BHP Billiton ist unterbewertet
2001 fusionierten die australische Stahl- und Bergbaugruppe BHP Ltd. und das britische Bergbauunternehmen Billiton plc zur BHP Billiton plc. Beide Unternehmen werden getrennt an der Börse gehandelt und unterhalten eigene Firmensitze in Melbourne bzw. in London, werden aber als gemeinsames Unternehmen geführt. Im Produktportfolio finden sich Rohöl, Kohlenstoffstahl, Aluminium, Industriemetalle, Kohle, Edelstahl, Diamanten.
Gewinn verdoppelt
BHP Billiton hat im 1. Halbjahr seinen Gewinn mehr als verdoppelt. Allerdings hatte der Rohstoffkonzern im Vorjahreszeitraum 3,3 Mrd $ auf sein gescheitertes Nickel-Geschäft abschreiben müssen. Diesen und andere Sondereffekte herausgerechnet fiel das Ergebnis um 7% auf 5,7 Mrd $. Der Umsatz ging um 17,5% auf 24,58 Mrd $ zurück.
Die Konjunktur hat sich weltweit zwar wieder erholt. Es ist jedoch unklar, wie schnell und wie stark sich diese Belebung vor allem in den entwickelten Ländern fortsetzen wird. Das Wiederauffüllen der Lager hat die Rohstoffnachfrage erhöht, echte Nachfrage hat es aber nur sporadisch gegeben. Die Rohstoffmärkte hängen vor allem von der Nachfrageentwicklung in China und Indien ab, wobei sich die restriktivere Geldpolitik in China durchaus bemerkbar machen könnte. Die Investitionen will BHP ausweiten und rund 12,8 Mrd $ investieren statt nur 8,2 Mrd $ wie bislang geplant.
Kurspotenzial über 50%
BHP ist deshalb so stark, weil der Konzern einen hohen Cashflow hat und auf langfristiges Wachstum setzt. Man schaut sich zwar nach Chancen am Markt um, Akquisitionen stehen aber nicht im Mittelpunkt. Geplant ist die rasche Entwicklung eines neuen Kohlebergwerks. Dafür hat das Unternehmen 267 Mio $ freigegeben. Ab 2013 soll das Bergwerk Caval Ridge dann 5,5 Mio Tonnen pro Jahr fördern.
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