Dividenden-Strategie

Mit der Dividenden-Strategie jeden Index schlagen

... auch wenn Sie nur ein einziges Mal im Jahr auf Ihr Depot schauen.

Wenn Sie nur sehr wenig Zeit für Ihre Geld-Anlagen aufwenden wollen, sind die Dividendenstrategien das Beste was es gibt. Anleger in Deutschland haben in den letzten 30 Jahren mit der Dividendenstrategie regelmäßig die Wertentwicklung des DAX / Dow Jones-Index übertroffen.

Die Dividenden-Strategie hat den großen Vorteil, dass sie sehr einfach ist und keinen großen Research-Aufwand erfordert. Zudem ist sie auch noch risikoarm, da nach dieser Strategie die Anleger nur in solide und unterbewertete Substanzwerte investieren. Aber der Hauptvorteil sind die Renditen, die weit über dem Marktdurchschnitt liegen.

Die Idee stammt von Benjamin Graham, dem Ur-Vater aller Value-Investoren. Graham riet 1949 in seinem Buch „The Intelligent Investor" den Anlegern, in die 10 Dow Jones-Werte mit dem niedrigsten KGV zu investieren und die Aktien erst nach Ablauf von 1 bis 5 Jahren zu veräußern. Der Vorteil einer Investition in Dow Jones-Werten ist, dass sie nebenbei hohe und sichere Dividendenzahlungen abwerfen.

O'Higgins verfeinerte die Dow-Strategie von Graham

In seinem Buch „Beating the Dow" riet er 1991 den Anlegern, aus den 10 Dow Jones-Werten mit der höchsten Dividendenrendite die 5 Aktien mit den optisch niedrigsten Kursen zu bestimmen und dann ihr Geld in gleichhohen Teilbeträgen in diese 5 Aktien exakt ein Jahr lang anzulegen. Nach Ablauf von einem Jahr wird das Prozedere wiederholt.

Die O'Higgins-Strategie ist auch in Deutschland mit großem Erfolg getestet worden. Der DAX trat an die Stelle des Dow Jones als Auswahlindex. Beide Indizes bestehen aus 30 Substanzwerten.

Robert Sheard ging 1998 noch einen Schritt weiter

und prüfte auf der Grundlage der Dow Jones-Strategie von Michael O'Higgins weitere Dividenden-Strategien mit dem Ziel, die erzielbare Rendite zu verbessern.

Der Grundgedanke von Robert Sheard ist simpel: Er führte in der Low-5-Strategie eine Gewichtung ein. Er nahm die fünf mittels der O'Higgins-Strategie ermittelten Aktien nicht 1:1 in seinem Depot auf, sondern gewichtete sie derart, dass er den ihm zur Verfügung stehenden Geldbetrag ungleich auf die Aktien verteilte.

Angst und Gier führen zu schlechten Anlage-Ergebnissen

Das hat Graham bereits früh erkannt. Bei einer mechanischen Anlagestrategie gibt es feste Anlageregeln, die der Privatanleger „blind" umsetzen muss. Der Privatanleger verfügt demnach über keinerlei Ermessens-spielräume. Er schreibt in seinem Buch für Privatanleger „The Intelligent Investor":

„Wichtig bei dieser Anlagestrategie ist, dass man sich ausschließlich auf die sehr großen Gesellschaften konzentriert. [...] Kleinere Gesellschaften erholen sich nach aller Erfahrung kursmäßig nicht so schnell wie die großen. Hinzu kommt, dass die kleineren Gesellschaften untergehen können, während die größeren Unternehmen sich im Normalfall schnell wieder erholen."

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