Konzern insgesamt 1.267 Partnerbetriebe - davon 1.161 MICROTREND und 106 PC-SPEZIALIST Partner inkl. 22 MOBILE PC-SPEZIALIST Partner. Momentan befinden sich 15 Vorvertragspartner in der Eingliederungsphase; mindestens sechs von ihnen sollen im ersten Quartal 2005 ihren eigenen PC-SPEZIALIST Store eröffnen.

Das Management geht aufgrund der bisherigen Ergebnisentwicklung davon aus, dass der im Rahmen der Halbjahreszahlen kommunizierte untere Rand der Erwartung - ein Ergebnis je Aktie von 0,76 EUR (Vorjahresniveau) - erreichbar ist. Im Vergleich mit den Vorjahren ist diese Prognose aber mit einer ungleich höheren Unsicherheit behaftet. So ist in diesem Jahr nicht nur der Verlauf des Weihnachtsgeschäfts für die Franchise- und MICROTREND Partner von Bedeutung. Daneben bleibt die Entwicklung des österreichischen Pilotbetriebs DIGITAL INC., der am 11.11.2004 in Wien eröffnet hat, abzuwarten.

Den vollständigen Neunmonatsbericht finden Sie auf unseren Investor Relations Seiten im Internet unter www.pcspezialist.de/ag.

PC-SPEZIALIST Franchise AG, Investor Relations, fon: 0521/ 96 96 292, mailto: ir@pcspezialist.de<

Gruß,

Torsten

prince of persia
06.12.2004, 20:51
PRESSEMITTEILUNG

PC-SPEZIALIST Franchise AG und iTeam Systemhauskooperation beschließen
strategische Partnerschaft

Bielefeld/Schweinfurt, 3. Dezember 2004 - Die PC-SPEZIALIST Franchise AG
und die iTeam Systemhauskooperation haben eine umfassende strategische
Zusammenarbeit besiegelt, PC-SPEZIALIST hat sich hierzu auch
gesellschaftsrechtlich an der iTeam beteiligt.

Marktvolumen gesteigert - Dienstleistungsangebot erweitert
Ziel dieser Kooperation ist es, die Stärken beider Unternehmen miteinander
zu vereinen.

Zur iTeam gehören derzeit 280 IT-Systemhäuser, die flächendeckend in
Deutschland vertreten sind. Die gesamte iTeam Gruppe hat 2003 einen
Außenumsatz von 1,4 Milliarden Euro erwirtschaftet. Die Systemhäuser sind
dabei im gesamten Bundesgebiet tätig. Abweichend vom Konzept der meisten
Kooperationen sind die Schwerpunkte dieses Verbundes weniger in der
Bündelung von Einkäufen sondern in der gemeinsamen aktiven Vermarktung von
Projekten und Dienstleistungsvolumina definiert worden. Über die bundesweit
flächendeckende Präsenz und das etablierte Expertennetzwerk können
Filialisten aus dem deutschen Mittelstand in Generalunternehmerfunktion mit
zentral gesteuerten Prozessen beim effizienten Einsatz ihrer IT Anlagen
unterstützt werden.
Zum Franchisesystem PC-SPEZIALIST gehören heute in Deutschland 83 Partner
mit STORE und 22 mobile Händler; 1108 Partner zählen zur
IT-Einkaufskooperation MICROTREND.

Mit dem Zusammenschluss werden die Erfahrungen der iTeam aus der
professionellen Erbringung von Services für Mittelstandskunden und das
Know-how von PC-SPEZIALIST in der Optimierung von Handels-prozessen zu
einem erfolgreichen Ganzen verschmolzen.

Neue Perspektiven für die Partner
Die neue Kooperation wird für beidseitigen Partner zahlreiche
Synergieeffekte bringen.

* Durch die beiderseitige Verdopplung des Einkaufsvolumens wird die
* Marktposition im Einkauf für alle Partner weiter verbessert und neue
* Systeme werden die Prozesskosten für Handelsströme bei den Partnern
* deutlich verringern.
* Der Bereich der Akademie wird weiter ausgebaut. Bisher getrennt geführte
* Seminare werden abgeglichen und somit ein optimales Schulungsprogramm
* für alle Partner angeboten. Speziell kostspielige
* Herstellerzertifizierungen werden so für die Partner deutlich günstiger
* und das Gesamtangebot kann durch die größere Zielgruppe deutlich
* erweitert werden.
* Das Marketing in Zusammenarbeit mit den Herstellern kann noch effektiver
* gestaltet und weiter gebündelt werden. Durch das gesteigerte Volumen
* kann die Generierung von guten Endkundenleads weiter intensiviert
* werden.
* Wie schon die PC-SPEZIALIST und die MICROTREND Partner können nun auch
* die iTeam Partner zeitnah die EGIS Datenbank nutzen. Hiermit sind
* Verfügbarkeiten und Preise bei der Distribution in Echtzeit abrufbar und
* es können Produktvergleiche online vorgenommen werden.

Durch den Zusammenschluss steigt der gemeinsame Außenumsatz auf 2,3
Milliarden Euro. Damit ist der Verbund mit deutlichem Abstand der Größte
der Branche. Zu seiner endgültigen Wirksamkeit bedarf der Vertrag noch der
Genehmigung des Aufsichtsrats.

prince of persia
13.12.2004, 10:48
Link (http://irpages.equitystory.com/vara-research/analysis_pcspezial_101204.html#swot)

prince of persia
17.02.2005, 11:33
Kooperativen im Fachhandel: Was sie bieten, was sie bringen

Lohnt es sich für Systemhäuser, Mitglied in einer Kooperation zu werden?

14.02.2005 16:00 | von silicon.de

Der Markt für den deutschen IT-Fachhandel im weitesten Sinne – also auch für alle, die ihr Geschäft im Dienstleistungsbereich machen – ist derzeit in Deutschland nicht gerade rosig, da kein positives Investitionsklima herrscht. "Wir sind der Meinung, dass das Endspiel angepfiffen ist. Besonders im Einzelhandel wird es innerhalb der nächsten zwei Jahre eine Marktbereinigung geben – auch für Ketten, die nicht groß genug sind. Bei Systemhäusern wird eine ganz starke Konsolidierung und Professionalisierung eintreten." Das ist die Einschätzung von Oliver Haubrich, Geschäftsführer der europäischen Verbundgruppe ElectronicPartner, zu der die Systemhaus-Gruppe ComTeam gehört, zur derzeitigen Geschäftslage.

Hilft das Zusammenrücken in einem Verbund da weiter? Kooperationen entwickelten sich von Einkaufsgemeinschaften zu Organisationen, die ihren Mitgliedern eine Fülle von Leistungen bieten. Frank Garrelts, Gründer und Vorstand der "Kooperation eigenständiger Systemhäuser, VARs und IT-Fachhändler" Akcent Computerpartner Deutschland AG, reklamiert für sich, als erster die Idee für den Computerbereich gehabt zu haben: "Ich habe den Kooperationsgedanken in die IT-Branche gebracht." Angefangen hatte alles in Lilienthal bei Bremen. Dort gründete er 1984 die Einkaufskooperation Comteam, an der die Händler als Kommanditisten beteiligt waren. 1985 kam der Fachgroßhandel Microteam dazu.

Die drei Großen

Doch die Händlerkollegen hatten wohl andere Vorstellungen von der Kooperation als Garrelts: "Viele Ideen sind nicht realisiert worden." Und so verließ er Comteam 1992 als Geschäftsführer und veräußerte seine Anteile. Bereits seit 1989 baute er den "Arbeitskreis Computerfachhandel" (AKC) auf, der sich im Laufe der Zeit zur neuen Kooperation "Akcent" entwickelte, wobei es Garrelts auch auf ein überregionales Marketing ankam. Akcent zählt seit Anfang diesen Jahres 753 Mitglieder, die sich aus rund 60 Prozent IT-Fachbetrieben und je etwa 20 Prozent Systemhäusern und VARs zusammensetzen. Die Kooperationsarbeit soll in die neuen EU-Länder ausgeweitet werden, insbesondere mit Polen und Tschechien bestehen erste Kontakte.

ComTeam wurde 2001 von der ElectronicPartner (EP) Handel GmbH mit Sitz in Düsseldorf übernommen. Zurzeit gehören rund 210 Systemhäuser in Deutschland und etwa 100 in Österreich dazu. Julian Riedlbauer ist seit März 2004 Geschäftsführer der ComTeam Systemhaus GmbH und Bereichsleiter I&C (Information & Communication) von ElectronicPartner. In diesem Unternehmensbereich werden ungefähr 600 Systemhäuser betreut, die als "eigenprofilierte Mitglieder" auftreten, damit aber auch nicht an zentralen Marketingaktionen teilnehmen können.

Die dritte im Bunde ist die "Einkaufs- und Dienstleistungskooperation" Microtrend, die seit ihrer Gründung 1994 zur PC-Spezialist Franchise AG mit Sitz in Bielefeld gehört. Sie zählt derzeit 1108 Mitglieder. Bei der Franchise-Kette stehen die Zeichen weiter auf Expansion: Im Dezember letzten Jahres ging man zusätzlich eine "umfassende strategische Zusammenarbeit" mit der Kooperation I-Team mit 280 IT-Systemhäusern in Deutschland ein. Aber auch bei Microtrend ist erklärtes Ziel für 2005, die Kooperation "in Deutschland und Österreich bekannter zu machen". Microtrend-Vorstandssprecher Frank Roebers dazu: "Nach unserer Ansicht werden nur die Händler in der IT-Branche überleben, die sich einer Kooperation anschließen."

Einkaufsvolumenbündelung, Zentralregulierung

Der Einkauf läuft heutzutage in erster Linie über Online-Datenbanken. Bei PC-Spezialist gibt es dafür die EGIS-Datenbank (Enterprise Global Information System). Dort können Produktpreise, -Verfügbarkeit und -Lieferzeiten abgefragt werden. Nach eigenen Angaben verhandelt Microtrend "täglich rund 1200 Preise individuell für die angeschlossenen Partnerbetriebe". Außerdem steht den Microtrend-Mitgliedern noch die Best-Practice-Datenbank, eine Art Intranet der Kooperation, zum Erfahrungsaustausch zur Verfügung.

Bei ComTeam gibt es ein duales Bezugssystem über das EP-Lager einerseits und rund hundert Hersteller und Distributoren andererseits. Über 50.000 Artikel stehen zur Auswahl. Die Kooperationspartner haben Zugriff auf zwei Informationssysteme und auf die Bestellplattform BestBuy für den zentral regulierten Direkteinkauf. Sie können zu den individuellen Konditionen ihrer Lieferanten online bestellen und dafür auf die Datenbanken der angeschlossenen Distributoren zugreifen, sowie tagesaktuelle Preise und Verfügbarkeiten einsehen.

Akcent arbeitet mit rund 120 Vertragslieferanten zusammen und bietet seinen Mitgliedern für den Einkauf das Produktdatenmanagement ALF (Akcent Lieferanten Finder). Alle wichtigen Informationen zur Produktrecherche stehen dort zur Verfügung. Die Anbindung an die Warenwirtschaftssysteme der Lieferanten ermöglicht es ihnen, direkt zu bestellen und online einzukaufen. Außerdem können die Mitglieder in der 'Akcent Shopping Mall' eigene Produkte anbieten. Als Diskussionsforum dient die zentrale Plattform Akcent Extranet.

Abgesehen von den Wettbewerbsvorteilen der Einkaufsmengenbündelung in einer Kooperation spielt die Zentralregulierung eine große Rolle: Obwohl die Mitglieder ihre Waren größtenteils direkt bei ihren Lieferanten beziehen, wird die Bezahlung zentral geregelt, was den Vorteil verlängerter Zahlungsziele hat und die Übernahme des Delkredere (Bürgschaft, Haftung für den Eingang einer Forderung) durch die Kooperation.

Aufnahmekriterien

Aber genau deshalb gehört natürlich die Bonitätsprüfung zu den vorrangigen Bedingungen, um in eine Kooperation aufgenommen zu werden. "Gute Bonität ist die wichtigste Voraussetzung. Die Kreditsicherung wird sehr sorgfältig geprüft", erklärt Frank Garrelts von Akcent dazu. Auch werden immer wieder Partner im Laufe der Zeit wegen Aufhebung des Delkredere ausgeschlossen. Oliver Haubrich von ElectronicPartner sieht es als großen Vorteil an, dass EP eine Teilbankgenehmigung besitzt und damit die Kreditwürdigkeit der Anwärter selbst prüfen kann. Schließlich komme es darauf an, dass sich ein Mitglied "im Sinne der Gemeinschaft verhält".

Zu den weiteren Bedingungen gehören bei Microtrend die Vor-Ort-Besichtigung nach internen Kriterien, aktuelle BWA (betriebwirtschaftliche Auswertungen) und die Bilanz des Vorjahres für "Einkaufspartner". Für "Handelspartner" ist die Freigabe zur Teilnahme am Microtrend-Marketing abhängig von Umsatz, Geschäftsmodell und Qualifikation. Gebühren dafür staffeln sich je nach Vertragsmodell. Die Voraussetzungen für I-Team-Systemhäuser sind Serviceorientierung, mehr als zehn Mitarbeiter und die Fähigkeit, Dienstleistungen anzubieten und "in komplexer Form abzuwickeln". Erscheinungsbild, Dienstleistungen und Referenzen werden vor Ort geprüft.

"ComTeam-Systemhäuser müssen besondere Qualitätsanforderungen erfüllen, damit sie als Mitglied aufgenommen werden können", erklärt Geschäftsführer Julian Riedlbauer: "Systemintegrative Lösungskompetenz, Ausrichtung auf IT-Anwender mit fünf bis 250 Arbeitsplätzen, ausreichende personelle Kapazität für Planung, Projektierung und Lösungsimplementierung, Personal für Service, Wartung und Störfallbehebung und Vertriebsaußendienst." Außerdem sind bestimmte CI-Richtlinien (Corporate Identity) einzuhalten, was ihr Erscheinungsbild betrifft. Für I&C-Systemhäuser genügen die Bonitätsanforderungen von ElectronicPartner. Mitgliedsbeiträge richten sich bei ComTeam- und I&C-Systemhäusern nach dem Leistungsumfang.

Akcent hat ein mehrstufiges Beitragssystem mit jeweils unterschiedlichen Leistungen und Bonusausschüttung, das heißt, dass eine Rückvergütung bei entsprechendem "Einkaufsengagement" erfolgt. Es gibt die einfachen "Akcent-EinkaufsPartner" und die "Akcent-CompetencePartner". Diese müssen dafür Klassifizierungskriterien erfüllen wie Mindestumsatz, eine bestimmte Mitarbeiteranzahl, einen vorgeschriebenen Anteil an Gewerbekunden und eine Unternehmensstruktur mit unterschiedlichen Ansprechpartnern. Sie haben Referenzkunden vorzuweisen und eine eigene Homepage, Kerndienstleistungen anzubieten, sowie die telefonische Erreichbarkeit innerhalb definierter Geschäftszeiten sicher zu stellen.

Weitere Leistungen

Allen gemeinsam ist bei den Leistungen das Marketing, das zentrale Aktionen wie Mailings und Anzeigenkampagnen, Kundenzeitschriften und Werbemittel beinhalten kann, aber auch Unterstützung bei der Pressearbeit der einzelnen Partner. Aus- und Weiterbildung ist für alle Kooperationen ein wichtiges Thema. Dazu zählt neben Seminaren und Workshops oder der Microtrend-Akademie auch der rege Informationsaustausch der Mitglieder untereinander auf Regionaltreffen und auf eigenen Veranstaltungen wie dem Akcent-IT-Fachhandelskongress, der I&C-Zentralveranstaltung für EP-Mitglieder oder dem Geschäftsführertreffen bei Microtrend.

Betreuung und Beratung wird in diversen Bereichen angeboten, so etwa Rechtsberatung bei ComTeam und betriebswirtschaftliche Beratung bei Akcent. Vertriebsunterstützung gibt es von Akcent für seine "CompetencePartner" durch die Vermittlung von Projekten und Projektpartnern. ComTeam hat einen eigenen Vertriebsinnendienst, offeriert technischen Support, Unterstützung bei der Neukundengewinnung mit Zielgruppenbestimmung, Vermarktungsaktionen für zertifizierte Lösungen und die zentrale Vergabe von Service-Aufträgen.

In diesen Kontext gehören auch unterschiedliche Finanzdienstleistungen, die alle Kooperationen offerieren, von EC-Cash bei Microtrend bis zur Projektfinanzierung bei ComTeam. Als Besonderheiten bietet Microtrend beispielsweise seinen Mitgliedern die Kooperation mit Freenet für DSL und Telefonie und mit der Loomes AG für das Design und die Pflege von Homepages an. Eine Spezialität von Akcent ist die Präsenz in Verbänden wie etwa Bitkom und DIHK.

prince of persia
18.02.2005, 14:06
PRESSEMITTEILUNG

PC-SPEZIALIST expandiert weiter:

- 4 Neueröffnungen im 1. Quartal
- 34 Vorvertragspartner
- Infotag für Interessenten am 18. März

Bielefeld, den 18. Februar 2005 - PC-SPEZIALIST, Deutschlands führender
IT-Franchisegeber, feiert im 1. Quartal dieses Jahres die Neueröffnungen
von vier PC-SPEZIALIST Stores. Im Bamberg und Göppingen sind bereits die
Geschäfte geöffnet, am 3. März ziehen die Franchisenehmer an den Standorten
Lippstadt und Bonn nach. *Bis heute haben bereits 34 neue Partner ihre
Vorverträge unterzeichnet, sie werden mit eigenem PC-SPEZIALIST STORE oder
als DER MOBILE PC-SPEZIALIST in die Selbstständigkeit starten.

"Wir sind mit der Entwicklung sehr zufrieden", betont Vorstandssprecher
Frank Roebers. "Damit kommen wir unserem Ziel, bis 2010 Europas größtes
IT-Franchisesystem zu sein, wieder einen Schritt näher." PC-SPEZIALIST
zählt heute über 100 Partner in Deutschland, Österreich und Luxemburg - die
Expansion konzentriert sich zurzeit auf die alten Bundesländer in
Deutschland. Für Interessenten bietet die Lizenzvergabe am 18. März einen
ausführlichen Infotag in der Systemzentrale in Bielefeld. Von 12 bis 16 Uhr
gibt es Vorträge zu den Themen "Der ITK Markt - Die Positionierung von
PC-SPEZIALIST im Markt", "Das Unternehmen - Was wir erwarten *& Was Sie von
uns erwarten können" sowie "Franchise bei PC-SPEZIALIST - Ihr Weg zum
Franchisenehmer". Im Anschluss stehen die Experten des Unternehmens Rede
und Antwort.

Das PC-SPEZIALIST Franchisesystem ist bereits über zehn Jahre im Markt
etabliert. "Wir haben jedes Jahr über 2.000 Bewerber für eine PC-SPEZIALIST
Lizenz und eröffnen im Schnitt pro Monat ein bis zwei neue Geschäfte",
erklärt Frank Roebers. "Unsere Spezialisten in der Lizenzvergabe beraten
unsere zukünftigen Franchisenehmer sehr umfassend und schließen so schon im
Vorfeld Defizite aus." Nach der Vertragsunterzeichnung nimmt der
Vorvertragspartner an zwei Pflichtschulungen (Dauer ca. 3 Wochen) mit
abschließender Prüfung teil. Im Anschluss daran steht ein mindestens
sechswöchiges Praktikum in einem zertifizierten PC-SPEZIALIST
Ausbildungsbetrieb auf dem Plan. Diese Eingliederungsphase (inkl.
Immobiliensuche, Finanzierungsgespräche, Praktikum und Erstellung eines
Existenzgründerordners/Businessplans) dauert im Schnitt rund neun Monate.

"Wir setzen von Anfang an auf eine sehr umfassende Betreuung der
Franchisenehmer, damit hat der Partner von Beginn an jeweils einen festen
Ansprechpartner, der ihm zur Seite steht", betont Frank Roebers. Die
PC-SPEZIALIST Akademie bietet zudem 300 Schulungstage im Jahr - vom
Store-Manager über Rhetorik bis hin zum Verkaufstraining.

Als besonderen Service für Interessenten, die bereits vor der Erstellung
ihres Businessplans stehen, veranstaltet PC-SPEZIALIST am 23. März ein
"Round Table Gespräch". Spezialisten des Unternehmens geben hier Tipps und
stehen für spezifische Fragen zur Verfügung. Diese Fragerunde wird künftig
in regelmäßigen Abständen angeboten.

PC-SPEZIALIST - Hilfe vom SPEZIALISTEN.

prince of persia
22.04.2005, 14:26
Hallo,

was gibt es Neues zu PC-Spezialist? Einiges! Also, Zeit zum Resümieren.

Zunächst einmal zum Geschäftsjahr 2004. Das lief alles Andere als gut. Die Sparte Kooperationen hat sich eigentlich ganz gut gehalten und die Übernahme von i-Team ist wettbewerbsstrategisch sinnvoll. Nach wie vor steckt hier kurz- bis mittelfristig noch erhebliches Gewinnpotenzial aufgrund der mangelnden Partizipationen an den Herstellerprovisionen. Dahingegen läuft der Franchisebereich miserabel. Was auffällt ist, dass es in 2004 ungewöhnlich viele Insolvenzen gab, nämlich 11 Stores in Deutschland, macht ne Quote von 14%. Herr Roebers hat einräumen müssen, dass die Rentabilität der Stores nachgelassen hat. Offensichtlich hat die gestiegene Handelsspanne die Umsatzverluste in den Stores nicht wettmachen können. Im vergangenen Jahr sank der flächenbereinigte Umsatz um 10%. In der Sparte Franchise wurden operativ 24% weniger verdient. Eigentlich wollte ich an dieser Stelle noch detailliert auf das Investitionsprogramm eingehen, mit dem langfristige Ertragskraft zu Ungunsten von 2005 und 2006 gestärkt werden sollte, aber das ist für mich jetzt erstmal nebensächlich, seitdem bekannt ist, dass es bei PC-Spezialist eine echte Krise gibt. 20 Franchisenehmer haben fristlos gekündigt und sind zum Konkurrenten Electronic Partner gewechselt, weil sie sich von der Zentrale schlecht behandelt wenn nicht sogar betrogen fühlen. Weitere Franchisenehmer sind der „abtrünnigen“ Interessensgemeinschaft angeschlossen und warten erstmal ab. Dabei scheint die Kritik durchaus gerechtfertigt. Die Zentrale hat erst sehr spät eingelenkt, indem es nun eine Gebührenreform macht. Doch das scheint den Franchisenehmern nicht gereicht zu haben. Wie es aussieht, werden die Werbekostenzuschüsse nicht fair verteilt und fließen stattdessen in den Konzerngewinn. Das wird jetzt vor Gericht geklärt. Herr Roebers erkennt die Kündigung nicht an und versucht per Gerichtsverfahren die Franchisenehmer zurückzuholen und Electronic Partner zu brandmarken. Verliert er den Prozess, könnte er aber als großer Verlierer dastehen, da weitere Franchisenehmer auf die Idee kommen könnten, ihren Vertrag zu kündigen. Angesichts der erhöhten Risiken haben sich die Perspektiven für die PCS-Aktie in meinen Augen deutlich verschlechtert. Ich habe mich bereits von meinen Aktien getrennt und glaube die Chancen stehen nicht schlecht, noch mal günstiger reinzukommen.

Grüße
PoP

prince of persia
27.05.2005, 11:28
Mit Blick auf die Quartalszahlen fällt auf, dass der Franchisebereich weiterhin miserabel verläuft. Der Umsatz ist hier um 21% eingebrochen, und das obwohl die Gebührenreform erst zum 1. April stattfindet. Der Gewinnausweis wird zwar durch das laufende Investitionsprogramm verzerrt, dürfte aber bei diesen Umsätzen und angesichts der eher fixen Kosten auch so schlecht ausgefallen sein. Noch schlimmer ist das für die Franchisebetriebe selbst, die wohl weiter an Profitabilität einbüßen. Ob das System langfristig überlehensfähig ist, kann man nicht sagen. Um das beurteilen zu können, fehlt vielleicht auch etwas die nötige Transparenz - da man ja nicht weiß, wie die Stores wirklich dastehen. Den einzigen Maßstab den man hat, sind die Insolvenzen und die waren 2004 ungewöhnlich hoch. Daher sollte man den Franchisebereich un den Kooperationsbereich am besten getrennt bewerten. Dem Franchisebereich würde ich eine satte Risikoprämie zuschlagen.
Indes wird die Kündigung von 23 Franchisenehmern (das sind 27% der Stores) schlichtweg ignoriert bzw. für nichtig erklärt.