Unsere beiden Branchen-Favoriten sind Colgate und L'Oréal
Umsatz und Gewinn gesteigert
Colgate-Palmolive hat im 3. Quartal seinen Umsatz um 11% auf 4,38 Mrd. $ kräftig gesteigert. Treibende Kräfte waren Volumensteigerungen, Preiserhöhungen und die Übernahme des Premium-Pflegegeschäftes Sanex vom Konkurrenten Unilever.Das organische Wachstum belief sich auf 5%. Der Gewinn kletterte um 4% auf 643 Mio. $. Das Ergebnis wurde von mehreren Faktoren beeinflusst: Der vollzogene Verkauf des Waschmittelgeschäfts in Kolumbien hat mit netto 135 Mio. $ zum Quartalsgewinn beigetragen. Zugleich haben Restrukturierungen den Gewinn mit 128 Mio. $ belastet.
Colgate hat auch die deutlich steigenden Materialkosten durch Preisanhebungen und Kosteneinsparungen kompensieren müssen.
Schwellenlandmärkte mit starkem Wachstum
Das stärkste Wachstum erfolgte in den Schwellenmärkten mit einem organischen Wachstum von 9,5%. Auch in den reifen Märkten wurde erstmals seit sechs Quartalen ein positives organisches Wachstum erreicht. Trotz des stark kompetitiven Marktumfeldes wurde binnen Jahresfrist der globale Marktanteil bei Zahnpasta und bei manuellen Zahnbürsten weiter ausgebaut.
Sehr erfreulich verlief die Entwicklung in Lateinamerika. In dieser Region hat Colgate im Bereich der Mundpflege eine monopolähnliche Marktstellung. Lateinamerika hat im jüngsten Quartal auch die stärksten Zuwächse beim operativen Gewinn erzielt. Dagegen haben Nordamerika und Europa leichte Rückgänge hinnehmen müssen.
Colgate versucht mittels Wachstumsinitiativen und wichtigen Produktinnovationen seine Marktstellung zu behaupten. Das Geschäftsmodell erwirtschaftet dauerhaft exzellente Eigenkapitalrenditen.
Unternehmensporträt:
Colgate-Palmolive wurde 1806 gegründet und ist Weltmarktführer im Bereich der Mund- und Zahnpflege. Daneben werden Mundspülungen und Zahnseide angeboten. Marken sind Colgate und Dentagard. Der Konzern ist auch in der Körperpflege mit Palmolive (Duschgel, Seife, Badeschaum, Rasiercreme), Haushaltspflege mit den Marken Softlan, Ajax und Palmolive (Weichspüler, Reiniger, Geschirrspülmittel) und in der Tiernahrung tätig.
Starkes Wachstum in Asien für L'Oréal
L'Oréal hat in den ersten 9 Monaten 2011 die Umsätze um 4% auf 15,1 Mrd € gesteigert. Die Dynamik hat sich aber seit dem 2. Quartal abgeschwächt.
Im wichtigsten Markt Westeuropa wuchs der Umsatz nur um 1%. Dabei hat das schwierige Konsumklima im südeuropäischen Raum die Ergebnisse belastet. Das stärkste Wachstum erfolgte auf dem asiatischen Markt.
In Asien kletterten die Erlöse auf vergleichbarer Basis um über 16%. Zudem konnten signifikante Marktanteilssteigerungen erreicht werden. Treibende Kräfte waren die beiden Sparten für Konsum- und Luxusgüter. Die Entwicklung in der Sparte für Luxusgüter wurde getrieben vom Wachstum in China, Südkorea und Taiwan. Die Konsumgütersparte, die Kosmetika für den Massenmarkt vertreibt, wuchs besonders stark in China, Südostasien und Indien.
Im November hat der Vorstand die Erweiterung der Produktionskapazitäten in China angekündigt. Dafür soll das Werk in der Stadt Yichang in der Provinz Hubei zum größten Produktionswerk Asiens ausgebaut werden. Dann werden auf einer Fläche von 70.000 qm weit mehr als 250 Mio Stück Kosmetikartikel jährlich produziert werden können. Die Inbetriebnahme des Werkes ist für Anfang 2013 geplant.
Die Luxusgütersparte profitierte weltweit besonders von den Marken Kiehl's, Giorgio Armani, Diesel und Lancôme. Auch die Kosmetikmarke Maybelline verzeichnete eine hohe Dynamik. Der Vorstand bekräftigte sein Ziel, dass L'Oréal im Gesamtjahr stärker wächst als der Markt. Das Unternehmen hat eine starke globale Marktposition und erwirtschaftet dauerhaft hohe Renditen.
Unternehmensporträt:
L'Oréal ist mit einem Anteil von 16% Weltmarktführer bei Kosmetika mit Schwerpunkt in den Segmenten Haar-, Haut- und Körperpflege, Make-Up und Parfüms. L'Oréal entwickelt, produziert und vertreibt Gesundheits- und Schönheitsprodukte unter bekannten Marken wie Lancôme, Vichy, Garnier, Giorgio Armani, Jade und Ralph Lauren. Es deckt damit den gesamten Bereich von Massenware bis zu Luxusartikeln ab. Akquisition von The Body Shop im Jahr 2006.
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