Yum! Brands: Satte Rendite mit Fastfood
„Yum" ist ein englischer Ausdruck für „lecker". Seit 2002 trägt das früher als Tricon bekannte Unternehmen diesen Namen, der Programm sein soll: Während A&W All American Food auf amerikanische Klassiker wie Hamburger, Hotdogs, Pommes und Root Beer setzt und KFC (Kentucky Fried Chicken) Hähnchenteile verkauft, bietet Pizza Hut Pizza auf amerikanisch an, nämlich in einer Pfanne gebacken und wahlweise mit einer Kruste, die mit Käse gefüllt ist. Auch exotische Beläge wie Ananas oder Banane sind möglich.
Bei Taco Bell gibt es Fast Food auf mexikanische Art: Tacos, Burritos und Nachos zählen zu den Bestsellern. Long John Silver's ist auf Fisch und Meeresfrüchte spezialisiert. Die Kette wurde nach dem gleichnamigen Piraten aus dem Buch „Die Schatzinsel" von Robert Louis Stevenson benannt.
Das A&W Root Beer, eine Art Kräuterlimonade, ist übrigens eines der beliebtesten Getränke in den USA und nicht nur in den Filialen, sondern auch im Einzelhandel erhältlich.
Yum! Brands betreibt in Eigenregie und als Franchisegeber mehr als 38.000 Filialen in 110 Ländern und ist vor McDonald's die weltgrößte Schnellrestaurantkette.
Große Portionen, kleine Preise
Das Konzept des Fast-Food-Imperiums besteht darin, dass die Gäste für möglichst wenig Geld satt werden sollen. Entsprechend gehören Familien und weniger Kaufkräftige zur Zielgruppe, vor allem in den USA. Seit 2005 verfolgt Yum! außerdem verstärkt das selbst erfundene Multibranding-Konzept. Das bedeutet, dass zwei oder mehr Restaurants der verschiedenen Ketten unter einem Dach zu finden sind.
Die Kunden können ihre Bestellung an einem Tresen aufgeben und bezahlen, das Essen wird aber in den getrennten Küchen jeweils separat zubereitet. Dahinter steckt die Strategie, dass jeder Gast das bestellen kann, worauf er gerade Appetit hat, was vor allem für Familien einen Vorteil darstellt. Übrigens verfolgt McDonald's seit einiger Zeit mit der Integration von McCafe in seinen Schnellrestaurants ein ähnliches Konzept.
13% Gewinnsteigerung
Das Konzept beweist, dass in der Krise zwar gespart wird, nicht jedoch, wenn es ums Essen geht. So konnte die Fast Food Kette im 3. Quartal 2011 den Gewinn um 13% steigern. Mit einem Überschuss von 0,83 $ pro Aktie übertraf der Gewinn die Markterwartungen um 1 Cent. Für das Gewinnwachstum ist vor allem das Geschäft in China verantwortlich. Der Umsatz kletterte um 14,4% auf 3,27 Mrd $. Das starke internationale Geschäft konnte den Gewinnrückgang von 16% auf dem Heimatmarkt kompensieren, das hauptsächlich unter höheren Rohstoffpreisen litt.
Aufgrund des robusten Geschäfts in China und anderen Schwellenländern bestätigte der Konzern die Jahresprognose eines Gewinnwachstums von mindestens 12%. Damit wäre 2011 das zehnte Jahr in Folge, in dem ein Gewinnwachstum von mindestens 10% generiert würde. Aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung und der vielen Innovationen und Produktinitiativen ist Yum! Brands zuversichtlich, auch 2012 ein zweistelliges Gewinnwachstum zu erzielen.
Asiaten mögen das schnelle Essen
War das Geschäft ursprünglich vor allem auf den Heimatmarkt USA ausgerichtet, forciert Yum! Brands seit Jahren die internationale Expansion. Vor allem Asien und hier insbesondere China sind als Wachstumsmarkt lokalisiert. KFC ist dort seit 1987 aktiv und war die erste Schnellrestaurantkette, die den Schritt ins Reich der Mitte wagte. 1990 folgte Pizza Hut.
Die Restaurants und auch der Heimlieferservice erfreuen sich wachsender Beliebtheit, und die Zahl der Restaurants steigt kontinuierlich. Waren es im Jahr 2000 etwa 400 sind es heute rund 4.200. Und hier soll lange noch nicht Schluss sein. Ziel bis 2020 sind 9.000 Restaurants. Der Konzern erhielt kürzlich die Erlaubnis von Chinas Branchenregulatoren, die Little Sheep Group, Chinas führende Hot-Pot Restaurantkette, zu schlucken.
Indien ist der Zukunftsmarkt
Im Fokus ganz oben steht aber auch Indien - für Yum! Brands ein gastronomisch unerschlossenes Land. Allein die zahlenmäßig gigantische Bevölkerung bei gleichzeitig sehr geringer Marktdurchdringung bietet große Wachstumschancen. Bis 2020 soll es in Indien 2.000 (bislang 305) und in den übrigen 10 größten Schwellenländern 4.000 (bisher: 2.064) gastronomische Betriebe von Yum! Brands geben. In den 10 größten Schwellenländern soll die Zahl somit insgesamt von derzeit 6.559 auf 15.000 klettern.
Yum! schmeckt auch den Anlegern....
Mit 17% Plus seit Jahresbeginn gehört das Papier von Yum! Brands zwar nicht zu den Highflyern im S&P 500, es schneidet aber erneut wesentlich besser ab als der Index mit bis dato minus 3,3%. Noch deutlicher wird die kontinuierlich bessere Entwicklung bei Betrachtung der 10-Jahres-Performance. Während der S&P 500 gerade einmal 9% zulegte, kletterte Yum! Brands um 350%. Jüngst wurde erneut ein Rekordhoch markiert.
Die gute Kursentwicklung kommt schließlich nicht von ungefähr. So überzeugt das Unternehmen auch mit seiner sehr aktionärsfreundlichen Politik: Seit der ersten Ausschüttung im 3. Quartal 2004 wurden in den vergangenen Jahren kontinuierlich etwa 35 bis 40% des Nettogewinns als Dividende an die Aktionäre gezahlt. Außerdem wurden freie Gelder genutzt, um eigene Aktien zurückzukaufen, was die Zahl der ausstehenden Papiere allein von 2004 bis heute um mehr als 20% verringert hat.
.... besonders die 18% leckere Rendite
Mit starken weltweiten Marken und ausgeklügelten Konzepten verschiedener Systemrestaurantketten verbunden mit dem internationalen Wachstumspotenzial, sind die Perspektiven des Fast-Food-Riesen nach wie vor aussichtsreich. Für unsere Berechnung der zu erwartenden Rendite haben wir konservative Annahmen getroffen und kommen so auf eine durchschnittliche jährliche Kursrendite von 16%. Hinzu kommt die Dividendenrendite von 1,75%. Die Sicherheitsmarge beträgt 38%.
Vor diesem Hintergrund empfehlen wir Ihnen die Aktie zum Kauf.
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