Der beste Getränkehersteller

Coca-Cola hat erfolgreich auf Afrika gesetzt.

Coca-Cola investiert nicht nur in China, sondern hat auch seinen Bekanntheitsgrad in Afrika mit gestifteten Fernsehern und Tischchen mit Coke-Logo gesteigert.

Der Getränkeriese aus Atlanta hat seine Weltcup- Ausstattung insgesamt 1.000 Restaurants und Bars in Südafrika, sogenannten Shabeens, zur Verfügung gestellt, in denen sich die schwarzen Südafrikaner treffen und die in vielen Städten als Versammlungsort genutzt werden. Die Werbegeschenke waren Teil von Coca-Colas größter Werbekampagne zur Fußball-WM, die sich auf 160 Länder erstreckt.

600 Mio-Kampagne

Die genaue Höhe der Ausgaben ist zwar nicht bekannt, Experten schätzen aber, dass der Konzern bis zu 600 Mio $ in die Kampagne gesteckt hat. Darin enthalten sind 124 Mio $ für Sponsorenrechte und 475 Mio $ für weltweites Marketing. Rund um den Globus lief eine Coke-Kampagne zum Thema Afrika - online, im Fernsehen, in Restaurants, Lebensmittelgeschäften sowie an den Veranstaltungsorten der WM.

Auf dem afrikanischen Markt ist Coke schon jetzt sehr präsent. Südafrika ist nach Absatz der neuntgrößte Markt des Konzerns. Während der Absatz in den USA schwächelt, stieg er im 1. Quartal in Nord- und Westafrika um 12% und in Ost- und Zentralafrika um 9%. Die WM dürfte es Coca-Cola ermöglicht haben, das Afrika-Geschäft sowie seine Führung im afrikanischen Markt weiter auszubauen. Bis 2020 sollen weitere 12 Mrd $ dort investiert werden. Konkurrent PepsiCo, dessen Werbekampagne deutlich geringer ausfiel, verzeichnete dank des Sponsorings des US-Teams durch Pepsi und Gatorade ebenfalls Erfolge. Für den Konzern haben aber Investitionen in China Vorrang, um dort den Abstand zu Coca-Cola zu verringern.

Diageo zeigt Kreativität

Diageo muss das Millionenloch in seinem britischen Pensionsfonds in den Griff bekommen. Ein kreativer Rendite-Plan mit mehr als 2 Mio Whiskyfässern soll dabei helfen. Der Konzern hat einen Zehn-Jahres-Plan entwickelt, um das Defizit von insgesamt 862 Mio £ abzubauen. Dazu wird Diageo 197 Mio £ in den Pensionsfonds einbringen sowie über eine Partnerschaft bis zu 2,5 Mio Fässer reifenden Whiskey. Dieses Anlagevermögen soll pro Jahr rund 25 Mio £ Rendite abwerfen. Nach 15 Jahren soll der Pensionsfonds dann Diageo seinen Anteil an der Partnerschaft zum Gegenwert des bis dahin noch verbliebenen Defizits verkaufen, teilt der Konzern mit. Maximal sei die Summe aber auf 430 Mio £ begrenzt.

Sektkellerei Wachenheim stark unterbewertet

Die Zahlen haben erneut gezeigt, dass die Aktie der Sektkellerei Wachenheim (3410) trotz der guten Kursentwicklung in den vergangenen Monaten immer noch Luft nach oben hat. Die Umsatzentwicklung ist zwar auf den ersten Blick nicht gerade berauschend. Allerdings ist zu beachten, dass der Rückgang bewusst in Kauf genommen wurde. Denn das Unternehmen hat Preiserhöhungen über sämtliche Produktgruppen durchgesetzt. Dadurch haben zwar einige Verbraucher weniger Sekt konsumiert. Die höheren Preise führten jedoch zu einer starken Verbesserung der Ergebnisqualität. Die Margen sind deutlich gestiegen. Im Gesamtjahr dürfte die Sektkellerei den Gewinn deutlich steigern.

2010/11 halten wir eine weitere Ergebnisverbesserung für realistisch. Aktuell errechnet sich ein KGV von unter 10. Auch das KBV von 0,5 deutet auf eine starke Unterbewertung hin. Gründe dafür sind nicht ersichtlich. Die Sektkellerei ist nach umfassenden Restrukturierungen sehr profitabel und hat auch Fortschritte beim Schuldenabbau gemacht.

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