Kosmetik für Ihr Langfristdepot
Die Drogerie- und Kosmetikbranche ist ein relativ konjunkturresistenter Sektor. Die Wirtschaftskrise 2009 hat aber zu Nachfrageeinbrüchen bei wichtigen Endkunden geführt. Davon waren vor allem Kunden im industriellen Bereich betroffen. Bei Konsumgüterkunden ist eine größere Stabilität vorhanden. Das Geschäft ist hier weniger zyklisch. Die Nachfrage nach Kosmetika und Drogerieartikeln bricht dann auch in Krisenzeiten nicht stark ein. Darüber hinaus weisen die Wachstumsregionen in Osteuropa, Asien und Lateinamerika eine starke Dynamik auf.
In den reifen und saturierten Märkten Westeuropas und Nordamerikas ist das Absatzwachstum derzeit noch verhalten. Nach der aktuellen Schätzung des Markenartikelunternehmens Beiersdorf wird sich die Entwicklung des globalen Kosmetikmarktes im laufenden Jahr 2010 weiter verbessern, aber noch unter dem langfristigen Wachstumstrend von 3% bleiben. Die Unternehmen versuchen, Akquisitionen zu tätigen, Kosten einzusparen, Innovationen voranzutreiben und neue Produkte einzuführen, um damit langfristig ihre Wettbewerbskraft zu stärken und ihren globalen Marktanteil auszubauen.
Beiersdorf bleibt solide...
Der deutsche Markenartikelkonzern Beiersdorf ist im Consumerbereich maßgeblich durch die drei Kernmarken Nivea, La Prairie und Eucerin im globalen Hautund Schönheitspflegemarkt vertreten. Das Unternehmen verfügt über einen globalen Marktanteil von über 5,5%. Bei den Marken Eucerin und Nivea liegt der Marktanteil auf dem bedeutenden US-amerikanischen Markt sogar bei 7,6%. Auch auf den großen Märkten in China, Russland und Brasilien ist eine gute Marktpositionierung zunehmend wichtiger. Die Nebensparte Tesa ist dagegen industrielastig und konjunktursensitiv. Die betreffenden Abnehmerindustrien erfahren aber wieder eine spürbare Belebung. Beiersdorf gehört wegen seines robusten und wettbewerbsstarken Geschäftsmodells in jedes konservative Anlegerportfolio.
...und auch Henkel ist auf der Überholspur
Das Geschäft von Henkel ist relativ stark industrielastig: Das Geschäftsfeld "Adhesive Technologies" generiert den Hauptteil der Gewinne und Umsätze. Allerdings profitiert der Konzern derzeit auch von dem starken Aufwärtstrend wichtiger Abnehmerindustrien in der Elektronikbranche und im Automobilsektor. Der Vorstand bekräftigt seine langfristigen Unternehmensziele und die Fortschritte bei der Umsetzung seiner strategischen Prioritäten bis zum Jahr 2012. Henkel will insbesondere in allen drei Geschäftssparten weitere Marktanteile hinzugewinnen. In Europa werden derzeit neue Rekorde bei der Ausweitung der Marktanteile erzielt. In den Schwellenländern ist die Dynamik ungebrochen. Das treibt die Gewinne und den freien Cashflow. Allerdings ist das Geschäftsmodell von Henkel deutlich verwundbarer als das von Beiersdorf.
Der einzige Vorteil: Henkel ist mit seiner zyklischen Sparte "Adhesive Technologies" weltweiter Marktführer. Unter der Voraussetzung stabiler Konjunkturbedingungen ist die Aktie sehr empfehlenswert







