Der wahre Gewinner der Fußball-Weltmeisterschaft

WM-Sieger adidasDer wahre Gewinner der Fußball-WM ist das Unternehmen adidas! Für adidas lief das Geschäft mit der Fußball-Weltmeisterschaft trotz Ausscheidens der deutschen Nationalmannschaft hervorragend. Mehr als 1,2 Mio Deutschland-Trikots gingen allein in Deutschland über die Ladentheke - so viel wie beim „Sommermärchen" 2006. Mit Spanien ist adidas sogar ins Finale eingezogen und Weltmeister geworden. So konnten auch rund 1 Mio Spanien-Trikots verkauft werden.

Auch Nike konnte sich als Ausrüster der niederländischen Nationalmannschaft nicht beschweren. „Beim Holland-Trikot hat die Nachfrage durch den Finaleinzug noch einmal kräftig zugelegt", hieß es vom Unternehmen. Der Werbespot „Write the Future" mit Spielern wie Wayne Rooney, Cristiano Ronaldo, Franck Ribéry und Fabio Cannavaro war angesichts der Leistungen dieser vermeintlichen Stars zwar nicht gerade der glücklichste Schachzug. Dem Geschäft von Nike hat dies aber keinen Abbruch getan.

Investor Warren Buffett bleibt weiter von Nike überzeugt

Wenn Warren Buffett einmal ein überragendes Unternehmen findet, gibt er dieses bekanntlich nicht so schnell wieder her. Dies gilt offenbar auch für Nike-Aktien, die sich weiterhin im Portfolio des legendären Investors befinden. Über seine Holding Berkshire Hathaway hält Warren Buffett unverändert rund 7,6 Mio Aktien des Unternehmens. Schaut man sich die Zahlen des Sportartikelherstellers an, wird sich dies so schnell wohl auch nicht ändern. Nach dem Krisenjahr 2009, das Nike mit Bravour meisterte, stehen die Zeichen wieder auf Wachstum. Nike überzeugte mit starken Quartalszahlen und startet mit einem deutlichen Plus beim Auftragseingang in das neue Geschäftsjahr. Die Kursentwicklung lag auch in diesem Jahr wieder über der des S&P500 Indexes. Unser Timing in der Aktien-Analyse: 4 Sterne.

Reebok kommt langsam aber sicher aus der Formkrise

So mancher bei adidas mag den Zukauf des Sportartikelherstellers Reebok zwischenzeitlich bereut haben. Aber nun verkünden die Franken - schon zum zweiten Mal - die Wende. Der Hoffnungsträger: Ein Kippelschuh, der Amerika begeistert und Deutschland erobern soll. Der Verkaufserfolg der sogenannten Toning-Turnschuhe soll dieses Jahr bei der amerikanischen Traditionsmarke für den Turnaround und einen zweistelligen Umsatzzuwachs sorgen. Der adidas-Vorstandschef hatte bereits vor 18 Monaten den Turnaround der US-Tochter angekündigt. Doch statt gute Zahlen zu liefern, schlitterte Reebok 2009 mit der Wirtschaftskrise zum ersten Mal seit der Akquisition in die Verlustzone.

Erfolge mit Toning-Schuhen machen Lust auf mehr

Die Toning-Schuhe haben besonders geformte Sohlen, die den Träger leicht aus der Balance bringen und dadurch Bein- und Pomuskulatur trainieren. Reebok hat diese Technologie als erste größere Marke aufgegriffen und verkaufte 2009 rund 900.000 der Spezialschuhe, von denen ein Paar rund 100 $ kostet. 2010 wird Reebok voraussichtlich 5,5 Mio Toning-Schuhe absetzen. Die Schätzung basiert auf den Verkaufszahlen der ersten Monate und den Vorbestellungen der Einzelhändler, die bis zum Herbst reichen.

Der Toning-Trend erreicht jetzt auch Deutschland, wo Reebok gute Anfangsverkäufe verzeichnet. Das Angebot der neuen Schuhe wird bewusst knapp gehalten, um sich nicht mit Preisabschlägen die Margen zu verderben. Noch bis vor zwei Jahren haben Schuhe für weniger als 30 $ bis zu 45% des Reebok-Gesamtumsatzes ausgemacht. Heute werden in dieser Preisklasse gar keine Schuhe mehr verkauft. Das Preissegment zwischen 32 und 34 $ macht nur noch 3% des Umsatzes aus.

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