Optimistischer Ausblick in der Chemiebranche

Die Chemiebranche blieb auch im 1. Quartal 2010 auf Wachstumskurs. Produktion, Preise und Umsatz setzten ihren Aufwärtstrend ungebremst fort. Der Chemieriese BASF erzielte ein Umsatzwachstum von über 26% sowie eine nahezu Verdopplung des operativen Gewinns. Auch Bayer ist mit einem deutlichen Umsatz- und Ergebnisplus ins neue Jahr gestartet. Wurde die chemische Industrie in Deutschland bis vor kurzem noch vom Auslandsgeschäft angetrieben, sorgte zu Jahresbeginn vor allem das Inlandsgeschäft für Wachstumsimpulse. Damit stützt sich die positive Entwicklung nunmehr auch auf die Entwicklung der Inlandskonjunktur.

Ausblick bleibt vorsichtig optimistisch

Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) mahnt dennoch zur Vorsicht. Der Aufwärtstrend habe sich zwar sichtbar fortgesetzt. Das Risiko, dass die wirtschaftliche Erholung in der EU einen Rückschlag erleidet, habe durch die Finanzkrise in Griechenland jedoch zugenommen. Für den weiteren Jahresverlauf geht der Verband von einer Abschwächung des Branchenwachstums aus. Auf das Jahr gerechnet wird branchenweit mit einem Umsatzwachstum von 10% gerechnet. Im 1. Quartal lag das Umsatzplus noch bei 16%. In ähnlicher Weise blickt auch BASF vorsichtig optimistisch in die Zukunft. Das Unternehmen rechnet zwar mit gemäßigteren Wachstumsraten, stellt jedoch ein Umsatzplus in Aussicht, das stärker als im Branchendurchschnitt ausfallen soll.

Basiseffekt und Zyklik beachten

Die von vielen Seiten heraufbeschworene Abschwächung des Wachstums wird weniger mit einem erwarteten Rückgang der Wirtschaftsleistung begründet, sondern vielmehr mit dem sog. Basiseffekt. Zu Beginn des vergangenen Jahres wurde die Branche noch schwer von der Krise getroffen. Verglichen mit diesem Zeitraum fiel der Jahresauftakt 2010 daher besonders positiv aus. Dass die hohen Wachstumsraten nicht aufrecht erhalten werden können, ist also ganz natürlich. Die Entwicklung der Branche wird zwar auch weiterhin von der gesamtwirtschaftlichen Lage abhängen. Nach der deutlichen Belebung der Nachfrage können die meisten Unternehmen jedoch gelassen in die Zukunft schauen. Wer ganz auf Nummer sicher gehen will, setzt auf die Unternehmen, die sich auch in der Krise behauptet haben.

FUCHS PETROLUB bleibt unser „Top-Pick"

Unser 5-Sterne-Wert FUCHS PETROLUB hat die Krise eindrucksvoll gemeistert. In der schwersten Wirtschaftskrise der deutschen Nachkriegszeit brachte es das Unternehmen tatsächlich fertig, einen Rekordgewinn zu erzielen. Vor allem in Schwellenländermärkten liefen die Geschäfte wie geschmiert. FUCHS PETROLUB erzielt heute bereits mehr als ein Viertel der Konzernerlöse in der Region Asien-Pazifik & Afrika. Ein Ende des Wachstums ist nicht in Sicht. Denn mit wachsender Industrialisierung und wachsendem Wohlstand in Schwellenländern steigt auch der Bedarf an Schmierstoffen weiter an.

In Asien liegt die Pro-Kopf-Nachfrage noch bei 3,3 kg und damit deutlich unter den Werten anderer Märkte. In Westeuropa liegt der Verbrauch bei 10,8 kg, in Ost- und Zentraleuropa bei 12,6 kg, in Nordamerika sogar bei 21,5 kg.

FUCHS PETROLUB hat es tatsächlich fertig gebracht

In der schwersten Wirtschaftskrise der deutschen Nachkriegszeit konnte das Unternehmen mit einem Rekordgewinn von 121 Mio € glänzen. Die Eigenkapitalquote erreichte mit 52,7% einen Bestwert. Zudem hat das Unternehmen 176 Mio € freien Cashflow erwirtschaftet, so viel wie nie zuvor in der Firmengeschichte.

Gewinn vervielfacht

Im 1. Quartal 2010 knüpfte FUCHS nahtlos an die gute Entwicklung des 2. Halbjahres 2009 an. Der Umsatz lag mit 330 Mio € erneut deutlich über dem Wert des Vorquartals von 305 Mio €. Gegenüber dem krisenbedingt schwachen Vorjahresquartal betrug das Wachstum 19%. Der Konzerngewinn übertraf mit 41 Mio € den Vorjahreswert um ein Vielfaches. Die gesamtwirtschaftliche Lage hat sich in den letzten Monaten weiter verbessert. Mit der steigenden Nachfrage nach Industrieprodukten und Schmierstoffen ziehen zwar auch die Rohstoffpreise wieder an. Erfahrungsgemäß ist es FUCHS - wenn auch mit zeitlicher Verzögerung - stets gelungen, höhere Rohstoffkosten an die Kunden weiterzureichen. Für 2010 plant das Unternehmen daher in allen drei Kernregionen mit Steigerungen bei Umsatz und Ertrag.

Höhere Dividende und höhere Kurse

Angesichts der guten finanziellen Lage rechnen wir mit einem weiteren Anstieg der Dividende und einer Fortsetzung des Aktienrückkaufprogramms in den kommenden Jahren. Zudem erhöhen wir unsere Gewinnschätzungen auf Sicht von 3 bis 5 Jahre und sehen aufgrund der besseren Bilanz und des freien Cashflows ein deutlich höheres KGV gerechtfertigt.

Aktien-Analyse Fuchs Petrolub

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